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Landkreis Augsburg

21.01.2021

Corona zeigt: Schullandheim in Dinkelscherben muss neu gebaut werden

Schon lange ist klar, dass Bauarbeiter am Schullandheim in Dinkelscherben viel zu tun haben werden. Vor einem Jahr wurde klar, sie den Komplex nicht sanieren, sondern abreißen und komplett neu bauen. Doch dann kam Corona.
Foto: Marcus Merk (Archivbild)

Plus Das Schullandheim in Dinkelscherben muss nach Corona anders aussehen als heute. Deshalb soll neu gebaut werden - oder alles wird geschlossen.

Mehrbettzimmer ohne Nasszelle, das wird es nach der Corona-Pandemie so nicht mehr geben können, ist Landrat Martin Sailer überzeugt. Für ihn ist die derzeitige Lage deshalb ein weiteres Argument dafür, das Landschulheim des Landkreises Augsburg neu zu bauen, so wie geplant. Denn einfach nur wieder aufzusperren mit dem, was in Dinkelscherben aktuell geboten werden kann, "das wir nicht mehr akzeptiert werden", ist er überzeugt. Zur Debatte stehen dabei zumeist Doppel- und nur noch wenige Mehrbettzimmer samt eigenem Bad. "Klar ist: Wir machen zu oder wir bauen um", so Sailer. Doch noch ist nicht alles so eindeutig.

Der Verlauf der Pandemie an sich und die Erholung in den nächsten zwei Jahren müssten zeigen, ob sich der Landkreis solch ein saniertes Schullandheim dann überhaupt leisten könne. Einen Zeitplan für den Umbau gibt es deshalb noch nicht. Dabei hatte der Landkreis viel vor. Das Schullandheim sollte endlich, wie oft von Vereinen aus dem Augsburger Land nachgefragt, eigene Proberäume für Musikgruppen bieten und durch das Schwimmbad sowie die Turnhalle auch sein Profil im sportlichen Bereich schärfen können.

Inklusion soll im Schullandheim Dinkelscherben möglich werden

Zudem sollten geeignete Räume die Inklusion von gemischten Gruppen leichter machen. Doch aktuell tut sich im Landrat-Dr.-Wiesenthal-Haus am Kaiserberg in Dinkelscherben freilich gar nichts, berichtete aus dem zuständigen Referat Landratsamts-Fachbereichsleiter Armin Falkenhein jetzt im Ausschuss für Bildung, Schule und Kultur. Etwa 500.000 Euro beträgt das Defizit aus dem Jahr 2020. "Das schaut schlimm aus, und das ist auch schlimm, aber das sind keine verlorenen Gelder", konnte er allerdings relativieren.

Denn zumindest das Personal des Hauses sitzt nicht untätig im geschlossenen Heim, sondern kann vom Landkreis an anderen Stellen eingesetzt werden, auch wenn das an den Zahlen für 2020 nicht abgelesen werden kann. So würden die Hausmeister aus Dinkelscherben aktuell an anderen Stellen im Gebäudemanagement eingesetzt.

Dinkelscherben: Mitarbeiter des Schullandheims informieren jetzt zu Corona

Andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden in der Reinigung von Schulen helfen, die auch im Distanzunterricht nicht ganz leer stünden. Und weitere seien am Corona-Infotelefon des Landkreises eingesetzt. Darüber seien die Mitarbeiter froh. "Das Personal will auch etwas tun", so Martin Sailer. (jah)

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