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Dineklscherben

19.08.2020

Der Trimm-dich-Pfad in Dinkelscherben: Klimmzüge im Wald

Spaß für Jung und Alt: Maxi und Markus machen es sich auf dem Klettergerüst gemütlich. Das ist nur eine von vielen Aktivitäten auf dem Trimm-dich-Pfad in Dinkelscherben.
Bild: Tobias Schertler

Plus Der Trimm-dich-Pfad in Dinkelscherben eignet sich hervorragend zur Kombination von Joggen und Kraftsport. Wir haben mal vorbeigeschaut.

Maxi hat sichtlich Spaß. Während die Vögel leise zwitschern, der Wind angenehm durch das Dickicht von Bäumen und Sträuchern weht und die unter praller Sonne herrschende Hitze unter dem Schutz des Waldes verfliegt, bahnt sich der junge Bobinger seinen Weg auf das Klettergerüst. Papa Markus hat seinen Sohn gerade vom Ferienprogramm des Kreisjugendrings abgeholt. Das hindert ihn aber nicht daran, ebenfalls zu Maxi aufzusteigen. Was sich nach der üblichen Beschreibung eines Naherholungsgebietes anhört, ist in Dinkelscherben viel mehr.

Denn auf dem dort aus-gewiesenen Trimm-dich-Pfad gegenüber dem Schullandheim können Altersklassen aller Art Ausdauer, Koordination sowie Kraft trainieren. Die Konstruktion, auf der sich Maxi bewegt, eignet sich zum Beispiel auch zum Wanderhangeln.

Alle 100 Meter ein Schild mit einer neuen Einheit

Auf einer Strecke von knapp zwei Kilometern können Freizeitsportler das machen, worauf sie am meisten Lust haben. So wie Judith Heinrich aus Dinkelscherben. Sie bevorzuge „eine Mischung aus schnellerem Spazieren und Joggen“ – ohne Übungen. Die können die Aktiven mit einbauen, da ungefähr alle 100 Meter ein Schild mit einer neuen Einheit ausgeschrieben ist.

Von Balancieren über Liegestütze bis hin zu Klimmzügen ist alles dabei, um zwischen den Laufintervallen kurz herunterzukommen und dabei auch noch den eigenen Körper zu stärken. Außerdem lasse sich hier im Grün auch „gut entspannen“, sagt Heinrich. Außer ihr sind aber noch keine anderen Personen auf dem Pfad, die seien vielleicht im Urlaub.

Parallel zur Sportlerstrecke verläuft der Dinkelscherber Waldlehrpfad

Weiter zu den beiden Teichen am Rande der Route. Dort hält sich Christina Reischmann mit ihren Kindern auf. „Wir drehen nur eine kleine Runde, weil die Kleinen die Tiere sehen wollten“, erzählt die Diedorferin. Im Gewässer gebe es schließlich Frösche zu bewundern. Zuvor seien sowohl die Jungen wie auch Maxi beim Ferienprogramm im Jugendhaus Reischenau gewesen.

Dass auch der Nachwuchs sportlich aktiv sein kann, führt Reischmanns Sohn mit einem kleinen spontanen Sprint vor. Er gehe auch gerne auf den Spielplatz, habe aber dennoch Spaß beim Beobachten der Tiere.

Parallel zur Sportlerstrecke verläuft der Waldlehrpfad. Auf dem können sich Kinder auf die Spur des Waldes begeben. Mit Fragen wie „Wie alt wird ein Baum?“ oder „Wer hämmert denn da?“ wird der Forscherdrang geweckt. Nach verrichteter Arbeit können die Kleinen schließlich in Zelten aus Ästen herumtoben.

Freie Aussicht auf Wiesen und Wälder in Dinkelscherben genießen

Doch zurück auf die Strecke. Dort beendet gerade Georg Kraus seine Runde. Der Dinkelscherber gehe hier wöchentlich laufen. „Leichtes Jogging, nichts Großartiges“, erzählt der Selbstständige, während er einen Schluck aus der Flasche nimmt. Von den 19 ausgeschriebenen Übungen mache er ein bis zwei, „die ich denke, die mir guttun“, berichtet er lachend. Wenn er nicht gerade wie an diesem Tag die Zeit während des Fußballtrainings seines Sohnes nutzt, gehe er vor der Arbeit zum Sport. Auch Kraus erfreue sich an der Lage, es sei „immer schön im Wald“.

Wem das alles zu viel körperliche Betätigung ist, kann sich am Rande der Strecke an zwei Bänken und einem Tisch eine Auszeit gönnen. Dazu die freie Aussicht auf Wiesen und Wälder genießen – perfekt ist der Feierabend.

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