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Neusäß

19.01.2021

Das ist die neue Vize-Chefin an der Neusässer Musikschule

Die stellvertretende Schulleiterin der Sing- und Musikschule Neusäß, Rosemarie Mantel, unterrichtet in Zeiten von Corona via Internet ihre Schüler.
Bild: Jutta Kaiser-wiatrek

Plus Rosemarie Mantel ist die neue stellvertretende Leiterin der Sing- und Musikschule Neusäß. Was sie vom Unterrichten übers Internet hält.

Rosemarie Mantel ist die neue stellvertretende Leiterin der Sing- und Musikschule Neusäß. Sie folgt auf dieser Stelle der im Sommer verstorbenen Doris Bauernfeind. Die Aufgabe ist kein Neuland für die Musikerin mit Leib und Seele. Online-Unterricht ist ihrer Ansicht nach nie so gut wie Präsenzunterricht.

Die staatlich geprüfte Musikschullehrerin am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg gehört seit Gründung der Schule im Jahr 1980 dem Lehrerkollegium an und übernahm bereits 1994 die Musikschulleitung. Nach 14 Jahren Schulleitertätigkeit allerdings wollte sie von der Verwaltungsarbeit wieder mehr zurück, und Schülern wieder Unterricht erteilen. Sie kehrte also zurück an die Basis, blieb aber der Musikschule als Lehrkraft für Musikalische Früherziehung, Grundausbildung, Blockflöte, Klavier und Ensemblearbeit weiter erhalten. Seit 2019 unterstützte sie wichtige Veranstaltungen der Musikschule wie Tage der offenen Türe und Konzerte, intern war sie für Lehrerkonferenzen zuständig. Nachdem die Stelle der stellvertretenden Leitung der Sing- und Musikschule vakant war, waren der Leiter Achim Binanzer und der Bürgermeister der Stadt Neusäß, Richard Greiner, mit dem neuen beruflichen Angebot auf sie zugekommen. Rosemarie Mantel übernimmt als Stellvertretung Binanzers Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und die Pflege der Musikschul-Homepage.

Neusäß: Rosemarie Mantels Liebe zur Musik wuchs schon in der Kindheit

Bereits in ihrer Kindheit war ihr klar, dass sie einen Beruf wählen würde, der stark geprägt von Musik sein sollte. "Musik ist Bildung und letztlich ein starker Inhalt meines ganzen Lebens", erklärt sie ihre Motivation, für die Bildungseinrichtung Musikschule wieder in der ersten Reihe tätig sein zu wollen. Dennoch ist es ihr nach wie vor wichtig, weiter im direkten Kontakt und Musikunterricht das Wesen ihrer Schüler zu erkennen, um sie dadurch richtig motivieren zu können, das Wesen eines Musikstücks oder -stils zu erkennen und zu verinnerlichen. "Das Wesen eines Systems zu erkennen, ist immer eine Bereicherung. Dies zu hinterfragen macht die Arbeit erst spannend", sieht sie ihre Tätigkeit durchaus ein wenig philosophisch. Dabei kann sie ihre umfangreiche Lebenserfahrung beruflicher wie auch privater Natur einbringen und den Musiknachwuchs bestens motivieren und inspirieren. "Wir freuen uns, dass Frau Mantel der Sing- und Musikschule wieder auch in leitender Funktion zur Verfügung steht und ihre langjährige Erfahrung gewinnbringend einsetzen kann", sagt Bürgermeister Greiner.

Ist die Musik auch ihre große Leidenschaft, so ist sie aber gleichwohl, gerade in Zeiten von Corona, an dem Verlauf der Digitalisierung an Schulen höchst interessiert. Ihr Ziel ist es, für den Online-Unterricht bestens aufgestellt zu sein, da aufgrund von Corona und der Fallzahlen im Landkreis Augsburg der Präsenzunterricht durch den Lockdown weitgehend verschwunden ist. "Das macht Spaß und funktioniert", freut sie sich, per Internet ihre Schüler trotzdem weiter unterrichten zu können. Es könne dennoch aber nur eine Notlösung für die momentane Situation sein. Präsenzunterricht, gerade in Musik, sollte möglichst immer an erster Stelle stehen.

Musikatelier mit der Zwillingsschwester

Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester hat sich Rosemarie Mantel neben der Tätigkeit an der Neusässer Sing- und Musikschule ein zweites Standbein geschaffen. Im Musikatelier Klangperücke in Augsburg geben die beiden in privaten Räumen Unterricht auf einem historischen Flügel von 1900, erzählt sie nicht ohne Stolz. Ihre musikalische Leidenschaft und Begabung hat sie wohl von ihrer Mutter, einer Pianistin, geerbt. "Ich stamme aus einer Bildungsfamilie, in der Hausmusikabende und Lesungen an der Tagesordnung waren, mein Elternhaus dürfte somit kulturell prägend für mich gewesen sein."

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