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Diedorf/Stadtbergen

28.01.2019

Das Augsburger Land als Nabel der Futsal-Welt

Die größte Fangruppe bei den Augsburger Landkreismeisterschaften in der Diedorfer Schmuttertalhalle hatte der Kreisklassist SpVgg Auerbach/Streitheim mitgebracht. Doch ihre Mannschaft musste bereits nach einem Spiel wieder die Koffer packen. 
Bild: Marcus Merk

Plus Für die einen ist das K.-o.-System am attraktivsten, andere wünschen sich Gruppenspiele. Welcher Modus ist bei den Landkreismeisterschaften sinnvoll?

Der Landkreis Augsburg als Nabel der Futsal-Welt. Am Samstag die bayerischen Meisterschaften in der Stadtberger Sporthalle, einen Tag später das Landkreisfinale in der Diedorfer Schmuttertalhalle. Gleich zweimal war der TSV Leitershofen bei diesem Hallenfußball-Wochenende der Superlative dabei. Als Gastgeber war der Kreisligist bei den bayerischen Titelkämpfen gesetzt, für den Landkreis-Showdown hatten sich die Almkicker sportlich qualifiziert.

„Am Samstag acht Stunden in der Halle, am Sonntag wieder – da war dann irgendwann der Ofen aus“, fasste Trainer Bernd Endres. Zumal man im Vergleich zum Samstag mit drei Mann weniger auskommen musste. Neben dem verletzten Daniel Witt meldeten sich auch Lukas Mayer und Felix Zimmermann ab, bei denen wichtige Prüfungen anstanden. „Mit drei Mann mehr hätten wir vielleicht schon noch ein bisschen besser mitspielen können“, so Endres.

Jedes Spiel ist ein Endspiel

Umstellen mussten sich die Leitershofer Kicker beim Modus. Während bei der „Bayerischen“ in den Gruppenspielen jeweils einmal 15 Minuten gespielt wurde, wird bei der Landkreismeisterschaft im K.-o.-System zweimal 10 Minuten gespielt. Das ist vor allem für Zuschauer attraktiv, weil jedes Spiel ein Endspiel ist. Für die Mannschaften, die nach einem Spiel die Koffer packen müssen, ist es natürlich schlecht. Vor allem, wenn man viel Fans mobilisiert hat, wie zum Beispiel die SpVgg Auerbach/Streitheim. „Für einen neutralen Fußball-Fan gibt es natürlich nichts besseres als das K.-o.-System. Da gibt es kein Taktieren und kein Rechnen. Da zählt nur der Sieg“, sagt Johann Kohler. Als langjähriger Vorsitzender der SpVgg Auerbach/Streitheim sei er jedoch nach dem frühen Ausschieden seiner Mannschaft „quasi umsonst“ gekommen. „Da wünscht man sich dann schon Gruppenspiele. Aber am besten in Dreiergruppen.“ Doch im Endeffekt sei man selber schuld gewesen. Kohler: „Wir müssen das Unentschieden über die Zeit retten.“

Geärgert hat sich Johann Kohler, dass die beiden besten Mannschaften schon im Viertelfinale aufeinandergetroffen sind. Bitter für Titelverteidiger TSV Bobingen, der nach einem 1:3 im vorweggenommen Endspiel gegen den SV Türkgücü Königsbrunn schon nach 20 Minuten raus war. Bobingens Trainer Marco Di Santo kritisierte den Modus: „Ich weiß nicht, warum man beim Finale keine Vorrunde spielt. Das wäre für die Zuschauer schöner und auch für die Teams, da die dann alle mehr Spiele hätten.“ Eine Meinung, die auch Markus Hanisch vertritt. „Die schwäbische und bayerische Meisterschaft wird mit Vorrunde gespielt, die Qualifikation zur Landkreismeisterschaft ebenfalls. Nur das Finale nicht. Für die Hälfte der Teams ist daher nach einem Spiel schon Schluss, das verstehe, wer will“, kritisiert Schwabmünchens Hallentrainer.

Dem TSV Leitershofen ins offene Messer gelaufen

Oliver Haberkorn, Trainer der SpVgg Westheim, akzeptierte das frühe Ausscheiden: „Wir haben in der zweiten Halbzeit bodenlos gespielt.“ Nach einer 2:0-Führung liefen die Rot-Weißen dem TSV Leitershofen ins offene Messer und unterlagen noch mit 2:7. Mitentscheidend war auch, dass nach Fehlen von Marcel Burda mit Patrick Fendt noch ein weiterer Hallenspezialist verletzt ausscheiden musste. Dass kein Vertreter der SpVgg Westheim bei der Siegerehrung anwesend war, entschuldigt Haberkorn mit fehlender Erfahrung. Man sei erst nach dem Finale gegangen. „Da wir das erste Mal bei der Endrunde dabei waren, haben wir nicht gewusst, dass wir für unsere dürftige Vorstellung noch etwas bekommen.“ Ob die Westheimer wiederkommen?

Haberkorn betrachtet den neuen Modus und die dadurch erforderliche Terminierung mit Turnieren bereits im Dezember mit Distanz. „Da muss man ja unmittelbar nach dem letzten Punktspiel sofort in die Halle.“ Er will erst einmal abwarten, wie sich die Sache entwickelt. Auch im Landkreis macht man sich schon Gedanken, wie man diese Termindichte entzerren kann.

Nächstes Jahr muss sich jeder qualifizieren

Neu ist auch das Auswahlverfahren für die schwäbische Meisterschaft. Bisher war der Augsburger Landkreismeister immer für eine Vorrunde im kommenden Jahr nominiert. Sollte es sich um einen automatisch qualifizierten Bezirksligisten handeln, durfte der Finalgegner nachrücken. Davon hat vor zwei Jahren der TSV Diedorf profitiert, der dann sogar in die Endrunde eingezogen ist. Im kommenden Jahr wird es keine Gesetzten mehr geben. Da müssen sich alle – von der Bezirks- bis zur Bayernliga – über die jeweilige Landkreismeisterschaft qualifizieren. Und dann geht es mit der Kreismeisterschaft des Fußball-Kreises weiter. Hier will Kreisspielleiter Reinhold Mießl aber den Landkreismeister setzen, falls er sich nicht qualifizieren sollte: „Das kann der Kreisspielausschuss entscheiden.“

Viele weitere Bilder von der Landkreis-Endrunde:

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42 Bilder
Augsburger Landkreismeisterschaft 2019
Bild: Marcus Merk


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