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14.03.2009

Der Generationswechsel hat einen Namen: Matthias Götz

Gersthofen (ska) - Generationswechsel gehen - zumal in Parteien - nicht selten mit Konflikten und Verletzungen einher. Dies scheint in der Gersthofer CSU jedoch aktuell nicht der Fall zu sein. Denn obwohl fast der gesamte Vorstand "runderneuert" wurde, gab es am Donnerstagabend im TSV-Gymnastiksaal für alle Neuen an der Spitze des Ortsverbandes ausgezeichnete Wahlergebnisse. Ohne Ausnahme und ohne jeden Gegenkandidaten wurden die Vorschläge des scheidenden Vorstands angenommen.

Über 44 von 50 Stimmen konnte sich Matthias Götz, der neue Chef der CSU in Gersthofen, freuen. Der 27-Jährige strahlte ob des Ergebnisses und demonstrierte Entschlossenheit: Als der Wahlleiter und Vorsitzende der Senioren Union, Ernst-Rudolf Pfordt, gerade zur alles entscheidenden Frage ansetzte, fuhr ihm Götz mit einem freudigen "Ja, ich nehme die Wahl an" in die Parade. Genauso eindeutig das Votum für die Stellvertreter: Neu gewählt wurden Stadtrat Prof. Dr. Frank Arloth und Stadträtin Sandra Meitinger - wiedergewählt wurde Alfred Poppe. Auf 100 Prozent der Stimmen kam der neue Kassier Benjamin Knauth. Ähnlich gut das Ergebnis für Michaela Rogg, die in Abwesenheit zur Schriftführerin gewählt wurde. Sie folgt Tobias Scheich nach.

Durchgewählt: Neun Beisitzer

Ohne Überraschung auch die Wahl von Bürgermeister Jürgen Schantin, Karl-Heinz Wagner, Albert Kaps, Otto Theiml, Richard Joder, Jürgen Stöhr, Rudolf Birle, Johanna Aman und Michael Fendt zu Beisitzern.

Der Generationswechsel hat einen Namen: Matthias Götz

"Ich habe einfach eine andere Lebensplanung, als die Partei mit voller Intensität in den nächsten Kommunalwahlkampf zu führen", begründete Achim Liberta seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Der Stadtrat war sieben Jahre an der Spitze des Ortsverbandes. Für Rosa Mayr ist nach 16 Jahren im Vorstand ebenfalls Schluss: "Ich kann mich jetzt mit voller Kraft auf mein Stadtratsmandat konzentrieren." Das gilt auch für das langjährige Vorstandsmitglied Karl Heinz Wagner - auch der zweite Bürgermeister machte Platz für Jüngere. In erster Linie berufliche Gründe machte Stadtrat Christian Zirngibl geltend, der als Kassier aufhört. Immerhin konnte er in seinem letzten Bericht eine "schwarze Null" vermelden - und das nach einem Wahlkampf, für den über 120 000 Euro aufgewendet worden waren.

Die Harmonie wurde nur durch den Bericht des scheidenden Vorsitzenden der Senioren Union getrübt. "Es sieht so aus, dass wir uns im Oktober, statt unser zehnjähriges Bestehen zu feiern, wohl auflösen werden", erklärte Pfordt. Es fehlt ein Nachfolger. Das könne nicht sein, schaltete sich Liberta ein, "bei einem Ortsverband mit einem Durchschnittsalter von 57,1 Jahren."

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