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Stadtbergen

12.12.2019

Der Erweiterungsbau der „Arche Noah“ ist eröffnet

Der Erweiterungsbau der Kita „Arche Noah“ ist eingeweiht worden. Die Leitung hat Meike Lies.
Bild: Brigitte Mellert

50 Kinder hatten im Frühjahr in Stadtbergen keinen Betreuungsplatz. Die Lösung war ein Containerbau. Aber jetzt fehlt es an einer ganz anderen Stelle.

Im Frühjahr war der Schock groß: 40 Kindergartenplätze und zehn Krippenplätze fehlten in Stadtbergen. Es musste eine Lösung her – und das schnell. Diese ist nun gefunden, in einer Übergangslösung durch einen Containerbau auf der Wiese an der Osterfeldstraße gegenüber des Bürgersaals. Seit wenigen Tagen ist die Erweiterung der angrenzenden evangelischen Kita „Arche Noah“ nun eröffnet und bietet Platz für 62 Kinder.

Der lange Containerbau ist hell und wirkt einladend. Bunte Kinderjacken hängen an einer kleinen Garderobe und Rucksäcke liegen in der Ecke – nur die kahlen Wände und die provisorischen Schilder für die einzelnen Räume zeigen, dass hier erst seit kurzem Kinder durch die Gänge toben. 49 Container umfasst der Bau, für den im August die Baumaßnahmen begonnen hatten.

Zwölf Krippenplätze sind bislang noch unbesetzt

Momentan werden nicht alle Betreuungsplätze genutzt, es sind bislang nur zwei Kindergartengruppen mit 40 Kindern untergebracht. Für zehn Kindergartenkinder ist demnach noch Platz, auch die zwölf Krippenplätze sind bislang noch unbesetzt. Bis diese aber aufgefüllt werden, müsse erst die Betreuung sichergestellt werden, sagt Bürgermeister Paulus Metz bei der Einweihung der Containerbauten gestern. Innerhalb weniger Monaten rechtzeitig Personal zu finden, habe sich als schwierig herausgestellt. Im Augenblick kümmern sich vier Erzieherinnen um die Kinder.

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Die Leitung hat Meike Lies übernommen, die bereits in dieser Position für die Kita „Arche Noah“ zuständig ist. Als ihre Stellvertreterin kümmert sich Asa Mohr zudem um die Abläufe in dem Erweiterungsbau. Träger ist, wie schon bei der „Arche Noah“, die gemeinnützige Gesellschaft ekita.net. Geschäftsführerin Anka Leiner arbeitete in der Planungsphase eng mit der Kommune zusammen, um das „Beiboot“, wie sie die Container nannte, rechtzeitig zu eröffnen. Für drei Jahre ist die Einrichtung ausgerichtet, dann werde entschieden, wie viel Bedarf an Betreuungsplätzen tatsächlich besteht, erläutert Bürgermeister Metz. Die Stadt plant in den kommenden Jahren Umbauten in verschiedenen Betreuungseinrichtungen.

Pavillon 7 bei der Parkschule soll abgerissen werden

So soll der Pavillon 7 bei der Parkschule, in dem derzeit die Mittagsbetreuung und ein Hort untergebracht sind, abgerissen werden. Die Kinder könnten zwischenzeitlich in den neuen Modulen am Osterfeldweg untergebracht werden. Langfristig soll möglicherweise auch der Elias-Holl-Kindergarten erweitert werden. „Das sind aber Planungen für die nächsten zehn Jahre“, sagt Metz. Und bis die Kita am Reiterweg umgebaut ist, wird es noch eine Weile dauern. Mit einem zweigeschossigen Anbau sollen dort künftig vier Krippen- und vier Kindergartengruppen Platz haben.

Dass es überhaupt zu solch einem Betreuungsengpass gekommen ist, hat die Stadt überrascht. Eine lange Warteliste zeigte sich im Frühjahr. Bei einer Zwischenbilanz Ende März war dies noch nicht absehbar. Es hieß, dass zumindest alle Kinder mit einem Krippenplatz versorgt werden können.

Grund für den Engpass sei der Einschulungskorridor

Bei den Kindergartenplätzen zeichnete sich schon damals ein Platzmangel ab. Als Grund vermutet der Bürgermeister den sogenannten Einschulungskorridor. Eigentlich werden Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, automatisch eingeschult.

Die neue Regelung erlaubt es Eltern, ihr Kind zurückzustellen und ein weiteres Jahr in den Kindergarten zu schicken. 16 Kinder hat das in Stadtbergen betroffen. Ebenso könne auch das Betreuungsgeld des Freistaats für die Eltern eine Rolle gespielt haben, fügt Metz an.

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