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Der Euro fehlt im Sprachschatz

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Kommentar Von Christoph Frey
27.06.2018

Pfennigfuchser haben es schon immer geahnt und es schließlich auf Heller und Pfennig nachgerechnet.

Ihre Erkenntnis: Seit der Euro da ist, haben sie keine müde Mark mehr auf der Naht. In Zeiten wie diesen muss man schon verwandtschaftliche Beziehungen zum Sterntalerkind oder einen Dukatenesel im Stall stehen haben, um über die Runden zu kommen, lautet ein weitverbreitetes Klagelied.

Wer obige Zeilen liest, bei dem dürfte der Groschen rasch gefallen sein, weshalb es der werte Euro einfach nicht in die Herzen der Menschen schafft. Die europäische Gemeinschaftswährung mag zwar auf Reisen furchtbar praktisch sein, sie mag sich auch auf den Bankkonten der Menschen eingenistet haben. In ihrem Sprachschatz aber fristet sie allenfalls als Teuro das Dasein eines ungeliebten Mauerblümchens. So wird das wohl nichts mit der wahrhaft innigen Beziehung zwischen Mensch und Währung, und das, obwohl doch angeblich alles am Gelde hängt, zum Gelde drängt.

Was also hermuss, ist ein neuer Name, der irgendwie eingängiger klingt, gleichzeitig aber verlässlich. Leicht aussprechbar soll er sein (auch für Chinesen) und natürlich allen europäischen Ländern gefallen. Das klingt nun nach einem längeren Findungsprozess. Macht nichts: Bis dahin haben wir uns wenigstens an den Euro gewöhnt. Zum Artikel

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