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Kutzenhausen

29.07.2020

Das Freibad in Kutzenhausen ist eine große Baustelle

Die Gemeinde Kutzenhausen renoviert derzeit das Freibad. Die Anlage gibt es schon seit über 50 Jahren.
Bild: Marcus Merk

Plus Die Sanierung des Freibads in Kutzenhausen verzögert sich. Jetzt ist die Saison 2021 anvisiert. Dann sollen auch Feuerwehrhaus und Bauhof fertig sein.

Wer an der Baustelle des Freibads vorbeigekommen ist, hat es bereits geahnt: Mit dem Badespaß wird es in dieser Saison nichts mehr. Architekt Roland Rieger nannte bei der Gemeinderatssitzung dann auch die Gründe dafür. Besser läuft es dagegen beim Neubau von Feuerwehrhaus und Bauhof. Dort soll, wenn alles nach Plan verläuft, bereits im Herbst mit dem Dach begonnen werden.

Die Sanierung des Freibads sei unumgänglich gewesen, erinnerte Rieger. Beim alten Becken sei es schwierig gewesen, den Wasserspiegel zu halten, da es undicht war. Aus Kostengründen habe man sich dann entschieden, das bisherige Becken so weit wie möglich bestehen zu lassen. Dies hatte aufwendige Gründungsmaßnahmen zur Folge.

Corona hat die Freibad-Planung in Kutzenhausen verzögert

Ursprünglich war vorgesehen, den Badebetrieb heuer wieder aufzunehmen. Doch Corona habe hier einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, verdeutlichte der Architekt. Etliche Firmen seien von der Krise betroffen gewesen. Er nannte aber auch einen anderen Grund für die Verzögerung. „Mit dem jetzigen Bad haben wir ein Unikat“, machte Rieger aufmerksam. „Da wollten viele Unternehmen mit den damit verbundenen feingliedrigen Aufgaben kein Risiko eingehen.“ Es sei nicht einfach gewesen, dafür profunde Partner zu finden.

Die Renovierung des Freibads in Kutzenhausen dauert wohl noch bis 2021.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Anders sieht es dagegen beim Neubau von Feuerwehrgerätehaus und Bauhof aus. Dort sind die Maurerarbeiten schon gut sichtbar auf Geschosshöhe fortgeschritten. In der Bauhofhalle werde demnächst eine tiefergelegte Bodenplatte eingebaut.

Im künftigen Bauhof schnell- und leichtlaufende Sektionaltore einbauen

Im Mittelpunkt des Sachstandsberichts standen die für das Feuerwehrhaus vorgesehenen Sektionaltore. Der Einbau gleichartiger Tore im Bauhof würde ein gleichartiges Erscheinungsbild der Gebäude im Innenhof sicherstellen, so der Architekt. Hinzu komme, dass die jetzigen Tore der Lagerhalle sehr schwergängig und teilweise von einem Mann allein nicht zu öffnen seien. Er plädierte daher, auch im künftigen Bauhof schnell- und leichtlaufende Sektionaltore einzubauen. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung schließlich einstimmig.

Vom Gremium auf die Baukosten angesprochen, konnte Rieger eine positive Nachricht verkünden. Das Gesamtprojekt, also Feuerwehrhaus, Bauhof und Waschhalle, sei mit 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Im Hinblick auf die aktuellen Ausschreibungen sei eine Kostentendenz nach unten feststellbar. „Bei vorsichtiger Schätzung wird sich die Gesamtbaumaßnahme bei zwei bis 2,1 Millionen Euro einpendeln“, meinte der Architekt.

Im September ist die Dacherrichtung anvisiert

Solaranlagen könnten beim Feuerwehrhaus auf der Südseite und beim Bauhof auf der Westseite angebracht werden, teilte Rieger auf Nachfrage von Gemeinderat Franz Bossek (Bündnis 90/Die Grünen) mit. Die Kosten dafür seien allerdings nicht in der jetzigen Kalkulation beinhaltet. Auch zum Zeitplan nahm der Architekt Stellung. Im September sei die Dacherrichtung anvisiert, die Fertigstellung des Projekts im Herbst 2021.

Einen kleinen Schritt nach vorne bewegte sich der Gemeinderat bei der Nutzungsänderung des ehemaligen Metzgereigebäudes in der Ortsmitte zu einem Vereinsheim. Hier nahm das Gremium die Vereine in die Pflicht, für das geplante Domizil eine detaillierte Kostenplanung vorzulegen. Zudem dürrfe die Nutzungsänderung dem dortigen Konzept der Gemeinde nicht zuwiderlaufen.

Behandelt bei der Sitzung wurde zudem noch die Bestellung eines ehrenamtlichen Beauftragten für Senioren. Hier wurde die Verwaltung mit der Suche in allen Ortsteilen nach einer geeigneten Person betraut, um dann einen Arbeitskreis Senioren zu bilden.

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