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Natur

24.05.2019

Dem Gesang der Vögel lauschen

Bei der Vogelwanderung am Herrgottsberg in Leitershofen erklärt Ornithologe Robert Kugler (Mitte) den Teilnehmern alles rund um den Gesang von Blaumeise, Zaunkönig oder Rotkehlchen.
Bild: Paul Reisbacher

Bei einer Vogelwanderung lernten Teilnehmer unterschiedliche Melodien kennen. Ein besonderer Ruf ließ sie aufhorchen

Zarte Nebelschwaden lagen über Leitershofen, als eine Gruppe von Naturbegeisterten um sechs Uhr morgens am Herrgottsberg zu einer Vogelstimmenwanderung aufbrach. Veranstaltet hatte die Stadtberger Ortsgruppe des Bund Naturschutz den Ausflug ins Grüne.

Ornithologe Robert Kugler, der auch Mitglied im Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben ist, führte die Teilnehmer durch die Welt der Vögel. Schon am Fuße des Herrgottsbergs konnte die Gruppe einem vielstimmigen Vogelgesang lauschen. Wer genau hinhörte, konnte unter den vielen Melodien einzelne Vögel erkennen. So ließen neben Buchfink und Rotkehlchen auch Blaumeise, Kleiber und Zaunkönig ihre Stimmen erklingen.

Experte Robert Kugler half den Wanderern, die einzelnen Stimmen aus der Vielfalt herausfiltern. Anhand eines Sonogramms zeigte er den Teilnehmern, wie vielfältig und doch ähnlich die Gesänge klingen. Außerdem beobachteten die Teilnehmer über den Wipfeln von Fichten einen Schwarm von Kreuzschnabel.

Ein Höhepunkt der zweistündigen Wanderung war der flötende Ruf des Pirols, eines recht seltenen und wegen seines gelben Gefieders besonders schönen Vogels. Robert Kugler appellierte an die Gruppe, ihre Gärten vogelfreundlich zu gestalten, etwa durch insektenfreundliche Bepflanzung oder Nistkästen. Angesichts der baulichen Verdichtung in den Städten sprach er sich für naturnahes Grün insbesondere für Kleingartenanlagen aus. (AL)

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