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Wetterrückblick im Landkreis Augsburg

03.03.2009

Der Schnee war eine Pracht

Ganz harmlos angefangen hatte er, dieser Februar. Mit Temperaturen von bis zu 7,5 Grad Celsius am 3. glaubte der Wetterfrosch, den Winter schon beinahe hinter sich gelassen zu haben. Und auch am nächsten Tag fühlte sich das Wetter recht warm an. Wollte man dem Thermometer Glauben schenken, waren das Höchsttemperaturen von 4,5 Grad. Doch als sich der grüne Kerl erlaubte, in der Mittagspause für eine knappe Stunde das Büro zu verlassen, um sich die Beine ein bisschen zu vertreten, waren das mindestens zehn gefühlte Wärmegrade. Von Julia Deibl

Landkreis Augsburg Ganz harmlos angefangen hatte er, dieser Februar. Mit Temperaturen von bis zu 7,5 Grad Celsius am 3. glaubte der Wetterfrosch, den Winter schon beinahe hinter sich gelassen zu haben. Und auch am nächsten Tag fühlte sich das Wetter recht warm an. Wollte man dem Thermometer Glauben schenken, waren das Höchsttemperaturen von 4,5 Grad. Doch als sich der grüne Kerl erlaubte, in der Mittagspause für eine knappe Stunde das Büro zu verlassen, um sich die Beine ein bisschen zu vertreten, waren das mindestens zehn gefühlte Wärmegrade. Kein Wunder, bei ganzen 8,3 wärmenden Sonnenstunden!

Auf den gesamten Monat gesehen hielt sich die Sonne dann leider deutlich zurück und lag mit nur 62,1 Stunden nur noch bei 76 Prozent des langjährigen Mittelwertes.

Doch die Temperaturen kletterten tagsüber immer über den Gefrierpunkt und stiegen am 10. Februar sogar über zehn Grad Celsius. Schlagartig rauschten die hohen Temperaturen in den Keller; Mitte Februar kam der Winter zurück, und das nicht zu knapp. Mit Minimaltemperaturen von minus 18,8 Grad ging der 18. als kältester Tag des Monats in die Statistik ein. Und dann gab es auch noch jede Menge Schnee!

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Bis zu 15 Zentimeter

Schon in der Zeit vor dem 18. lagen einige Zentimeter auf Wiesen und Äckern, aber dann bei einer Schneedecke von zwölf Zentimetern stand dem Bau eines Schneemanns nichts mehr im Wege. Das Schneeschaufeln hatte er ja schon frühmorgens hinter sich gebracht: Nun konnte er, warm eingepackt in dicke Klamotten, bei strahlendem Sonnenschein das Glitzern des Schnees bewundern. Zusammen mit seiner Fröschin stapfte er durch die winterliche Landschaft und genoss mal wieder die schönen Seiten des Winters in vollen Zügen. Das hat Spaß gemacht.

Drei Tage später fiel dann noch mehr Schnee, und der Schneemann im Garten bekam einen neuen Überzug. 15 Zentimeter war die Schneedecke dick. Wie viel Schnee muss da wohl in den Bergen liegen, dachte der Frosch und reservierte gleich zwei Plätze im Bus für die Fahrt ins Skigebiet. Aber nicht abseits der Piste fahren, ermahnte ihn seine Fröschin, die aufgrund der hohen Lawinengefahr ein bisschen besorgt war. Und dann war ja auch noch Fasching. Wer da alles auf den Pisten unterwegs sein mag?

Mit Bonbons heim ins Warme

Aber zum Glück sind die zwei wieder heil nach Hause gekommen und konnten sich so noch die lustigen Faschingsumzüge anschauen. Dem kalten und nassen Wetter zum Trotz standen Frosch und Fröschin am Straßenrand, als die Narren vorbeizogen. Einen dicken Krapfen in der einen Hand, winkten sie dem bunten Völkchen mit zum Teil fantasievollen Maskeraden zu. Zur Belohnung hagelte es Bonbons von den Gaudiwagen. Die Taschen voller Süßigkeiten kehrten sie nach Hause ins Warme zurück und hängten ihre Faschingshüte erst einmal zum Trocknen auf. Richtig: Der Faschingssonntag war ein wenig nass gewesen. Dabei war der Februar mit einer Niederschlagsmenge von 29,4 Liter recht trocken geraten. Immerhin entsprach dies nur 76 Prozent des langjährigen Mittelwertes.

Kaum war der Fasching rum, schien es, als wäre damit auch der Winter langsam ausgetrieben. Die Temperaturen kletterten nach oben. Mit seinem wärmsten Tag (am 28.) bei über zehn Grad Celsius verabschiedete sich der Februar und der Frosch ist jetzt gespannt, ob sich der Winter damit für immer in den Winterschlaf begeben hat.

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