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Auftritt II

29.04.2015

Darbietung mit Leichtigkeit

Gute Laune bei romantischen Klängen: (v.l.) Heinrich Wohlfart, Stefanie Hoffmann, Petra Mieslinger, Siglinde Dorn, Bärbel Wagner, Edith Weiss.
Bild: Michaela Krämer

Saltarello zeigt in Welden, wie schön Flötenmusik sein kann

Ein Mann, eine Gitarre – fünf Damen, neun Flöten: Ganz ohne Schnickschnack und ohne Soundverstärkung präsentierten sie am Sonntagnachmittag ein Stück nach dem anderen. Und das fast zwei Stunden lang. Die evangelische Pfarrkirche in Welden bot wieder einmal genau den passenden, fast intimen Rahmen für ein Konzert, das nicht nur bei den Musikern gute Laune weckte.

Das Programm war gut gewählt – Musikstücke von Renaissance bis Moderne und leichter Muse wurden zu Gehör gebracht. Und das nicht nur auf den Flöten, sondern auch die Gemshörner wurden eingesetzt, die sich durch einen besonders weichen Klang auszeichnen. Bis zum Mittelalter war dieses Instrument nicht wegzudenken. Zu bedienen sei das Gemshorn ähnlich wie die Blockflöte, ermögliche aber tiefere Partien, so beschrieb Peter Dittrich dieses Instrument.

Werke von Johann Sebastian Bach, Jean Baptiste Lully bis Glenn Miller standen unter anderem auf dem Programm. Vom Komponisten Lyndon Hilling war „Swing in the Park“ zu hören. Very british eben. Und alles wirkte so leicht, wenn die Damen zu ihren Instrumenten griffen. Eine schöne Auswahl von teilweise auch unbekannten Melodien hatten sie getroffen und überraschten damit den einen oder anderen Besucher. Das Zusammenspiel des Ensembles Saltarello war einfach perfekt. Den fünf Flötistinnen nimmt man ihre Liebe zur Musik einfach ab.

Sein breites Repertoire auf der Gitarre hatte Heinrich Wohlfart schon bei einem Auftritt im Herbst bewiesen. Auch diesmal war in der Kirche die feinfühlige, ausgeglichene Art des Künstlers besonders zu spüren. Er hatte für diesen sinnlichen Nachmittag Werke von Francisco Tárrega, João Pernambuco, Franz Schubert sowie José Feliciano und vielen anderen mehr mitgebracht. Bei „heimeliger“ Atmosphäre fühlt sich Wohlfart sichtlich wohl. Jeder Griff am Klangkörper wurde von ihn äußerst bedacht eingesetzt in einer leisen, aber prägnanten Spielart, die alles aus einer Gitarre herausholt. Diese Liebe zu seinem Instrument kommt auch bei den Zuhörern gut an und macht so manches Stück zu einem Gänsehautmoment.

Mit wechselnden Instrumenten und Melodien schufen die Künstler immer wieder eine neue Stimmung. War der erste Teil des Konzerts der Renaissance und dem Barock gewidmet, so ging es im zweiten Teil bunt gemixt weiter. Einen wunderbaren Schlusspunkt setzten die Musiker mit dem Lied „Der Mond ist aufgegangen“. Da durfte auch das Publikum dann mitsingen. Trotz starker Konkurrenz (Frühlingskonzert im Holzwinkelsaal der Harmonie Musik Welden) konnten sich die Veranstalter über die Besucherzahl nicht beschweren. (kräm)

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