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Diedorf

27.11.2019

Der Frauenbund sorgt für perfekte Adventskränze

An einer langen Tischreihe stehen die fleißigen Kranzbinderinnen und fixieren die etwa 20 Zentimeter langen Zweige fest um einen Strohrohling.
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An einer langen Tischreihe stehen die fleißigen Kranzbinderinnen und fixieren die etwa 20 Zentimeter langen Zweige fest um einen Strohrohling.
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

In Diedorf binden 20 Frauen Kränze und Gestecke in allen Größen und Arten. Sie wissen was für den schönen Kranz wichtig ist und haben sogar Vorbestellungen.

In Diedorf sorgen die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds dafür, dass die Bürger ihr Heim mit einem schönen Adventskranz schmücken können. Einen Nachmittag und einen Vormittag lang haben sich jeweils etwa 20 Frauen im Pfarrheim der Kirche Herz Mariä zusammengefunden, um Kränze und Gestecke in allen Größen und Arten zu binden.

Wer sich dem Pfarrheim näherte, der hörte bald das muntere Stimmengewirr der fleißigen Hobbyfloristinnen und sobald man den Saal betrat, wurde man von einem herrlich-würzigen Duft der verschiedenen Zweige von Nadelgehölzen umfangen. Etwa 80 bis 100 Kränze und Gestecke würden insgesamt gebunden, erklärt die Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds, Marlene Mohr. Dies geschehe in angenehmer Runde mit guten Gesprächen und kleinen Kaffeepausen.

Auch der Förster unterstützt die Frauen

Das Bindematerial erhalten die Frauen von verschiedenen Stellen, wie örtlichen Gartenbesitzern, dem Bauhof Diedorf, der die Restzweige von den in den Ortsteilen aufgestellten Weihnachtsbäumen zur Verfügung stellt und auch der Förster unterstützt sie. Ein Teil der Gruppe steht sich bereits an einer langen Tischreihe gegenüber und fixiert, mit dicken Handschuhen an den Händen, die Zweige mittels eines Drahts an einem Kranzrohling aus Stroh. „Wir haben unsere Bastlerinnen gebeten straff anzuziehen, damit Zweige nicht so leicht herausrutschen können, zum anderen haben wir auch Wacholderzweige dabei, die sehr stachelig sind“, erklärt Mohr die Notwendigkeit des Handschutzes.

Einstweilen haben andere Teilnehmerinnen das Schmücken der Kränze übernommen. Angefertigt werden die Kränze ganz nach den eigenen Vorstellungen. Ob nur eine Sorte an Zweigen genommen wird oder ein gemischter Kranz etwa aus Tanne, Eibe und Thuja besser gefällt, das liegt ganz im Auge des Betrachters. Bei den Farben der Schleifen und Kerzen bliebe man aber traditionell bei Rot und Weiß.

Die Kränze werden zu Gunsten sozialer Zwecke verkauft

Dass dieser selbst hergestellte Adventsschmuck in Diedorf heiß begehrt ist, zeigen diverse Vorbestellungen, die bereits zur Seite gepackt wurden. Auch Hubert Gaugenrieder war kurz vorbeigekommen, um sich seinen Adventskranz auszusuchen und gleich mitzunehmen. Er ist einer der Spender von Zweigen. Früher habe er den Adventskranz selbst gebunden. Diese seien aber so frisch und schön und zudem könne man damit auch noch einen sozialen Zweck unterstützen, erklärt er. Die Kränze und Gestecke werden am Christkönigsonntag, also zum Abschluss des Kirchenjahrs, vor der Vormittags- und Abendmesse zu Gunsten sozialer Zwecke verkauft, erklärte die Vorsitzende des Katholischen Frauenbunds, Marlene Mohr, die sicher ist, dass für jeden noch der passende Kranz oder Gesteck vorhanden sein wird.

Der Erlös geht zu gleichen Teilen an die Kinderhilfsprojekte in Mexiko und Brasilien der Pfarrei Herz Mariä, der andere Teil geht an die Mercyship Organisation in Landsberg, die kostenlose Operationen in Afrika ermöglicht. Neben den Adventskränzen und -gestecken werden weiter schön geschmückte Nikoläuse zum Verkauf angeboten. Die passionierte Handarbeiterin Liselotte Merk steuert dazu außergewöhnliche, mit Gold- und Silberfäden bestickte Weihnachtskarten sowie Lavendelsäckchen mit Weihnachtsmotiven bei.

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