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Erlingen

12.11.2017

Der Macho mit dem Schuhtick

Der Macho mit dem Schuhtick. Markus Durner vom SV Erlingen (rechts) legt sich immer voll ins Zeug.
Bild: Foto: Szilvia Izsó

Warum Markus Durner nach seinem Wechsel zum SV Erlingen auf seine Nummer 7 verzichten muss

Zwölf Jahre hat Markus „Macho“ Durner für den SV Münster gespielt, seit Beginn dieser Saison ist der im Meitinger Ortsteil wohnende Straßenbauer wieder zurück über den Lech zum SV Erlingen gewechselt. Das Amt des Co-Trainers beim A-Klassen-Aufsteiger hat den 31-Jährigen gereizt. Da hat er sogar die Kröte geschluckt, nicht mehr mit seiner geliebten Nummer sieben auflaufen zu können, weil die beim SVE von Spielertrainer Dominik Bröll belegt ist. Warum der vom Löwen- zum Bayern-Fan mutierte Hobbyangler und -tennisspieler einen Schuhtick hat, verrät er in der AZ-Elferkette.

Bunte oder schwarze Kickschuhe?

Für Fußballschuhe habe ich einen ganz besonderen Spleen. (lacht) Die müssen auffallend und kunterbunt sein. Meine Sammlung besteht aus knapp 20 Paar, wovon nur eines schwarz ist. Da habe ich auch noch einen Tick. Ich habe zu jedem Spiel mindestens fünf Paar dabei, eines zum Warmmachen, eines für die erste und eines für die zweite Halbzeit.

Messi oder Neymar?

Weder noch! Mein absolutes Idol ist Zlatan Ibrahimovic. Der Typ strahlt eine Riesenpräsenz aus und zog, egal wo er auch spielte, sein ganzes Team mit. Seine Statements in der Öffentlichkeit wirken meist aufbrausend und provokant – was er aber mit seiner Leistung auf dem Platz und seinen Traumtoren zurückzahlt.

FCA oder FCB?

Nun muss ich wohl die Hosen runter lassen. (lacht) Ich bin quasi schon seit Geburt ein 60´ger, da bei mir im Elternhaus ausschließlich die Löwen regierten. Dann kam es dazu, dass bei meinem ehemaligen Verein, dem SV Münster ein FCB-Fanclub gegründet wurde. Wie es der Teufel will, wurde ich durch ständiges „Bayern schauen“ und Fahrten auf deren Spiele von meinen Kameraden auf dann auf Rot umgepolt.

Spielmacher oder Wad’lbeißer?

Sowohl als auch. Aktuell sehe ich mich beim SV Erlingen auf meiner geliebten „Zehner“-Position als filigraner Dreh- und Angelpunkt. Doch bei den kommenden Herbstspiele, bei biederen Temperaturen und schmierigen Platzverhältnissen, kann ich auch komplett zur Kampsau werden.

Wildwuchs oder Babypo?

Wildwuchs wäre übertrieben, da kommt mir sofort ein Bild von Reinhold Mesner in den Sinn. (lacht) Ich trage zwar ganzjährlich einen Bart, der aber immer perfekt zurechtgestutzt ist und auch gepflegt wirkt. Höchstwahrscheinlich würde ich vor dem Spiegel erschrecken, wenn ich mich komplett glatt rasiere. Das habe ich letztes Mal mit 16 Jahren gemacht.

Sommer oder Winter?

Da ich als Straßenbauer in den Sommermonaten hart arbeiten muss, freue ich mich Jahr für Jahr auf die Winterzeit, wo ich ein paar Monate frei habe. Da beginnt für mich die besinnliche Zeit, in der wir es uns zu Hause gemütlich machen, wenn es draußen kalt wird. Da backe ich zusammen mit meiner Frau Plätzchen oder wie gehen Skifahren.

Rock oder Pop?

Pop! Da kann man einfach besser darauf tanzen. (lacht) Schon zu Meitinger Jugendzeiten standen meine damalige Clique und ich total auf Pop. Also alles was angesagt, neu und modern war, das ist auch heute noch so. Je nach Gefühlslage, lege ich mir auch gerne mal amerikanischen Rap und RnB auf. Mit Rock konnte und werde ich mich nie identifizieren.

Fisch oder Fleisch?

Da ich selbst ein leidenschaftlicher Angler bin, liebe ich Fisch. Es ist schon was besonderes, wenn man selbst einen Fisch an Land zieht, und der abends dann schön angerichtet in der Pfanne landet. Kommt bei mir leider nicht all oft vor. Wenn mich meine Frau aber in ein Steakhouse einlädt, sag ich zu einem argentinischen Rumpsteak definitiv nicht nein.

Weißbier oder Weißwein?

Da bin ich ein treuer Bekenner des Weizens. Aber sind wir mal ganz ehrlich, wenn man den Sonntagabend nach einem Spiel zusammen mit den Teamkameraden bei einem Weißbier ausklingen lässt, zeugt das doch von einem intakten Teamgefüge. Auf Partys geht meine Tendenz dann aber schnell zu Bacardi-Cola über – das ist auch mein alkoholisches Lieblingsgetränk, da könnt ich mich rein liegen. (lacht)

Tore schießen oder verhindern?

Durch meine zentrale Position im Mittelfeld komm ich schon öfters in Situationen, wo mir die Kugel einschussbereit auf dem Schlappen liegt. Doch diese Saison läuft es mit dem Knipsen noch nicht so ganz rund. Ich bin mir aber sicher das kommt noch. Bei Standardsituationen der Gegner bin ich an der Mittellinie eingeteilt, da ich mit meinen 1,69 Meter kein Kopfballmonster und dadurch keine große Hilfe bin. (lacht)

A-Klasse oder Kreisklasse?

Natürlich Kreisklasse! Wir sind zwar neu in der A-Klasse, haben aber die Aufstiegseuphorie voll mitgenommen, wie man sieht. Unsere junge Truppe lernt mehr und mehr dazu, womit unser Coach Dominik Bröll und ich als sein Co. sehr zufrieden sind. Persönlich konnte ich mit meinem langjährigen Ex-Verein SV Münster sogar schon Kreisligaluft schnuppern, was auch mein Wunsch mit Erlingen wäre.

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