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Projekt

16.01.2019

Der Kindergarten wächst und wächst

Aber noch haben die Bauarbeiten für den Bonstetter Anbau nicht begonnen. Pendlerfreundliche Rathausöffnungszeiten für Bienen-Volksbegehren gefordert

Der sehnlichst erwartete Erweiterungsbau des Bonstetter Kindergartens wächst – noch bevor überhaupt der erste Stein aufgestellt wurde. Räumliche Vergrößerungen und geänderte Förderrichtlinien machten eine erneute Erörterung während der jüngsten Sitzung der Bonstetter Gemeinderäte erforderlich. Das mit rund zwei Dritteln geförderte 1,5-Millionen-Euro-Projekt soll nun mit erhöhtem Tempo vorangebracht werden.

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Wie bei den vorangegangenen Beratungen legten sich die Gemeinderäte für die Interessen der kleinsten Bewohner mächtig ins Zeug. Optimistisch was die rasche Umsetzung des Vorhabens für künftig mehr als 100 Kinder angeht, ist auch Alfred Poppe. Der Planer präsentierte anhand eines projizierten Grundrisses der Anlage an der Hasenbergstraße weitere Änderungen beziehungsweise Vergrößerungen, die den Buben, Mädchen und dem Personal und den abholenden Eltern zugutekommen sollen. „Der Kinderwagenraum wird auf 15 Quadratmeter erweitert, der 20 Quadratmeter umfassende Wartebereich für die Erwachsenen nicht als Kammer, sondern transparent gestaltet“, lautete die Idee des Experten mit Sitz in Gersthofen.

Dem folgte die Vorstellung eines zwar nüchtern-funktional wirkenden Gebäudes mit attraktiven Elementen. Hinter dem Nordportal eröffnet sich ein weiter, luftiger und mit Lichtkuppeln überspannter Gang direkt zur Gartenseite im Süden. Der links angeordnete Mehrzweckraum ist in natürlichen Materialien gehalten. Daraus entstehen auch die geplanten Lattenwände, die der gesamten Optik des neuen Hauses noch mehr Dynamik verleihen dürften. Ausführlich wie geduldig ging der Architekt auf die Änderungsvorschläge der Gemeinderäte ein. Zweiter Bürgermeister Bernd Adam riet immer wieder, den Fortschritt und mögliche Kostensteigerungen „nicht aus dem Auge zu verlieren“. Beim erwarteten Gesamtbetrag von anderthalb Millionen Euro kommen nach Berücksichtigung der staatlichen Zuschüsse auf die Kommune rund 650 000 Euro zu. Die höheren Unterhaltskosten für ein aufgestocktes Raumangebot wollte daher auch Rätin Petra Zinnert-Fassl fest im Blick behalten. Kollegin Ursula Puschak sprach sich dafür aus, „die große Chance“ zu nutzen. Der einstimmige Beschluss, den Bauantrag rasch auf den Weg zu bringen, unterstreicht die große Einigkeit im Ratsgremium beim Kindergartenbau.

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Dieses eindeutige Votum sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bonstetter Gemeinderat auch anders kann. So trug ein Antrag der Grünen zur Unterstützung des Volksbegehrens „Artenvielfalt in Bayern – Rettet die Bienen“ das Zeug zu einem disharmonischen Ende der Beratungen in sich. Denn Leo Kränzle forderte „großzügige, bürgerfreundliche Öffnungszeiten“ der Behörden, damit sich auch Berufstätige mit ihrer Unterschrift daran beteiligen könnten. Das Referendum dauert von 31. Januar bis zum 13. Februar. Bei seinem Ansinnen wusste Kränzle die Landeswahlordnung im Rücken, die dem Gemeinderat Spielraum dafür lasse. „Wir müssen auch die Pendler berücksichtigen“, forderte er.

Bürgermeister Anton Gleich sah die Großzügigkeit bereits als gegeben an. Er sagte: „Ich bin stets bereits, auch mal zu einem ungewohnten Zeitpunkt die Tür aufzumachen.“

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