Freizeit

22.06.2016

Dem Bier auf der Spur

Ein Prosit auf die Probier-Touren: (von links) Reinhard Schaller (Schaller-Bier), Franz Schorer (Brauerei Schorer Walkertshofen), Eva Liebig vom Naturpark, Wolff-Ullrich Hoppert (Brauerei Ustersbach), Leopold Schwarz (Schwarzbräu) und Stephanie Schmid (Brauerei Ustersbach)
Bild: Marcus Merk

Ein neuer Führer weist Wege rund um Brauereien in den westlichen Wäldern – und natürlich zu Einkehrmöglichkeiten

Die berühmte Radler-Maß drückt es mit einem Wort aus: Bier und Ausflüge – das passt zusammen. Und das nicht erst, seit der Kugler Franz Xaver anno 1922 vor den Toren Münchens angesichts des Gästeandrangs weiße Limo ins Bier gekippt hat, um den Gerstensaft zu strecken. Unter dem Motto „Probier-Touren“ stellt der Naturpark Augsburg Westliche Wälder Wander- und Radtouren rund um Brauereien in seinem Gebiet vor. Zusammengefasst sind die Touren in einer Broschüre, die in einer Auflage von 2500 Stück erschienen ist.

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Anlass für die Initiative ist ein Jubiläum: 500 Jahre Reinheitsgebot in Bayern. Auch die Brauer im Augsburger Land können auf eine lange Tradition zurückblicken: Die Wurzeln von Schwarzbräu zum Beispiel reichen bis in den 30-jährigen Krieg zurück, woran die Zusmarshauser heute noch auf ihren Etiketten erinnern. Die Tradition der Brauerfamilie Schmid (Ustersbacher) lässt sich sogar noch weiter zurückverfolgen: Sie reicht bis ins Jahr 1605.

An der ersten Auflage der Probier-Touren haben sich insgesamt fünf Brauereinen beteiligt. Sie bieten teilweise auch Führungen an.

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Bonstetten. Das Brauhaus im Herzen des Holzwinkels arbeitet zwar nicht mehr. Aber die Biere werden nach Originalrezeptur von der Härtsfelder Familienbrauerei gebraut. Wer sie kennenlernen will, kann nach einer Runde über den sechs Kilometer langen Landart-Kunstpfad im Bonstetter Bräustüble einkehren.

Gesserthausen. Bekannteste Marke ist der Lösch-Zwerg und den hat sich verdient, wer die zwischen 45 und 52 Kilometer lange Radrunde zwischen Gessertshausen und Welden zurücklegt, an der es mehrere Einkehrmöglichkeiten gibt.

Walkertshofen. Aus der „Ein-Mann-Brauerei“ mit Wirtschaft kommt das sogenannte Staudengold. Insgesamt werden in der Wirtschaft fünf Sorten kredenzt, Durst macht die rund fünf Kilometer weite Wanderung zum Weiler Hölden und zurück.

Zusmarshausen. Dort wo das berühmte Schwedenpils und viele andere Biersorten herkommen, wird auf den Spuren des 30-jährigen Krieges gewandelt. Eine fast 50 Kilometer lange Radtour führt zu den Schauplätzen der letzten großen Feldschlacht dieses Krieges, an deren Ende die Schweden die damalige Brauerei zu Zusmarshausen leersoffen – wohl eher kein Vorbild für heutige Radtouristen, die im urigen Bräustüberl einkehren.

in Ustersbach. Heimat vieler Biersorten und mit der Brauereigaststätte an einem 20 Kilometer langen Rundweg für Radler gelegen, der sich zwischen Dietkirch und Fischach erstreckt. Ustersbacher íst schon seit einigen Jahren Förderer eines Radwegs, der nach seinem Mineralwasser „Witaquelle“ benannt ist. (cf)

Naturpark Augsburg-Westliche Wälder, Telefonnummer 0821/31022278.

Internet

www.naturpark-augsburg.de

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