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Sport-Nachlese

27.08.2019

Der TSV Meitingen kann es nicht fassen

Meitingens Trainer Pavlos Mavros und Abteilungsleiter Torsten Vrazic konnten es nicht fassen, als man gegen Stätzling überrumpelt wurde. 
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Meitingens Trainer Pavlos Mavros und Abteilungsleiter Torsten Vrazic konnten es nicht fassen, als man gegen Stätzling überrumpelt wurde. 
Bild: Karin Tautz

Plus Der Spitzenreiter kassiert die zweite Niederlage in Folge. Tristesse herrscht aber auch auf anderen Plätzen im Augsburger Land. Die Tops & Flops des Spieltags.

Kaum zu glauben, aber wahr. Ende August gab es den ersten Spielausfall. Gegen 15 Uhr ging ein Gewitter über dem südlichen Landkreis nieder, sodass in kurzer Zeit große Regenmengen fielen und einige Plätze einer Seenlandschaft glichen. Deshalb musste die Partie der Kreisklasse Süd zwischen dem FSV Wehringen und dem FC Kleinaitingen abgesagt und andere Spiele abgebrochen werden. Weiter nördlich gab es keine Probleme.

Nach der 1:3-Heimniederlage des BSK Olympia Neugabonz gegen den TV Erkheim ist nach sechs Spieltagen in den beiden Bezirksligen keine Mannschaft mehr ungeschlagen. Im Norden hatte es zuletzt den TSV Meitingen erwischt. Der 1:3-Niederlage beim TSV Gersthofen folgte nun die zweite in Folge. „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen“, ärgert sich Trainer Pavlos Mavros, der die Rede vom Favoriten nicht mehr hören kann. „Außerdem haben sich die personalbedingten Umstellungen ausgewirkt.“

Die Niederlage hätte noch höher ausfallen können

Schon in Gersthofen habe man mit dem letzten Aufgebot gespielt. Intern wisse man um die Probleme. Mavros: „Wir müssen derzeit ohne Bank auskommen.“ Hätte Torhüter Daniel Wagner nicht so gut gehalten, die Niederlage gegen den FC Stätzling hätte höher als 1:3 ausfallen können. Mavros tut es vor allem Leid um die rund 300 Zuschauer: „Die haben es verdient, dass wir ein Heimspiel gewinnen.“ Am kommenden Wochenende ist wenigstens Abwehrchef Florian Heiß wieder dabei, dessen Rotsperre abgelaufen ist. Dann geht es zum TSV Nördlingen II. Eine unangenehme Aufgabe. Mavros: „Zweite Mannschaften sind meine Lieblingsgegner. Die kannst du beobachten – und eine Woche später ist wieder alles ganz anders.“

Der TSV Meitingen kann es nicht fassen

Nicht gut zu sprechen war Altenmünsters Spielertrainer Peter Ferme bei der 1:2-Niederlage bei jenem TSV Nördlingen II auf den ansonsten gut leitenden Schiedsrichter Patrick Rossow aus Bobingen. Ferme wurde nämlich vor dem Flankenball von Nördlingens Vorbereiter Simon Gruber gefoult, die Hereingabe verwertete Leon Lechner vier Minuten vor Schluss zum glücklichen Siegtreffer. Zum zweiten Mal nach dem 2:3 in Stätzling am Feiertag „Mariä Himmelfahrt“ hat der SCA in der Schlussphase nach eigener Führung nun ein Spiel verloren, bei dem er erneut Lehrgeld bezahlt hat. Im anstehenden Heimspiel gegen den BC Adelzhausen sollte dies den Zusamtalern kein weiteres Mal passieren, wenn man unangenehme Zeiten im Tabellenkeller verhindern möchte.

