1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Der Vorhang geht auf im Diedorfer Fendt

Diedorf

19.06.2019

Der Vorhang geht auf im Diedorfer Fendt

Die Aktiven des Diedorfer Theatervereins vor der neuen Bühne. Mit auf dem Foto sind Bürgermeister Peter Högg und Rudi Fendt von der Wirtsfamilie. 
Bild: Tobias Karrer

Der Theaterverein in Diedorf bezieht seien neue Spielstätte in der Gaststätte. Wie der Umzug für die Mitglieder lief und was neu ist.

Früher ging es zu den Räumlichkeiten des Theatervereins Diedorf eine enge Treppe runter in den Keller unter dem Saalbau im Millerwirt. Die Räume fühlten sich ein wenig wie Katakomben an, so eng und verwinkelt waren sie. Überall standen Schränke voller Kostüme und Kulissenteilen. Nach dem Umzug im Ort, vom Saalbau im Millerwirt in die Gaststätte Fendt, führt jetzt eine Treppe aufwärts zum Lagerraum von Kostüm, Kulisse und Technik.

Im Frühjahr musste der Theaterverein nach etwa 70 Jahren aus dem Saalbau im Millerwirt ausziehen. Die Flächen sollen zu Büro- und Geschäftsräumen umgestaltet werden, wie aus einem Bauantrag hervorgeht, der im Gemeinderat besprochen wurde (wir berichteten). Für den Verein damals ein Schock. Umso glücklicher und dankbarer sind sie jetzt, dass sie in der Gaststätte Fendt untergekommen sind. Der Theaterverein darf nicht nur die Bühne bespielen, sondern auch seine Requisiten im Dachboden hinter der Bühne lagern.

„Es ist anders, wir müssen uns umstellen“

Nach der Jahreshauptversa„Es ist anders, wir müssen uns umstellenmmlung des Theatervereins am vergangenen Freitag besichtigt die gesamte Gruppe die neuen Räumlichkeiten. Am wichtigsten natürlich: die Bühne. Sie ist etwas kleiner als die Bühne im Millerwirt und gleich wird über Möglichkeiten und Einschränkungen gefachsimpelt. Thomas Wetzel, der erste Vorsitzende des Vereins, erklärt: „Es ist anders, wir müssen uns umstellen, unsere Planungen anpassen und uns anders strukturieren.“ Er ist aber guter Dinge, dass das gelingt. Hinter der Bühne befindet sich außerdem ein Raum, den die Aktiven beim Theaterverein während der Vorstellungen als Aufenthaltsraum nutzen können. In der Hennastallbar, an die sich der eine oder andere Diedorfer noch von Faschingsbällen oder privaten Feierlichkeiten erinnern könnte, soll über die zwei Wochenenden auch die Maske eingerichtet werden.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Vom zukünftigen Aufenthaltsraum geht es eine Betontreppe nach oben in den Dachboden. Ein einziger großer Raum, in dessen Mitte noch das Futtersilo für den ehemaligen Stall im unteren Bereich hängt. Hier hat der Theaterverein all das untergebracht, was sich über die Jahre im Keller des Millerwirt angesammelt hat. „Wir haben monatelang aussortiert und schließlich an vier Samstagen alles umgezogen“, erklärt Thomas Wetzel.

In 70 Jahren sammelt sich viel an

In 70 Jahren komme einiges zusammen, betont Sigrid Erdle, die zweite Vorsitzende des Vereins: „Wir haben zum Beispiel noch 25 alte Trachtenjanker gefunden, aber wir spielen schon lang keine solchen Stücke mehr.“

Im Dachboden stehen noch viele geschlossene Umzugskartons. „Als Nächstes müssen wir jetzt auspacken, die Schränke einräumen und uns Gedanken über die Bühnentechnik machen“, sagt Thomas Wetzel. Schon bald starten auch die Proben für das Herbsttheater. Am zweiten und dritten Wochenende im November soll das erste Stück auf der Bühne des Gasthofs Adler gespielt werden. „Es freut uns besonders, dass wir unser Programm nahtlos weiterspielen können“, betont Wetzel.

Alles in allem bezeichnet der Vorsitzende des Theatervereins den Umzug in die neue Spielstätte als Neuanfang. „Und deshalb suchen wir natürlich auch neue Unterstützer“, betonen sowohl Wetzel als auch Erdle. Neue Mitglieder müssen aber nicht unbedingt auf der Bühne stehen. „Genauso wichtig sind die Aktiven, die sich zum Beispiel um Technik, Kostüm und Bühnenbau kümmern“, erklärt Wetzel.

Am Ende der Jahreshauptversammlung zeigt sich außerdem, dass der Verein einige Lehren aus der Vergangenheit gezogen hat. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit den Gastgebern. „Wir müssen vor allem miteinander sprechen“, betont Thomas Wetzel gegenüber der Wirtsfamilie, die wiederum klar macht, sich einstimmig dafür entschieden zu haben, den Theaterverein aufzunehmen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren