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26.11.2018

Das gilt beim Shopping im Wohnzimmer

Verkaufspartys gibt es immer noch. Diese Rechte haben Kunden

Wenn es draußen ungemütlich wird, starten drinnen die Verkaufspartys. Diese laden dazu ein, in ungezwungener privater Atmosphäre Küchengeräte, Kosmetik oder Dessous auszuprobieren und anschließend gleich zu bestellen. Die meist weibliche Verkaufsberaterin präsentiert bei ausgelassener Partystimmung ihre Produkte. Waren und Dienstleistungen im Wert von 17 Milliarden Euro kamen im Jahr 2016 auf diese Weise an den Mann oder an die Frau. Doch wie sieht es bei diesem Verkaufsprinzip mit den Kundenrechten aus?

„Achten Sie unbedingt darauf, wer Ihr Vertragspartner ist“, kommentiert Gabriele Gers, Juristin beim Verbraucherservice (VSB) Bayern im Katholischen deutschen Frauenbund. „Ist in dem Kaufvertrag der Händler genannt, können Sie innerhalb von 14 Tagen ab Vertragsschluss und ab Erhalt der Ware widerrufen. Wer seine Bestellung nur über die Gastgeberin abwickelt, verwirkt sein Recht auf Widerruf.“

Treten bei einem auf einer Verkaufsparty erworbenen Artikel Mängel auf, haben die Kunden das Recht, zwei Jahre lang zu reklamieren, wenn ihr Vertragspartner ein Händler ist. Dieser ist dann auch der Ansprechpartner für die Reklamation, nicht die Verkaufsberaterin. Hat jedoch die Gastgeberin auf eigene Rechnung die Waren erworben und verkauft, ist diese in der Pflicht, sich um die Mängel zu kümmern. Ein Blick in den Kaufvertrag gibt Auskunft, wer Vertrags- und Ansprechpartner ist.

Weitere Infos auf der Homepage des VSB. (AL)

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