Am vorderen und mittleren Außenband verletzt

Dort ist der TSV Neusäß angekommen. Tristesse herrscht bei den Lohwaldkickern nach der dritten Niederlage in Folge. „Das war einfach zu wenig. Die Einstellung etlicher Kicker war nicht bezirksligareif“, ärgerte sich Günther Hausmann, der Sportliche Leiter, über die 0:2-Pleite gegen den TSV Friedberg auf der TSV-Homepage. „Wir hätten uns über eine deutlichere Niederlage nicht beklagen können, denn die Mannen von Trainer Ali Dabestani ließen noch einige Chancen liegen“, so Hausmann weiter. Nicht nur, dass die Abwehr bei den beiden Gegentreffern nicht gut ausgesehen hat, das 0:2 gegen den Mitaufsteiger war auch das dritte Spiel hintereinander, in dem die Lohwaldkicker keinen Treffer erzielen konnten. Mit Daniel Scherer verfolgte ein Stürmer das Spiel mit Krücken von der Bank aus. Er verletzte sich beim Pokalspiel in Dinkelscherben am vorderen und mittleren Außenband und wird länger ausfallen.

Lediglich 85 Zahlende durften sich über den 1:0-Sieg des SV Cosmos Aystetten gegen den VfL Kaufering freuen. Dabei mussten sie 77 Minuten auf den erlösenden Treffer warten. Bis zu diesem Zeitpunkt schafften es die Blauen trotz 80 Prozent Ballbesitz nicht, einen erfolgreichen Abschluss zu produzieren. Trainer Marco Löring hätte am liebsten selbst eine der zahlreichen Chancen reingehauen, um früher für Ruhe zu sorgen. „Das ist unser Manko dieses Jahr, dass wir zu verspielt sind“, so der Coach, der ein qualitativ gutes Spiel gesehen hat: „Wir haben mega verdient gewonnen!“ Auf dem Dreier dürfe man sich jetzt aber nicht ausruhen. Löring: „Wir haben schon zu viele Punkte liegen lassen.“

"Tabellenführer wäre schön gewesen"

Nach drei Siegen in Folge hat auch der TSV Gersthofen zwei Zähler eingebüßt. „Eigentlich müssen wir das 2:0 machen, erhalten aber stattdessen beim ersten Ecknacher Angriff in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Ausgleich. Und das nach einem Ballverlust bei eigenem Einwurf“, moserte Spielertrainer Florian Fischer nach dem 1:1 bei seinem Ex-Verein VfL Ecknach. „Damit muss man leben. Tabellenführer wäre schön gewesen, aber wir haben zumindest den Anschluss gehalten“, so der Coach, der schon nach neun Minuten wechseln musste, weil sich Neuzugang Michael Göttler bei einem Zweikampf am Knie verletzte.

In der zweiten Halbzeit hatten beide Mannschaften die Chancen, das Spiel auf ihre Seite zu bringen. Eine davon verhinderte in der nachspielzeit Oktay Yavuz, der einen Konter unterband und für dieses taktische Foul Gelb-Rot sah. „Man wird noch sehen, was dieser Punkt wert ist“, so Fischer.

Den perfekten Saisonstart hat in der Kreisklasse Nordwest der TSV Welden hingelegt. Die Truppe um die Spielertrainer Clemens Schneider und Tobias Maier ist die einzige Mannschaft, die nach zwei Spieltagen die volle Ausbeute verzeichnen kann. Verfolgt wird der TSV vom FC Emersacker und vom VfR Foret, die sich mit einem 1:1 trennten. Der VfR musste dabei auf Ayhan Kara-Idris verzichten. Der Rückkehrer von Suryoye Augsburg hat sich nach einem Spiel schon wieder verabschiedet – zurück zu Suryoye.

Beim 0:0 zwischen der TSG Stadtbergen und der SpVgg Auerbach-Streitheim hat es nicht nur auf dem Spielfeld nicht geklingelt. Auch das Handy von Auerbachs Thomas Zott blieb stumm. Das hatte er vor Spielbeginn Betreuer Gerhard Mayer gegeben, falls sich der erwartete Nachwuchs ankündigt. Dann hätte er sich auswechseln lassen, um seiner Frau bei der Geburt zur Seite zu stehen. So konnte er in der Gaststätte der Rothtalsportanlage, in der am 19. September der nächste AZ-Sport-Stammtisch mit Spielern des FC Augsburg stattfindet, darüber resümieren, dass der Saisonauftakt der SpVgg mit einem Punkt aus zwei Spielen nicht wirklich als gelungen bezeichnet werden kann.

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