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Bonstetten

16.04.2015

Der etwas andere Baum steht hoch im Kurs

Der Präsentbaum – eine schöne Idee von Günter Sondermayer, nicht nur im Wonnemonat Mai.
Bild: Foto: Michaela Krämer

Günter Sondermayer hat sich seine besondere Idee schon patentieren lassen. Die kommt bei Promis gut an

Bonstetten Der Maibaum hat Tradition. Er gilt als Symbol für Fruchtbarkeit und Wachstum in der Landwirtschaft und soll vor jeglichem Unheil schützen. Die kleinen Präsentbäumchen, wie sie Günter Sondermayer aus Bonstetten nennt und fertigt, sind abgeleitet vom Maibaum und liegen voll im Trend: Ob zum Geburtstag, zur Firmenfeier oder als Glücksbäumchen, sie kommen gut an und sind beliebt. Damit auch dieses Vorhaben gelingt, ist nicht nur eine gute Vorbereitung notwendig, sondern auch die Grundausstattung muss vorhanden sein – je nach Anlass.

Er ist ist einen Meter hoch und mit Fotos, ganz nach Wunsch, bestückt. „Ob es die Großeltern mit den Enkeln sind oder der Fußballklub, das überlasse ich natürlich dem Kunden. Auf fünf bis sieben Reihen lassen sich zehn bis 14 Porträtfotos auf den Schildern gut anbringen. Am oberen und unteren Ende ist der Baum mit Kränzen geschmückt und kommt dem Original-Maibaum daher sehr ähnlich. Die Standfestigkeit wird über eine Holzplatte sichergestellt. „Alle Materialien sind so gewählt, dass eine Verfärbung durch UV-Strahlung ausgeschlossen ist.“ Von seinen Kunden braucht er lediglich schöne Porträtfotos. Einen besonderen Effekt erzielt der Hobbykünstler, wenn die Bilder zunächst einmal mit passenden Hüllen verdeckt sind. Erst bei der Übergabe des Präsentbaums wird das darunterliegende Geheimnis gelüftet.

Großen Ansturm auf den Präsentbaum erlebte Sondermayer beim TSV 1860. Aber auch Markus Wasmeier, die deutsche Skilegende, sowie Max Strehle (damals noch FC Augsburg) durften sich über so viel Engagement freuen. Auch international war der Hobbykünstler schon tätig. Für den Direktor der Nokia-Siemens-Networks in Finnland, Illka Kemppainen, hatte er ein Bäumchen aufgestellt. In seiner Präsentationsmappe findet man neben berühmten Münchnern auch Größen des Sports sowie Musik- und Filmlegenden. Beim Deutschen Patent- und Markenamt hat sich der pfiffige Künstler die Idee eintragen lassen. Der Einfall zum Präsentbaum entstand zum 80. Geburtstag seines Vaters. „Er hat doch alles“, war die Antwort seiner Mutter, als er sie nach einem passenden Geschenk fragte. Mit einem Geschenkkorb allein gab sich Günter Sondermayer nicht zufrieden. Irgendwie fehlte noch der nötige Pfiff. Und so baute er in den Geschenkkorb zusätzlich einen Baum ein. Mittlerweile hat er über 50 Bäume gestaltet und an zufriedene Kunden weitergegeben.

Etwa eine Woche lang ist er an einem Stück beschäftigt. „Bis alles an Ort und Stelle fixiert und getrocknet ist, das braucht schon ein paar Tage.“ Terminschwierigkeiten kennt er nicht. Noch sind alle immer pünktlich angekommen. Damit auch beim Transport der Baum unbeschadet von A nach B kommt, wird er in einen speziellen Karton verpackt. „Der Präsentbaum soll eine Zusammengehörigkeit darstellen, eine persönliche Bedeutung haben, ob man ihn nun schenkt oder geschenkt bekommt“, erklärt der jung gebliebene Rentner.

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