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Landkreis Augsburg

01.12.2020

Der erste Schnee bringt Autofahrer im Landkreis Augsburg ins Schlingern

Die Verbindungsstraße von Streitheim nach Welden beim ersten Schneefall im Winter 2020.
Bild: Marcus Merk

Plus Der erste Schneefall sorgt für Probleme im Verkehr: 15 Unfälle mit vier Verletzten verzeichnet die Polizei im Augsburger Land. Sie hat einen wichtigen Rat.

Die B2 zwischen Augsburg und Donauwörth um 5.30 Uhr am Dienstag. Ein Kleintransporter ist zwischen Westendorf und Nordendorf unterwegs. Durch den Schnee auf der Fahrbahn gerät er ins Schleudern und prallt mit seinem Heck in die Leitplanke. Eine 24-Jährige, die hinter ihm unterwegs ist, kann nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Der erste Schnee verursacht im Kreis Augsburg nur wenige Unfälle

Sie kollidiert mit dem Heck des Transporters. Die junge Frau muss zur Untersuchung ins Krankenhaus. Ihr Wagen muss abgeschleppt werden. Der Schaden beträgt 11.000 Euro. Sie war nicht die einzige Verkehrsteilnehmerin, der es am Dienstag so ging. Der erste Schnee in diesem Winter hat laut den Polizeiinspektionen im Landkreis im Laufe des Dienstags 15 Unfälle mit vier Verletzten verursacht. Für einen normalen Tag wäre das viel, für den ersten Schneetag des Jahres sei das aber relativ wenig.

"Gott sei Dank ist nicht mehr passiert", sagt Alfred Götz von der Polizeiinspektion in Zusmarshausen. Das sei seiner Meinung nach vor allem auf die gute Vorbereitung des Winterdienstes zurückzuführen. Die meisten Unfälle haben sich auf dem Gebiet seiner Polizeiinspektion ereignet. Acht Unfälle mit einem Schwerverletzten gab es dort, das sei für den ersten Schneefall des Winters nicht weiter auffällig.. "Wir sind ländlich geprägt und haben viel Wald.

Da muss man sich als Autofahrer bei diesem Wetter einfach drauf einstellen", sagt er. Die Hauptursache für Unfälle bei Schneefall, sieht er darin, dass die Leute ihre Geschwindigkeit nicht anpassen. "Die Leute fahren einfach zu schnell", findet Götz. Der beste Weg Unfälle zu vermeiden sei es, mehr Zeit für Wege, die man mit dem Auto zurücklegt einzuplanen. "Passen Sie auf die Geschwindigkeit auf", rät er Autofahrern.

Die Polizei rät, mehr Zeit für Autofahrten einzuplanen

Auch Florian Simon von der Autobahnpolizei in Gersthofen rät, mehr Zeit für alle Wege mit dem Auto einzuplanen. "Wenn ich für einen Weg normalerweise 15 Minuten brauche, sollte ich bei Schnee 45 einplanen", rät er. Seine Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen anzupassen, sei extrem wichtig gerade bei Schnee und Eis. Zwei Unfälle am Dienstag hatten als Unfallursache "Schneematsch bei nicht angepasster Geschwindigkeit", wie es im Polizeibericht dann heißt. Auf der A8 zwischen Neusäß und Adelsried landete zum Beispiel ein Kleintransporter im Straßengraben. Der Fahrer musste mit Schürfwunden ins Krankenhaus in Augsburg eingeliefert werden. Der Lkw erlitt einen Totalschaden und die Straße musste in einer Fahrtrichtung gesperrt werden. Der Polizeioberkommissar merkt an, dass sich vergleichsweise wenig Unfälle ereignet haben. " Ich glaube das liegt an der Geschwindigkeitsbegrenzung zwischen Neusäß und Friedberg. Außerdem sind gerade im Berufsverkehr die Straßen relativ leer, weil viele von zu Hause arbeiten", sagt er.

Gerhard Miehle von der Polizeiinspektion Gersthofen verzeichnet fünf schneebedingte Unfälle mit drei Leichtverletzten. Neben zu schnellem Fahren, sei vor allem mangelnder Abstand für die meisten davon verantwortlich. "Man kommt einfach ins Rutschen und hält nicht rechtzeitig an", erklärt Miehle. Außerdem verzichteten trotz Schnee und Eis zu viele Leute auf Winterreifen.

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