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Aystetten

19.11.2017

Den Faden nicht gefunden

Wenigstens hat Aystettens Torhüter Valentin Coca die Schuhbänder seiner Kickstiefel gefunden. Seine Mannschaftskameraden suchten gegen den SC Oberweikertshofen vergeblich den roten Faden. So musste sich der SV Cosmos mit einer 0:1-Heimniederlage von seinen Anhängern verabschieden.
Bild: Foto: Oliver Reiser

Powerpressing des SC Oberweikertshofen raubt dem Spiel des SV Cosmos Aystetten die Präzision. Deshalb war die Heimniederlage verdient

„Jetzt bin ich gespannt, ob es sich rentiert, dass wir dieses Spiel durchgezogen haben“, sinnierte Christian Geib unmittelbar vor dem Anpfiff des letzten Heimspiels des SV Cosmos Aystetten im bisher so erfolgreichen Jahr 2017. Hinterher ist man immer schlauer. Der Landesliga-Aufsteiger verabschiedete sich mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den SC Oberweikertshofen von seinem Publikum. Trotzdem war der Cosmos-Teammanager nicht zu enttäuscht: „Man muss auch mal zugestehen, wenn der Gegner besser war. Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können und kein Tor geschossen.“

Mit dem Tabellenelften SC Oberweikertshofen stellte sich die stärkste Mannschaft vor, die im bisherigen Saisonverlauf in Aystetten zu Gast war. Mit druckvollem Pressing ließen die Gäste dem SV Cosmos, der auf Emre Kurt und Thomas Hanselka verzichten musste, kaum Raum zur Entfaltung. Nach zwölf Minuten gelang der erste Entlastungsangriff. Patrick Szilagyi fackelte über den Kasten. Im Gegenzug brannte es lichterloh vor dem Aystetter Tor, als sich Valentin Coca und Xhelvalin Berisha nicht einig waren. Der Schuss von Patrick Lapper konnte mit viel Glück noch geblockt werden. Während die Oberweikertshofer heiß waren und das auch in ihrer Körpersprache zeigten, kamen die Cosmonauten überhaupt nicht auf Betriebstemperatur. Chancen waren Mangelware. Max Drechsler zögerte in aussichtsreicher Position viel zu lange (18.), einen Freistoß von Robert Markovic-Mandic wischte Torhüter Georgios Blantis über die Querlatte (40.). Es war die beste Szene des Aystetter Torjägers, der ansonsten blass blieb. Einen Pausenrückstand verhinderte Daniel Michl, der sich mit letztem Einsatz in den Schuss von Maximilian Schuch warf (44.).

Michl war es auch, der unmittelbar nach dem Wechsel mit einem Schuss aus spitzem Winkel dem Gästekeeper Mühe bereitete (46.). Das war die letzte Chance des SV Cosmos, der an diesem Nachmittag einfach nicht den Faden fand. Zu viele Fehlpässe, zu viel Leerlauf, zu wenig Durchschlagskraft. Insgesamt fehlte es an Präzision, ein erfolgversprechendes Kombinationsspiel aufzuziehen. Oberweikertshofen wurde immer stärker und kam in der 66. Minute zum Führungstreffer. Mehmet Ayvaz köpfte eine Flanke von Ludwig Steinhart knapp über der Grasnarbe ein. Daniel Barda köpfte ans Außennetz (73.), Daniel Michl rettete vor dem einschussbereiten Ayvaz (75.), Lukas Höninger traf aus 25 Metern das Lattenkreuz (86.) und Benedikt Sakrak musste in der Nachspielzeit seinen eigenen Fehler wieder ausbügeln. Der Sieg der Gäste war somit absolut verdient.

„Ein 0:0 wäre optimal gewesen. Aber bei Oberweikertshofen hat alles geklappt, bei uns überhaupt nichts. Die kniffligen Situationen sind alle für die Gäste gelaufen“, konstatierte Christian Geib. Die Niederlage sei jedoch kein Genickbruch. „Wenn wir gewonnen hätten, wären wir ja jetzt Zweiter“, konnte er nach dem Abpfiff schon wieder lachen. „Nachdem die anderen auch gepatzt haben, ist nichts passiert. Wir können ganz entspannt in die Winterpause gehen.“

Gemach, noch steht ein Spieltag aus in der Fußball-Landesliga. Am kommenden Samstag soll der SV Cosmos zum Aufsteigerduell beim TV Bad Grönenbach antreten. Christian Geib glaubt angesichts der Witterungslage im Allgäu nicht daran: „Ob wir nochmals spielen, können wir nicht beeinflussen. Wir werden auf alle Fälle so trainieren, als ob das Spiel noch stattfindet.“

SV Cosmos Aystetten: Coca – Michl (78. Kus), Berisha, Sakrak, Klotz – Mijailovic – Lukic (59. S. Kurt), Dogan (59. R. Kurt), Szilagyi – Drechsler, Markovic-Mandic.

SC Oberweikertshofen: Steinhart, Friedl, Kanca, Barna, Greif – Petrovic, Lapper (82. Höninger), Schuch (86. Gonschior) – Ayvaz (78. Tomangbe), Jais.

Tor: 0:1 Ayvaz (66.). – Schiedsrichter: Andreas Kasenow (Ingolstadt). – Zuschauer: 140.

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