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Landkreis Augsburg

07.08.2020

Das können Signale für den Missbrauch von Kindern sein

Welche Anzeichen darauf schließen lassen, dass Kinder missbraucht werden könnten.

Verletzungen Nur selten sind Verletzungen erkennbar, die direkt auf sexuellen Missbrauch hinweisen. Auch eindeutige psychische Anzeichen gibt es nicht. Die Kinder und Jugendlichen können aber Symptome entwickeln, die als Signale ernst genommen werden müssen.

Verhalten So kann es beispielsweise zu Verhaltensänderungen kommen – etwa zu Ängstlichkeit, Aggressivität, Leistungsabfall, Rückzugstendenzen, Konzentrationsschwäche oder sexualisiertem Verhalten. Auch psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, Schlafstörungen oder Hauterkrankungen können Anzeichen sein. Manche Mädchen und Jungen fügen sich selbst Verletzungen zu, magern ab oder nehmen stark zu, andere konsumieren übermäßig Alkohol oder Tabletten, bleiben der Schule fern oder reißen von zu Hause aus.

Erwachsene sollten bei Verhaltensänderungen aufmerksam werden

Reaktion Keines dieser Symptome ist spezifisch für sexuellen Missbrauch. In jedem Fall sollten Eltern, pädagogische Fachkräfte, aber auch andere Erwachsene aufmerksam werden. Solche Veränderungen bedeuten, dass das Kind Probleme hat und Unterstützung benötigt.

Schuldgefühle Mädchen und Jungen fühlen sich bei Missbrauch fast immer schuldig. Außerdem schämen sie sich für das Geschehene und bleiben emotional gefangen.

Betroffene fürchten sich

Furcht Die von Missbrauch in Familien betroffenen Mädchen und Jungen wollen meistens die Familie zusammenhalten. Opfer von sexuellem Missbrauch in Einrichtungen fürchten sich vor den Reaktionen der Verantwortlichen, der anderen Kinder und Jugendlichen, wollen ihren Eltern keinen Kummer bereiten oder haben Angst, dass sie die Einrichtung verlassen müssen. Daher trauen sie sich oft nicht, Hilfe zu suchen.

Äußerungen von Kindern oder Jugendlichen, die auf sexuellen Missbrauch hinweisen, sollten immer ernst genommen werden.

Hilfe Je früher Signale erkannt werden, je schneller es einem Kind oder Jugendlichen gelingt, sich jemandem anzuvertrauen, und je besser es mit dieser Erfahrung von seinem familiären und sozialen Umfeld aufgefangen wird, umso geringer ist die Gefahr gravierender Folgen.

Quelle: Unabhängiger Beauftragter der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs

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