Gemeinderat

03.08.2018

Das Pflaster ist locker

Im Baugebiet Adelsried-Nord muss nachgebessert werden

2016 wurde der erste Bauabschnitt im Baugebiet Adelsried-Nord erschlossen. Zur Verkehrsberuhigung wurden mehrere Straßenabschnitte gepflastert. Doch wie es sich bei einem Vor-Ort-Termin herausgestellt hat, haben sich dort die verlegten Pflastersteine noch nicht gesetzt – durch Schwerlastverkehr haben sie sich sogar gelockert. Für die Ausführung der Pflasterarbeiten im zweiten Bauabschnitt ist nun ein Nachtragsangebot abgegeben worden.

Dort sind nun Mehrkosten in Höhe von fast 10000 Euro aufgetaucht. Allerdings übernimmt diese Firma keine Gewährleistung für die ausgeschriebene Form der Bepflasterung. Alternativ schlägt sie vor, die Granitsteine in ein Betonbett zu verlegten. Dafür wäre ein Preisaufschlag von etwa 25 Prozent notwendig. Damit war der Startschuss für eine lebhafte Diskussion gefallen. Letztlich wurde dem Angebot zugestimmt. Es sollte immerhin gewährleistet sein, wie Udo Rigorth (SPD) meinte, dass die Pflastersteine halten. Josef Zott (CSU) fügte hinzu: „Wir sind dann für die nächsten Jahre abgesichert.“ Und Rainer Schrenk (CSU) fasste zusammen: „Die Fehler im ersten Bauabschnitt dürfen sich nicht mehr wiederholen.“ Das waren weitere Themen der Sitzung:

Einen neuen Bebauungsplan gibt es für die Dillinger Straße 12 und 14. So wurde der Aufstellungsbeschluss aus 2013 für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Dillinger Straße aufgehoben. Nun tritt die Bayerische Trendhaus GmbH als neuer Vorhabensträger in das Vorhaben ein. Den Planungsauftrag wird auch weiterhin das Ingenieurbüro Arnold Consult behalten. Im beschleunigten Verfahren, denn „das Wesentliche ist bereits abgesteckt“ wie Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann betonte, soll nun der vorhabenbezogene Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Gemeinderäte zeigten Bedenken hinsichtlich einer Änderung der Nutzung und wollten Sicherheit und Mitspracherecht bezüglich der Bebauung. Hier konnte die Bürgermeisterin beruhigen: „Das letzte Wort hat die Gemeinde.“

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Im Plan wurde außerdem festgelegt, dass es sich hier um ein „Mischgebiet“ handelt. Aus diesem Grund ist auch die Vorlage von einem Geruchs- und Lärmgutachten erforderlich, denn neben diesem geplanten Wohnhaus befindet sich eine Pferdepension. Für die Tiefgaragen ist ebenso ein Lärmgutachten notwendig, wenn beispielsweise durch das Schließen des Garagentors Lärm entstehen sollte. „Es geht hier um den Schutz der Nachbarschaft.“

Soll eine musikalische Früherziehung am Kindergarten Adelsried installiert werden? Die Vorteile sprechen für sich, wie Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann betonte, auch wenn die momentane Nachfrage nicht sehr groß ist. Das zeigte sich an der Informationsveranstaltung, die nur wenig besucht war. Stegherr-Haußmann schlug vor, diese Einrichtung vorerst auf ein Jahr zu begrenzen. Die Kosten belaufen sich auf 504 Euro pro Monat für vier Gruppen je eine Stunde pro Woche. Damit sind auch die Kosten für den Musiklehrer abgegolten. Gestartet werden könne im Oktober, wenn bis dato ein Lehrer gefunden wird. Bei den Erzieherinnen im Kindergarten herrschten gegenüber der musikalischen Früherziehung gemischte Gefühle, sie sähen ihre Arbeit etwas herabgestuft, hieß es in der Sitzung. Außerdem dürfe der zeitliche Rahmen nicht gesprengt werden und die Qualität sollte höher sein als das ohnehin bestehende Angebot für die Kinder. „Es gibt viele Eltern, die sich einen Musikunterricht nicht leisten können“, sagte Anton Rittel (FWG). Und Dritter Bürgermeister, Stefan Kramer betonte: „Für die Gemeinde Adelsried wäre die Installation einer musikalischen Früherziehung am Kindergarten ein Standortmerkmal.“ (kräm)

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