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Stadtbergens

21.05.2015

Der neue Stolz nimmt Formen an

Auf Hochtouren läuft derzeit der Innenausbau in der neuen Dreifachturnhalle in Stadtbergen.
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Auf Hochtouren läuft derzeit der Innenausbau in der neuen Dreifachturnhalle in Stadtbergen.

Die Arbeiten an der Dreifachturnhalle sind weit fortgeschritten. Vor allem ein Raum ist schon jetzt heiß begehrt.

Lärmempfindliche Menschen sollten derzeit einen großen Bogen um die Baustelle der neuen Stadtberger Halle machen. Während die Erde vor dem Eingangsbereich mit einem Vibrationsstampfer die Erde verdichtet wird, fährt wenige Meter daneben ein Lastwagen an und leert mehrere hundert Kilo Kieselsteine ab. Am Ende sollen alle Höhenunterschiede auf dem derzeit noch unebenen Gelände ausgeglichen sein. Währenddessen finden im Inneren der Halle die Estricharbeiten statt. Im Eingangsbereich empfangen die Besucher derzeit noch die offen liegenden Schläuche der Bodenheizung. Im November soll die Dreifachturnhalle, wie sie offiziell heißt, eröffnet werden. Sie wird dringend benötigt – schließlich sind die Tage der bisherigen Sportstätte, der maroden Osterfeldhalle gezählt. Am 31. Dezember läuft die Sondergenehmigung dafür ab.

Stadtbergens Bürgermeister Paul Metz ist sich aber sicher, dass der Zeitplan eingehalten wird. „Wir liegen gut in der Zeit, bislang haben wir alle Fristen eingehalten.“ Metz ist jede Woche einmal auf der Baustelle um sich den Baufortschritt anzusehen. Zu Beginn der Bauarbeiten war er noch häufiger vor Ort, mittlerweile gibt er auch Führungen für Stadtberger, die sich für den Baufortschritt interessieren. Metz trommelt für die Mehrzweckhalle – kein Wunder, schließlich hat kaum ein Bauprojekt in der jüngeren Geschichte Stadtbergens ähnlich viel Kontroversen ausgelöst wie ihr Bau. Die Opposition kritisierte die Kosten von insgesamt zehn Millionen Euro als zu hoch. Tatsächlich hat das klamme Stadtbergen für das Projekt tief in die Tasche gegriffen und millionenschwere Kredite aufgenommen.

Metz hält dagegen, dass der Bau alternativlos ist – schließlich ist die bisherige Schulturnhalle, die gerade mal 30 Jahre alte Osterfeldhalle am Bürgersaal, so marode, dass sie nur mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben werden darf. Jeder Regenschauer oder Schneefall kann dazu führen, dass die Halle nicht mehr betretbar ist. „Alleine für die Reparatur der alten Halle hätten wir fünf Millionen Euro rechnen müssen. Und die reinen Kosten für die Halle liegen bei 6,8 Millionen Euro.“ Der Rest des zehn Millionen Euro schweren Projekts machen verschiedene Folgekosten wie die Verkehrserschließung oder die Parkanlage aus.

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Die neue Mehrfachturnhalle soll den Stadtbergen länger erhalten bleiben als die 30 Jahre, in denen in der Osterfeldhalle der Betrieb lief – dafür wird gerade gearbeitet. Tatsächlich braucht man kein Übermaß an Fantasie, um sich den Betrieb bei einem Basketball- oder Hallenfußballspiel vorstellen zu können: Die Sportfläche ist schon verlegt und wird derzeit noch von einer Abdeckung geschützt. Ulrich Lange vom Stadtberger Bauamt erklärt: „Die letzte Schicht Linoleum fehlt noch.“ Aus der Dachkonstruktion können bei Bedarf zwei Trennwände herunterfahren und die Sportfläche für den Schulunterricht in drei gleich große Flächen unterteilen.

Einer der begehrtesten Räume liegt im Eingangsbereich der Halle: Der Mehrzweckraum mit einer Fläche von 17 auf 10,50 Meter ist derzeit zwar noch nicht deutlich viel mehr als eine ebene Fläche ohne Wänder und deutlich kleiner als die Hauptsportfläche, aber mindestens genauso nachgefragt. Metz erklärt. „Hier kann alles stattfinden, was nicht die Höhe der eigentlichen Sporthalle benötigt – zum Beispiel Rhythmische Sportgymnastik.“ Die Anfragen der Vereine seien schon jetzt enorm, sagt Metz. Daneben gibt es auch einen etwas kleineren Raum für Vereine. In dem 45 Quadratmeter große Raum soll Platz für zwölf Personen sein. Metz erklärt: „Das kann eine Alternative zum Vereinsheim sein – manche Vereine haben ja keine eigene Bleibe.“

Eine Frage ist bislang noch ungeklärt: Nämlich die, wie die Eröffnung aussieht. „Das muss nicht unbedingt ein Basketballspiel sein“, sagt Metz. „Wir machen aber auf alle Fälle einen Tag der offenen Tür, bei dem sich alle Bürger mal die neue Halle ansehen können.“

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