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Forstbetriebsgemeinschaft Augsburg-Nord

13.04.2015

Der Wald braucht Leben

In der Geschäftsstelle der FBG Augsburg-Nord in Zusmarshausen begrüßte Vorsitzender Anton Kraus (rechts) den neuen Mitarbeiter Forstingenieur Thomas Braun. Links Geschäftsführer Hans-Jürgen Hofbaur.
Bild: Johann Kohler

Naturschützer sollen akzeptieren, dass vermehrt Laubbäume angepflanzt werden. Thomas Braun verstärkt Geschäftsstelle

„Im vergangenen Jahr blieb in unserer Region der Waldbesitz von schädlichen Einflüssen verschont, weder größere Sturm- noch Borkenkäferschäden waren zu verzeichnen“, mit diesen Worten eröffnete Vorstandsmitglied Franz Rotter die Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Augsburg-Nord im Augsburger Passivhauszentrum in Hirblingen.

Sie vertritt 1149 Waldbesitzer vorwiegend im Landkreis Augsburg, aber auch in Aichach und Dillingen. Zusammen sind das 7574 Hektar Wald, davon entfallen jedoch rund ein Drittel auf die 32 Gebietskörperschaften und sechs Waldgenossenschaften.

Der größte Anteil der Mitglieder sind jedoch Privatwaldbesitzer, die zwischen einem halben Hektar und 100 Hektar bewirtschaften. Gerade für diese sei die FBG besonders wertvoll, denn von der Gemeinschaft werden auch Kleinstmengen verwertet und an die Sägeindustrie verkauft.

Rotter verwies auf die Waldinventur im vergangenen Jahr, so ist der Anteil der Altbestände und der Laubbäume in unserer Region gestiegen. Er appellierte an die Naturschützer, „nicht auf die Stilllegung des Waldes“ zu pochen und stattdessen die vermehrte Anpflanzung von Laubbäumen zu akzeptieren.

Wie Geschäftsführer Hans-Jürgen Hofbaur erklärte, arbeitet die Forstbetriebsgemeinschaft sehr sparsam und wirtschaftlich. Insgesamt sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt zweieinhalb Angestellte für ihre Mitglieder im Einsatz gewesen. Mit Lars Kriedemann ist ein bewährter Mitarbeiter wegen Wohnortwechsels ausgeschieden. Beim Nachfolger, der am 1. April seine Tätigkeit in der Geschäftsstelle in Zusmarshausen aufnahm, ist es ebenso: Der 35-jährige Thomas Braun, ein geborener Thierhauptener, war in den vergangenen Jahren in Schierling tätig und wird nun das Team in seiner Heimat verstärken und vor allem auch für die Mitglieder beiderseits des Lechs ein wichtiger Ansprechpartner sein.

Über rechtliche Grundlagen, Rechte und Pflichten des Waldbesitzers informierten abschließend Forstamtsrat Thomas Miehler und Forstanwärter Tilman Zepf vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg. Beispielsweise ging es um den Wildschutzzaun: Er kann bei Flächen unter fünf Hektar ohne Erlaubnis aufgebaut werden. Wenn er allerdings nicht mehr benötigt wird, muss er auch wieder abgebaut werden. Sonst werde er zu einem Schwarzbau.

Auch bei der Anwendung von chemischen Mitteln gebe es strenge Vorschriften, ebenfalls bei Kahlhieben, und auch eine abgeerntete Waldfläche muss innerhalb von drei Jahren mit standortgeeigneten Baumarten wieder angepflanzt werden. (koh)

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