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Fußball-Nachlese

22.09.2015

Das passiert, wenn man unten steht

Nicht aufstecken, weitermachen: Zusmarshausens Trainer Thomas Weber muss nach der 1:5-Klatsche sein Team wieder aufrichten. Das brach in Günzburg innerhalb von zehn Minuten komplett zusammen und kassierte vier Gegentore.
Bild: Andreas Lode

Die alte Regel, wonach Mannschaften im Tabellenkeller auch noch Pech haben, zeigte sich auch an diesem Wochenende. Wie die Kellerkinder sich befreien wollen.

Die Vorbereitung zur Saison lief für den TSV Zusmarshausen eigentlich prächtig: Beim Testspiel gegen den FC Augsburg war eine Rekordkulisse im Stadion und der Bezirksligist verkaufte sich gegen den Euro-League-Teilnehmer teuer. Dass beide Mannschaften einen Holper-Start in ihrer jeweiligen Liga hinlegen würden, wusste zu diesem Zeitpunkt aber noch keiner. Am Sonntagnachmittag machte es der Bundesligist gegen Hannover 96 vor, wie man aus der Krise kommen kann: Gegen Hannover gelang der erste Saisonsieg.

Der gelang Zusmarshausen zwar schon. Trotzdem: Als die Augsburger feierten, waren die Zusmarshauser aber schon längst geduscht und wieder zuhause von der Auswärtsfahrt beim FC Günzburg. Im Gepäck hatten sie eine 1:5-Klatsche, einen Platzverweis und die Erkenntnis, innerhalb von zehn Minuten mit vier Gegentoren komplett eingebrochen zu sein. Ein Alarmsignal auch für Trainer Thomas Weber: „Wir verkraften zur Zeit Rückschläge ganz schlecht, auch wenn der Einsatz und der Kampf eigentlich stimmen.“ Der kollektive Blackout macht Sorgen – und er passt zum bislang bitteren Saisonverlauf.

Auf der Suche nach Erklärungen verweist Weber auch auf die Personalprobleme in der Defensive: „Vor der Saison hat unser Innenverteidiger Sebastian Beck aufgehört, und Markus Schneider kann seit vier Wochen nicht trainieren.“ Die Hoffnungen der Zuser liegen nun auf Simon Schneider, der am Freitag aus dem Urlaub zurückkommt. Nach der Roten Karte für Stammkeeper Lukas Hohenberger wird Torwarttrainer Tobias Duderstadt spielen. Es wird aber wohl nicht die einzige Änderung sein, sagt Weber: „Vielleicht gibt es eine Überraschung bei der Aufstellung.“

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Ein Lied davon singen wie es ist, mit beiden Beinen im Abstiegskampf zu stecken, kann derzeit auch der SV Achsheim in der A-Klasse singen. Besonders das vergangene Wochenende war besonders bitter: Mit der allerletzten Aktion des Spiels – es war ein Eckball – machte die SpVgg Deuringen durch Christoph Wittmann das goldene Tor zum 1:0. Es wäre Achsheims erster Punkt der Saison gewesen. Für Trainer Eugenio Paci ist das sinnbildlich für die Saison. „Egal, ob du Bundesliga oder A-Klasse spielst: Wenn du unten stehst, passiert dir so etwas. Dabei waren wir auch in den anderen Spielen oft richtig nah dran, etwas mitzunehmen.“

Auch Achsheim hat Personalsorgen: Stürmer Julien Jaremkow konnte in dieser Saison bislang erst ein Spiel machen. „Er kann aus keiner Chance ein Tor machen und fehlt uns sehr“, betont der Übungsleiter. Ansonsten stimmt es in der Mannschaft: „Wir haben in jedem Training 20 Mann, sind fußballerisch weiter als letztes Jahr und die Stimmung ist gut. Wir kommen da unten wieder raus.“

Währenddessen schwebt der SV Cosmos Aystetten im Fußballhimmel: Seit diesem Wochenende stehen sowohl die zweite Mannschaft in der B-Klasse als auch die erste Mannschaft in der Bezirksliga ganz oben. Das kuriose daran: Aystetten sucht einen Trainer. Denn nach dem Aus für Paulo Mavros stehen zwar Christian Braun als Trainer der Reserve als auch Manfred Probst als Torwarttrainer an der Linie, eine Dauerlösung soll dies aber nicht sein, wie Abteilungsleiter und Sponsor Thomas Pflüger betonte. Gerüchte, wonach der Neusässer Coach Marco Löring kommen soll, bestätigte Pflüger bislang nicht. Laut dem Neusässer Abteilungsleiter Ernst Krendlinger wäre das auch keine einfache Sache, schließlich hat Löring einen schriftlichen Arbeitsvertrag mit dem Verein – und der müsste erst einmal aufgelöst werden.

Neben Löring war am Sonntag aber auch ein anderer Trainer auf dem Aystetter Sportplatz: Gerhard Hildmann, ehemaliger Trainer des TSV Gersthofen und bis vergangene Saison noch in Dillingen aktiv. Hildmann hielt sich auf Nachfrage zwar bedeckt, sagte aber auch: „Es gibt Kontakt, mehr möchte ich dazu aber nicht sagen.“ Aystettens Abteilungsleiter Thomas Pflüger konnte damit wenig anfangen: „Mit mir hat Herr Hildmann noch nicht gesprochen.“ Bis auf Weiteres soll das jetzige Trainerduo weitermachen – am besten mit dem bisherigen Erfolg.

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