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Ustersbach

15.11.2019

Das Forum in Usterbach wird zum Ortszentrum

Wenn sich die Neubauten von Kindergarten und Feuerwehrgeräthaus östlich der Schule anschließen, dann wird das Forum zum zentralen Mittelpunkt der Gemeinde Ustersbach. 
Foto: Siegfried P. Rupprecht

Kindergarten und Feuerwehrgerätehaus werden östlich der Schule neu gebaut. Was es sonst für Entwicklungen gibt.

Bürgermeister Willi Reiter brachte es bei der sehr gut besuchten Bürgerversammlung im Forum gleich eingangs auf den Punkt: Die Grundschule sei neben dem Kindergarten der größte Standortfaktor der Gemeinde. Und er sagte auch warum: „Beide Einrichtungen sind eminent wichtig bei der Entscheidung von potenziellen Neubürgern.“

Ebenso zur Attraktivität Ustersbach trage die Erschließung von neuen Baugebieten bei, ergänzte Reiter. Als Beispiele dafür nannte er Mödishofen-Nord und Angerweg.

Breiten Raum widmete das Gemeindeoberhaupt den beiden anstehenden Großprojekten. Dabei habe der Kindergarten im Gemeinderat für große Diskussionen gesorgt. „Wegen Platzmangel haben wir einen Anbau am Kindergartengebäude beschlossen“, berichtete er. Aufgrund des dann neu eingetretenen Summenraumprogramms der Staatsregierung sei der Anbau nicht mehr realisierbar gewesen. Die Folge: Der Gemeinderat verfolgte einen Neubau.

Parallel dazu wurde deutlich, dass auch das bisherige Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den Anforderungen entsprach. Die Studie eines Architektenbüros ergab, dass dort Räume und Stellplätze fehlen, ein Anbau nicht ausreiche und überhaupt der gesamte Standort mit Blick auf die Rettungszeiten nicht gut sei.

Forum soll zentraler Mittelpunkt von Ustersbach werden

„Guter Rat war zunächst teuer“, meinte Reiter. Doch dann habe sich ergeben, dass die Gemeinde auf Bauplätzen östlich der Schule sowohl den Neubau des Kindergartens als auch des Feuerwehrgerätehauses realisieren könne. Dies sei vor allem durch die große Kooperationsbereitschaft von Grundstückseigentümer möglich gewesen. „Damit wächst das Forum immer mehr zum zentralen Mittelpunkt des Ortes“, resümierte der Bürgermeister.“ Mit Schule, Forum, Pfarrheim, Bücherei sowie künftig mit Kindergarten und Feuerwehrgerätehaus entwickelt sich daraus ein Dorfzentrum par excellence.“ Bis es soweit ist, seien die Anstrengungen, auch finanzieller Art, allerdings enorm. Als „bestimmendes Thema“ in den nächsten Jahren bezeichnete Reiter auch die gemeindliche Wasserversorgung. Ziel der Gemeinde sei, den Bürgern weiterhin ein sauberes und unbelastetes Trinkwasser anzubieten. In diesem Zusammenhang informierte Reiter, dass die Betriebsführung der Wasserversorgung und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben seit April bei den Stadtwerken Augsburg liege. Weiter verwies er auf die mittelfristige Sanierung oder den Neubau des Hochbehälters. Der Brunnen 3 werde nicht neu erstellt, sondern saniert. Damit könne viel Geld gespart werden, so der Bürgermeister. Brunnen 4 sei unbrauchbar und nicht mehr am Wassernetz. Der Brunnen 5 liefere bestes Wasser, aber wegen des Eisenanteils seien technische Erfordernisse notwendig. Positives konnte Reiter von der Rohrnetzbegehung durch eine Fachfirma berichten: „Es sind keine Leckagen gefunden worden.“

Zum Schluss widmete er sich den Finanzen. „Die Gemeinde ist mit rund 191000 Euro verschuldet, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 155 Euro“, so Reiter. Im Landesschnitt betrage der Wert von Kommunen in der Größe von Ustersbach 606 Euro je Einwohner. „Trotz hoher Einstellungen für Grundstückskäufe kommen wir ohne Neuverschuldung aus.“

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