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Gessertshausen/Zusmarshausen

27.08.2018

Der sanfte Riese im Staatswald bei Gessertshausen

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Fast futuristisch wirkt der Vollholzernter, den Georg Käsbaur bedient: Die Maschine bringt schonend die Stämme aus dem Wald, der am Ende von der Verjüngung profitiert.

Ein Harvester auf Ketten sägt bei Gessertshausen Bäume, um sie dann durch die anderen Kronen zu fädeln. Das Forstamt in Zusmarshausen ist davon mächtig angetan.

Gessertshausen/Zusmarshausen Im Staatswald bei Gessertshausen steht die nächste Baumgeneration schon in den Startlöchern. Noch sind sie allerdings von mächtigen Fichten überschirmt. Um den jungen Bäumen das nötige Licht zu geben, wird ein Teil der Altbäume nach und nach mit modernster Forsttechnik geerntet. Georg Käsbaur vom Maschinenbetrieb der Bayerischen Staatsforsten steuert per Joystick den 40 Tonnen schweren Vollernter. Die Maschine fällt nicht nur die Bäume, sondern hebt sie mit einem kräftigen Teleskoparm senkrecht aus den jungen Fichten und Buchen. 

Dabei fädelt er sie zwischen den Kronen der Nachbarbäume durch, um sie schließlich auf der Rückegasse abzulegen. Dort werden die Bäume dann wie bei einem konventionellen Harvester nach den Vorgaben der Förster entastet und auf die von den Kunden gewünschten Längen zugeschnitten. Bis zu 15 Meter kann Käsbauer seinen Greifarm ausfahren. Bei der Maximalentfernung bleiben ihm aber immer noch zwei Tonnen, um die Bäume zu entnehmen. Und das entspricht einer Fichte 40 Meter hohen Fichte mit 50 Zentimetern Durchmesser.

Eine wichtige Ergänzung zur konventionellen Holzernte

Hubert Droste, der Betriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Zusmarshausen, ist von der verjüngungsschonenden Holzernte angetan. „Es gibt nahezu keine Schäden an der Vorausverjüngung und die Bäume können sicher geerntet werden.“ Aufgrund des intensiven Waldumbaus am Forstbetrieb sieht Droste in dieser Technik eine wichtige Ergänzung zur konventionellen Holzernte mit eigenen Waldarbeitern und Radharvestern. Am Forstbetrieb werden jedes Jahr rund 160 000 Festmeter geerntet, davon 120 000 Festmeter von Maschinen und 40 000 Festmester von eigenen Waldarbeitern. (AL, mcz)

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