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Gemeinderat

26.10.2017

Damit Langweid immer Wasser hat

Notverbund mit Gersthofen soll Versorgung allezeit sichern

Wie lässt sich die Wasserversorgung auch im Notfall sicherstellen? Mit dieser Frage befasste sich der Gemeinderat Langweid. Und das hatte seinen konkreten Grund. Nach einem Blitzeinschlag ins Langweider Wasserwerk vor zwei Jahren konnte die Versorgung der Bevölkerung mit dem kostbaren Nass nur mit größter Mühe aufrechterhalten werden.

Die Technik war ausgefallen, Handarbeit bei der Steuerung verhinderte das Schlimmste. Dass so etwas nicht mehr passieren darf, war klar, und so beschloss der Gemeinderat, die Möglichkeiten einer Notversorgung aus Gersthofen zu prüfen. Der Nachbar war willig, die Wasserqualitäten passten zusammen, und so stellten Experten der Stadtwerke Augsburg und des Ingenieurbüros Sweco dem Gemeinderat jetzt die Planungen für die Verbindung der beiden Wassernetze vor.

Ein Rohr mit 30 Zentimeter Innendurchmesser reicht aus, um die Versorgung von Langweid mit allen Ortsteilen sicherzustellen, so Florian Killer von den Stadtwerken. In den höchstgelegenen Bereichen von Achsheim könnte der Druck nicht ganz so prickelnd sein, wenn sich gerade alle Langweider für die Arbeit fertig machen, aber es wird Wasser aus der Leitung kommen, auch wenn das eigene Wasserwerk ein Problem hat. Immerhin 85 Kubikmeter Wasser braucht die Gemeinde zu Zeiten der Höchstabnahme in der Stunde. Nachts um drei ist es grade mal ein Zehntel davon.

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Technisch sei das Ganze auch kein Hexenwerk, erläuterte Andreas Klein vom beauftragten Ingenieurbüro Sweco den Gemeinderäten. Nahe dem Gablinger Flugplatzgelände endet die Gersthofer Wasserleitung, und dort wird auch die Übergabestation in einem Schacht eingerichtet. In den Untergrund muss man ohnehin, um das Bahngleis zu kreuzen, und so bietet sich an, dort auch gleich den Anschluss ans Langweider Netz zu installieren. Ein oberirdisches Technikhäuschen habe man überlegt, so Klein auf die Nachfrage von Peter Beducker (CSU). Allerdings käme das eher teurer als die vorgeschlagene Lö-sung. Dazu kämen baurechtliche Aspekte, fügte Bürgermeister Jürgen Gilg hinzu. Der Schacht würde groß genug ausgelegt für eine spätere Nachrüstung mit einer Druckerhöhungsanlage, sollte diese einmal nötig werden, so Klein.

Die Verbindung mit dem bestehenden Langweider Netz wird an der letzten Kreuzung vor Stettenhofen beim neuen Einkaufszentrum hergestellt. Die zu Beginn der Planungen geschätzten gut 400000 Euro wird die Anlage auch kosten, legte der Fachmann die fertigen Berechnungen vor; 380000 Euro für den knapp 800 Meter langen Leitungsbau samt Technik und Schacht, 50000 Euro für die technisch aufwendige Pressung des Rohrs unter den Bahngleisen. Dies ergibt unter dem Strich 430000 Euro für die Sicherstellung der Wasserversorgung aller Langweider. Das ist es auf jeden Fall wert, beschloss der Gemeinderat den Bau einstimmig. Nach der nun beginnenden Ausschreibung der Arbeiten soll die Leitung 2018 fertiggestellt werden.

Noch ein Vorteil der neuen Notversorgung ist, dass diese auch genutzt werden kann, wenn am gemeindlichen Wasserwerk Arbeiten anstehen, so Bürgermeister Jürgen Gilg. Damit das Wasser aus Gersthofen immer frisch ist, wird die Leitung einmal täglich geöffnet und gespült.

Die Stadt Gersthofen hat schon seit mehreren Jahren ebenfalls einen Notverbund mit der Stadt Augsburg.

Ein Investor möchte 20 Wohnungen in drei Häusern an der Gartenstraße bauen. Die dafür nötige Änderung des Bebauungsplanes brachte der Gemeinderat auf den Weg. Nur mit einem Bauantrag alleine war der Wunsch nicht zu erfüllen, hatte sich die Gemeinde mit dem Bauamt des Landratsamtes abgestimmt. Den nun ausgearbeiteten Entwurf billigte das Gremium. Die dafür erforderliche Änderung des Bebauungsplanes „Westlich des Ortskerns I“ wird nun öffentlich ausgelegt.

Die Nachbargemeinde Todtenweis plant die Erweiterung des Gewerbegebietes im Ortsteil Sand um drei Hektar. Sinnvoll und nachvollziehbar befand der Gemeinderat Langweid die Planungen und erklärte einstimmig sein Einvernehmen.

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