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Bonstetten

10.11.2017

Der Bürgerentscheid wirkt nach

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Ein großes kommunalpolitisches Thema: Bei einem Bürgerentscheid stimmten die Bonstetter über die Zukunft des Rathauses und ein neues Mehrzweckgebäude in der Ortsmitte ab.

Bonstettens Bürgermeister Anton Gleich spricht in seiner Halbzeitbilanz über Erfolge, Ziele und Versäumnisse.

„Hier lässt sich´s gut leben“ - so wird mit naturgrünen Lettern der Besucher der amtlichen Homepage Bonstettens begrüßt. Dieses freundlich-positive Motto findet auch der Bürgermeister des 1350-Seelen-Ortes passend. In der Kommunalpolitik war die Stimmung allerdings alles andere als heiter. Zuletzt sorgte ein Bürgerentscheid für Wirbel, in dem sich Bürgermeister und Gemeinderatsmehrheit durchsetzten.

Anton Gleich (63) ist bereits seit Ende der 1980er-Jahre kommunalpolitisch aktiv und im nunmehr 22. Dienstjahr Bürgermeister. So mancher junge Bonstetter hat in Gleichs Amtszeit zur Geburt ein Lätzchen mit aufgesticktem Ortsnamen erhalten – und zum 18. Geburtstag den Jungbürger-Brief überreicht bekommen.

Ortsmitte als wichtiges Projekt

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Nach Einschätzung des Rathauschefs sind die vergangenen drei Jahre für die Kommune erfolgreich verlaufen. In diese Zeit fällt die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs für 130000 Euro ebenso wie die Errichtung des mit 65000 Euro errichteten Kreisels am östlichen Ortsrand. Als besonderes „Highlight“ bezeichnet Gleich den LandArt-Kunstpfad mit neun Werken.

Weniger gut in Erinnerung bleibt dem Vorsteher einer „reichen“ Gemeinde der „Jahrhundert“-Wasserrohrbruch im März 2016, der bei den Betroffenen für reichlich Ärger sorgte. Gleich räumt eigene Fehler ein: „Wie das damals mit der Kommunikation gelaufen ist, war nicht optimal.“ Dagegen weist er Kritik an seiner Sitzungsleitung im Gemeinderat zurück: „Ich bin stets um Gleichbehandlung aller Gremiumsmitglieder bemüht.“

Wichtige Projekte, die anstehen, sind für den Bürgermeister die Neugestaltung der Ortsmitte, der Radweg zum Peterhof, die im kommenden Jahr anstehende Erschließung des neuen Baugebiet „Steinhalde“ mit 48 Parzellen, die Gründung einer Holzwinkel-Musikschule mit einem Anteil Bonstettens sowie die Auswertung der Ergebnisse einer umfassenden Kanalbefahrung.

  • Haushalt
  • Verkehr Eine Aussperrung von Schwerfahrzeugen über dreieinhalb Tonnen scheiterte an den Bedenken von Landratsamt und Freistaat. Dafür ist ein Ausbremsen von Schnellfahrer im Ort mithilfe von tempo-Mess- und Warngeräten - sogenannte Smileys - weitgehend geglückt. „Die Fahrer reagieren darauf“, vermeldet Gleich.
  • Bauen Die Schaffung von Wohnraum vor ist dem Mann vom Rathaus ein besonderes Anliegen. Die Nachfrage ist groß – insbesondere von jungen Familien. Mit 230 Euro pro Quadratmeter im Baugebiet Heuberg und angedachten 250 Euro im Neuareal Steinhalde zahle man die höchsten Preise im ganzen Holzwinkel. Gleich: „Die Käufer sind dazu bereit.“
  • Rathaus Gleich bedauert die Verzögerung eines Neubaus um drei Monate, die im Zusammenhang mit dem Bürgerentscheid entstanden sei. „Jeder faire Demokrat sollte eine Mehrheitsentscheidung (11:1) des Ratsgremiums respektieren und nicht als Gemeinderat gegen den Beschluss er eigenen Kollegen vorgehen“, kritisiert er das Vorgehen der Grünen um Leo Kränzle. Nun soll bei dem Millionenprojekt Gas gebeben werden. Vorgesehen ist ein Mehrzweckgebäude in der Ortsmitte, in dem neben Feuerwehr und Musikern auch ein neuer Verwaltungssitz unterkommen sollen. Versammlungen mit den Vereinen und den Anliegern sind noch im November geplant. Nach einem Architektenwettbewerb könnte mit der Umsetzung der Konzepte wahrscheinlich schon 2019 begonnen werden.
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