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Stadtbergen

20.05.2020

Der Corona-Bär Benjamin Bütow hilft in der Krise

Benjamin Bütow, Deutschlands zweitbester Hobbybäcker mit seinem zuckersüßen Corona-Bären.
Bild: Ben´s Bakery

Plus Benjamin Bütow baut sich gerade seine Bäckerei auf, da kommt die Corona-Krise. Doch Not macht erfinderisch: Welche Ideen er hat und wie er anderen helfen will.

Den Stadtbergern ist Benjamin Bütow bestens in Erinnerung. Im November 2018 wurde er nach acht Folgen der SAT1-Show „Das große Backen“ zum zweitbesten deutschen Hobbybäcker gekürt. 2019 erfüllte sich der 39-jährige gelernte Systemgastronom, Brauer und Mälzer seinen Lebenstraum und eröffnete in der Schäfflerbachstraße in Augsburg seinen Shop Ben’s Cakery. In Stadtbergen ist er aufgewachsen und hat dort bis vor Kurzem gewohnt. Bei seinem Geschäft handelt es sich um einen Fachhandel vom Hobbybäcker für Hobbybäcker.

Wer also bei Ben vorbeischaut, erlebt hier alles rund um das Thema Backen, Torten und Dekorieren. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die Workshops.

Dann bahnte sich für Ben‘s Cakery die Katastrophe an

„Ich stehe noch ganz am Anfang meines Konzeptes. Auf dem Markt sich zu behaupten, ist für ein Start-up-Unternehmen immer sehr hart und anstrengend. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Der Shop lief gut, und auch meine Workshops, Kindergeburtstage und Wochenend-Events sind super angekommen“, erklärt der kreative Jungunternehmer. Doch als am 16. März alle Geschäfte aufgrund der Coronakrise schließen mussten, bahnte sich für Ben‘s Cakery die Katastrophe an. „Das, was ich in Monaten hart erarbeitet und aufgebaut habe, stand vor dem Aus“, sagt Benjamin Bütow.

Der Corona-Bär Benjamin Bütow hilft in der Krise

Das große Backen mit Kindern

Video: Max Czysz

Da er am Anfang nicht vor dem Ende stehen wollte, hielt er mit einem Online-Shop sein Unternehmen am Laufen und wurde aus der Not erfinderisch. So entstand der Corona-Bär, erhältlich im Online-Shop samt Anleitung, wie man aus Modellier-Fondant einen kleinen Bären selbst machen kann.

Als würde er einen Mundschutz tragen

Als er dem Bären die Schnauze aufsetzen wollte, sah er aus, als würde er einen Mundschutz tragen, so entstand fast zufällig der Corona-Bär. „Als Gag und auch als Werbung habe ich den Teddy auf den Social-Media-Plattformen beworben, und die Reaktion der Follower war so groß, dass diese bei mir gegen einen Preis von zehn Euro ihren eigenen Bären bestellen wollten“, so der Stadtberger.

Also setzte er sich an den Tisch, modellierte ein Corona-Bärchen nach dem anderen und hat diese den Kunden persönlich, natürlich unter den festgelegten Schutzmaßnahmen, ausgeliefert.

Ein bisschen Freude verbreiten

„Mit dieser tollen Aktion hat man mir gezeigt, dass ich nicht alleine bin“, freut sich Bütow. Dass jeder Einzelne, ob privat oder auch selbstständig, mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen hat. Dass er mit seinem Corona-Bärchen ein bisschen Freude und auch Lachen den Leuten verbreiten konnte, macht ihn sehr dankbar und froh. Als Dank dafür, dass er von den Menschen aus Augsburg, dem Landkreis und insbesondere aus Stadtbergen so viel Unterstützung bekam, möchte er etwas zurückgeben.

In seinem neuen Online-Shop gibt es ein Corona-Bären-Set zu kaufen. Ein Teil des Erlöses kommt dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, der Kartei der Not, zugute. Nähere Informationen gibt es unter www.bens-cakery.de.

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