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Augsburger Land

10.01.2020

Der Turm von St. Stephan strahlt wieder

 Ein neues kupfernes Zwiebeldach hat der Turm der Wollbacher Kirche St. Stephan..
Foto: Landratsamt Augsburg

Die gleichnamigen Pfarrkirchen in Wollbach und Häder profitieren von Zuschüssen des Landkreises Augsburg. Darum sind diese Finanzspritzen so wichtig.

Wenn im Winter die Sonne scheint, kann sie sich jetzt an einem neuen Ort spiegeln: Am neu gestalteten Kupferzwiebelturm der katholischen Pfarrkirche St. Stephan in Wollbach. Das Turmoberteil in dem Zusmarshauser Ortsteil stammt von Josef Meitinger und ist rund 250 Jahre alt. Am Hang gelegen, sticht der kunsthistorisch bedeutende Bau aus dem Dorfbild hervor. Die Langhaus-Nordmauer, 300 Jahre alt, wurde nach einem Brand wiederhergestellt.

Fassadensanierung in Wollbach dauert an

Noch ist die Sanierung der Fassade und des Daches nicht abgeschlossen, berichtete Kreisheimatpflegerin Claudia Ried jetzt im Schul- und Kulturausschuss. Die Gesamtkosten werden auf mehr als eine Million Euro geschätzt. Wegen der Höhe der Kosten und auch der Bedeutung des Denkmals schlug sie vor, einen Gesamtzuschuss des Landkreises in Höhe von 25.000 Euro zu gewähren. Das ist die höchste Summe, die der Landkreis für die Sanierungen von Denkmälern ausgibt.

Ein zweites Projekt ganz in der Nähe reicht ebenfalls fast an diese Grenze heran: An der Pfarrkirche St. Stephan in Häder ist die Sanierung bereits abgeschlossen. Der Turmunterbau stammt noch aus romanischer Zeit, der Chor ist im Kern spätgotisch. Das Turmoberteil stammt wohl von Georg Reiner und wurde um 1700 gestaltet. Insgesamt mit 22.000 Euro unterstützt der Landkreis nun die Sanierung, die am Ende gut 731.000 Euro gekostet hat. Die Kreisheimatpflegerin ist überzeugt: „Der Aufwand hat sich gelohnt.“

Jedes Jahr unterstützt der Landkreis Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden im Landkreis mit 150.000 Euro. Für 2020 seien 29 Anträge eingegangen, berichtet Claudia Ried. Manchmal geht es dabei auch um kleinere Maßnahmen wie die Erneuerung der Elektroanlage in St. Martin in Gabelbach, für welche der Landkreis nun 4500 Euro zuschießt.

Auch Schloss Luisenruh in Aystetten wird saniert

Neben Sakralbauten werden dabei auch andere Projekte unterstützt. Hier hebt sie das Schloss Luisenruh der Familie Stärker in Aystetten hervor. Dort werden nun nach dem Haupthaus auch die Ökonomiegebäude saniert. Der Landkreis unterstützt das Vorhaben mit 25.000 Euro. 15.000 Euro Förderung gibt es für die Sanierung des Fuggerschlosses in Gablingen, in dem Wohnungen eingerichtet werden sollen. Für die Kreisheimatpflegerin ist das ein Beispiel, wie „historische Bausubstanz denkmalverträglich saniert und zeitgemäß genutzt werden kann“. Ob eine öffentlich geförderte Sanierungsmaßnahme am Ende auch für jedermann zugänglich ist, spielt dabei keine Rolle. „Es geht allein um die Denkmaleigenschaft“, so Claudia Ried.

Sonderrolle fürs Staudenschloss in Mickhausen

Eine Sonderrolle in Bezug auf den Umfang der Sanierung und auch auf den Zuschuss nimmt das „Staudenschloss“ in Mickhausen ein. Nach dem symbolischen Spatenstich des Millionenprojekts rechnet Landrat Martin Sailer damit, dass die Arbeiten in Kürze starten können. Durch eine Restebildung im Haushalt und wegen der Bedeutung des Projekts will sich der Landkreis hier mit 100.000 Euro beteiligen – ähnlich wie beim Kloster Thierhaupten und der Abtei Oberschönenfeld.

Auch generell soll es ab dem kommenden Jahr mehr Geld für die Denkmalpflege geben, kündigte Kämmerer Gunther Füßle an. Der Gesamtbetrag werde von 15.0000 auf 200.000 Euro angehoben, ein einzelnes Projekt könne dann mit einer Höchstfördersumme von 30.000 Euro rechnen.

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