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Schülerverkehr

09.10.2018

Der freundliche Busfahrer

Die Qualität der Schulbusse wird im Landkreis Augsburg jedes Jahr kontrolliert. Viele frühere Kritikpunkte wurden behoben.

Der Landkreis kontrolliert die Qualität der Fahrzeuge. Was positiv auffiel

Wie sicher sind die Schulbusse im Landkreis Augsburg? Das prüft das Landratsamt regelmäßig seit dem Schuljahr 2011/12 nach und hat dem Schul- und Kulturausschuss jetzt die neuesten Zahlen vorgelegt. Demnach gibt es eine Reihe von Dingen, die sich stark verbessert haben, so stellvertretender Fachgebietsleiter Armin Falkenhein in der Sitzung. Darunter fällt die Kennzeichnung der Busse mit dem Schulbussymbol. Anfangs war dieses Symbol, genauso wie die Angabe des Zielorts, nur bei etwa zwei Dritteln der Schulbusse vorhanden, inzwischen sind es gut 90 Prozent. In fast allen Schulbussen gibt es inzwischen einen ausreichend gesicherten Papierkorb und zudem werden so gut wie keine Umwege mehr gemacht.

Verbessert hat sich die Ausstattung mit Haltegriffen, die aktuell sogar bei vollen 100 Prozent liegt. Auch sind die Busse fast immer sauber.

Gleichzeitig gibt es aber auch Dinge, die praktisch unverändert geblieben sind, seit die geschulten Qualitätskontrolleure des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds unangekündigt an den Haltestellen stehen. Oft ist das so, weil sie schon immer gut waren. So gab es schon immer kaum Zigarettengeruch in den Bussen, die Fahrer sprachen nicht am Mobiltelefon und fuhren nicht mit noch offener Tür los. Sie achteten schon immer auf eine mehr oder weniger angenehme Fahrweise, fuhren nicht zu schnell, waren freundlich zu den Kindern und nahmen keine anderen Fahrgäste mit.

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Andere Dinge konnten auch in den vergangenen Jahren nicht verbessert werden. So funktionieren teilweise in den Bussen Heizung und Klimaanlage nicht so, wie sie sollen. Zudem haben die Kontrolleure teilweise in der Hälfte der Busse stehende Schüler gesichtet. „Das besorgt mich“, so Kreisrat Alexander Kolb (Grüne).

Armin Falkenhein klärte auf: Oftmals war das in der Nähe der Schulen so, wenn auch die letzten Kinder der Route zugestiegen waren. „Wir setzen um, was Sie gewollt haben“, so Falkenhein in Bezug auf die Ausschreibungen im Schulbusverkehr. Sie tolerieren stehende Schüler, wenn das nicht für lange Fahrtstrecken der Fall ist.

Ganz machtlos ist der Landkreis übrigens nicht gegen Verstöße der Busunternehmen gegen die vorgegebenen Regeln: Zwölfmal wurde im vergangenen Jahr ein sogenannter Malus, eine Geldstrafe, ausgesprochen. Wo sich die Schulbusse allerdings wirklich sehen lassen können, ist die Pünktlichkeit: Sie hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert und liegt inzwischen bei rund 96 Prozent. (jah)

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