Newsticker

Wirtschaftsweise: Teil-Lockdown kaum Auswirkungen auf Wirtschaftskraft
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Deponie: Der Bau der Zufahrt hat begonnen

Holzheim/Münster

26.11.2017

Deponie: Der Bau der Zufahrt hat begonnen

Die Bauarbeiten für die Zufahrt zur Schlackendeponie bei Holzheim, die über den sogenannten Hemerter Weg führt (im Bild), haben begonnen.
Bild: Wenzel

Am Hemerter Weg zwischen Holzheim und Münster laufen die Erschließungsarbeiten.

Zuletzt war es etwas ruhiger geworden um das Dauerthema der vergangenen Jahre schlechthin im Lechgebiet: die Schlackendeponie der Lech-Stahlwerke (LSW) bei Holzheim. Nun aber nimmt die Sache wieder Fahrt auf, denn die Bauarbeiten für die Erschließungsstraße zum Gelände „Am Roten Brunnen“ haben begonnen. „Es läuft alles genauso wie geplant“, sagt LSW-Sprecher Markus Kihm auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wie berichtet, werden die Lastwagen aus dem Stahlwerk die Deponie über die sogenannte Südwestzufahrt, den Hemerter Weg, ansteuern. Auf diese Route hatten sich Vertreter des Unternehmens und die Bürgermeister Robert Ruttmann (Holzheim) und Gerhard Pfitzmaier ( Münster) nach jahrelangem Hickhack geeinigt, im März wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Damit wurde die letzte offene Frage in dem Verfahren geklärt, dessen Anfänge bis ins Jahr 1996 zurückgehen.

Die beiden Rathauschefs hatten sich vehement dafür eingesetzt, dass der Hemerter Weg und nicht etwa die Nordzufahrt zum Zuge kommt. Letztere hätte bedeutet, dass die Lkw durch die beiden Ortschaften rollen würden.

Die Erstellung der Zufahrt sei der erste Schritt zum tatsächlichen Bau der Deponie für Elektroofenschlacke (EOS), erklärt Unternehmenssprecher Kihm: „Wenn der Weg fertig ist – das soll möglichst Anfang des kommenden Jahres der Fall sein –, kann die Errichtung der Deponie beginnen.“ Hierfür laufen aktuell die Ausführungsplanungen, die von der Regierung von Schwaben noch genehmigt werden müssen. Kihm hofft, dass in zwei bis drei Monaten das Ergebnis dieser Prüfung vorliegt.

„Entweder es passt direkt so oder wir müssen bei bestimmten Punkten noch nachbessern.“ Sollte die Regierung die Pläne wie eingereicht durchwinken, wollen die LSW möglichst schnell an der ehemaligen Sandgrube loslegen. „Wir mussten lange genug warten, bis wir starten können“, sagt Kihm und bezieht sich auf den jahrelangen Streit mit den Gemeinden und der Bürgerinitiative. Dieser hatte auch zahlreiche Runden vor verschiedensten Gerichten nach sich gezogen.

Dass die Lech-Stahlwerke die Lagerstätte auch tatsächlich benötigen, steht laut Kihm außer Frage. „Das sehen ja nicht nur wir so, sondern wurde von der Regierung und den Gerichten auch so bestätigt.“ Der Bau der eigentlichen EOS-Deponie dürfte dann zwei Jahre dauern, wie aus Herbertshofen zu erfahren ist.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren