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Defekte Wahlurne: Der Grund für den Wirbel

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Kommentar Von Christoph Frey
27.05.2019

Mit Blick auf die Wellen, die ein schlecht haftendes Siegel an einer Weldener Wahlurne geschlagen hat, ist man versucht zu sagen: Was für ein Aufstand wegen ein bisschen Klebstoff!

Aber so einfach ist es natürlich nicht. Dass die Voraussetzungen für eine freie und geheime Wahl in jedem Wahllokal gegeben sind, ist nämlich eine der elementaren Voraussetzungen für eine funktionierende Demokratie. Und deshalb hat jeder Bürger recht, wenn er Verstöße und Verdachtsfälle unverzüglich meldet, damit sie überprüft, abgestellt und gegebenenfalls geahndet werden können.

Auf einem anderen Blatt steht allerdings, was aus derartigen Vorfällen von interessierter Seite mitunter gemacht wird. Im Falle von Welden haben rechte Propagandisten eine – nach derzeitigem Kenntnisstand – Nachlässigkeit gleich zur Wahlmanipulation aufgebauscht und Wahlhelfern eine Straftat unterstellt. Dabei ist die Prüfung des Sachverhalts gar nicht abgeschlossen.

Briefwahlen entziehen sich dem Licht der Öffentlichkeit

Wer wirklich um freie und geheime Wahlen in unserem Land bangt, den sollte eher die hohe Zahl der Briefwähler sorgen. Denn unter welchen Umständen im heimischen Wohnzimmer das Kreuz auf den Zettel kommt, entzieht sich dem Licht der Öffentlichkeit vollständig.

Was genau in Welden passiert ist, lesen Sie hier: Polizei überprüft alle Wahlurnen

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