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Erhardt+Leimer

05.01.2018

Der Seriensieger heißt Marvin Geiger

Marvin Geiger, ehemaliger Auszubildender der Erhardt+Leimer GmbH, ist als Sieger aus dem bundesweit ausgeschriebenen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks im Beruf des Systemelektronikers hervorgegangen.
Bild: Isgrit Bloch, Erhardt+Leimer GmbH

Stadtberger Unternehmen gewinnt seit fünf Jahren den Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Dem gingen seit 1958 bereits sieben weitere Titel voraus. Was dahintersteht

Marvin Geiger, ehemaliger Auszubildender der Erhardt+Leimer GmbH, ist als Sieger aus dem bundesweit ausgeschriebenen Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks im Beruf des Systemelektronikers hervorgegangen. Für seinen Ausbildungsbetrieb ist dies bereits der 5. Bundestitel in Folge.

Der 21-Jährige, der Anfang 2017 seine Ausbildung beim Leitershofer Unternehmen abgeschlossen hatte, hatte sich als Kammersieger der Handwerkskammer Augsburg sowie als bayerischer Landessieger für den Wettbewerb auf Bundesebene qualifiziert. Mitte November wurde er in Oldenburg Bundessieger – der fünfte aus den Reihen der Firma Erhardt+Leimer und der 12. insgesamt, seit E+L sich in der Ausbildung von jungen Nachwuchskräften engagiert. Seit 1958 nimmt E+L am Wettbewerb teil. „Die Erhardt+Leimer GmbH nimmt in puncto Wettbewerbsteilnahme und -erfolg eine herausragende Stellung ein“, so Jürgen Zorn, der bei der Handwerkskammer für das Prüfungswesen verantwortlich ist. „Kein anderes Unternehmen kann auf eine derart langjährige und erfolgreiche Tradition im Rahmen des Leistungswettbewerbs zurückblicken.“ Neben den 12 Bundessiegern verzeichnet die Statistik der HWK 28 Landessieger, 60 Kammersieger und 87 Innungssieger aus dem Hause E+L.

„Einfach war es nicht“, erzählt Marvin Geiger, der frischgebackene Bundessieger. „Zunächst fand der theoretische Teil des Wettbewerbs statt. Der anschließende Praxisteil bestand darin, einen Speiseaufzug für ein Hotel zu realisieren“, erklärt der junge Systemelektroniker. „Dabei musste ich unter anderem eine technische Zeichnung und einen Schaltplan erstellen, Platinen mit elektronischen Bauteilen bestücken, verschiedene Sensoren und Antriebe verdrahten und die Aufzugsteuerung programmieren.“ Zum Abschluss musste Marvin bei einem Funktionstest die Praxistauglichkeit der Aufzugsteuerung nachweisen und ein Fachgespräch absolvieren – und schnitt insgesamt so überzeugend ab, dass er zum Bundessieger gekürt wurde.

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Nach seiner Ausbildung wurde Marvin von Erhardt+Leimer in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen und ist seitdem für die Prüfung von sogenannten Drehrahmen verantwortlich, von denen E+L jährlich einige Tausend Stück in den verschiedensten Varianten produziert. „Diese Geräte werden in Maschinen eingebaut, in denen bahnförmiges Material wie Papier, Folie oder Vliesstoff verarbeitet wird, etwa in Etikettendruckmaschinen oder Verpackungsmaschinen. Der Drehrahmen sorgt dafür, dass die mit hoher Geschwindigkeit durch die Maschine laufende Materialbahn nicht von ihrer vorgesehenen Position abweicht – mit einer Genauigkeit von oftmals bis zu einem Zehntel Millimeter. Wenn die Abweichung größer wäre, würde sich das beispielsweise bei einer Druckmaschine sofort negativ auf die Druckqualität auswirken.“ Neben den Drehrahmen sind spezielle Sensoren und Regler erforderlich, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Marvins Aufgabe besteht nun hauptsächlich darin, diese Geräte vor der Auslieferung an Kunden in aller Welt einem funktionalen Endtest zu unterziehen und bestimmte Regelungsparameter je nach Anforderung des jeweiligen Kunden voreinzustellen. Von dem eingeschlagenen Berufsweg ist Marvin so überzeugt, dass er direkt nach dem Abschluss seiner Lehre eine Weiterbildung zum Elektrotechniker mit dem Schwerpunkt Prozessautomatisierung begonnen hat. Diese findet berufsbegleitend statt, sodass er trotzdem in Vollzeit bei E+L arbeiten kann.

„Die vielen Erfolge bei den Leistungswettbewerben zeigen, dass in unserem Betrieb Ausbildung auf höchstem Niveau stattfindet“, so Geschäftsführer Michael Proeller. „Wir entwickeln Hightech-Komponenten für die Automatisierungs- und Inspektionstechnik, die weltweit zum Einsatz kommen, beispielsweise in Produktionsmaschinen der Textil-, Druck- und Reifenindustrie. Für die damit verbundenen anspruchsvollen Aufgaben brauchen wir gut qualifizierte Fachkräfte und investieren deshalb auch so viel in die Ausbildung.“

Darüber hinaus engagiert sich E+L auch im sportlichen Bereich für den Nachwuchs, etwa als Hauptsponsor der Fußballabteilung des TSV Leitershofen, bei der Ausrichtung des E+L-Jugendcups, einer Serie von Fußballturnieren im Landkreis Augsburg, oder der Förderung der Skiabteilung der DJK Leitershofen.

Den akademischen Nachwuchs wiederum unterstützt seit über 30 Jahren die Albert-Leimer-Stiftung, die mit Preisen und Stipendien an der Hochschule und der Universität Augsburg einzelne Studierende und auch bestimmte Forschungsprojekte fördert.

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