1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Die Ambrosia an der B2 ist wieder da

Meitingen

01.09.2018

Die Ambrosia an der B2 ist wieder da

Trotz der Behandlung mit heißem Wasserdampf im vergangenen Jahr wächst die Ambrosia an der B2 in Meitingen wieder. 

Die Allergiepflanze entlang der Straße hat trotz heißer Dusche überlebt. Im nächsten Jahr folgt eine größere Maßnahme, denn dann rollt der Bagger an.

Es war eine heiße Sache. Mit 100 Grad warmen Wasser sollte im vergangenen Jahr den vielen Ambrosia-Pflanzen an der B2 bei Meitingen der Garaus gemacht werden. Doch die Pflanze, die heftige allergische Reaktionen auslösen kann, ließ sich nicht unterkriegen.

Stefan Greineder vom Staatlichen Bauamt in Augsburg erklärt, dass die heiße Dusche zwar 95 Prozent der Pflanzen abgetötet hätte – aber eben nicht alle. Das Problem sei dabei der unebene Boden gewesen, so dass die Hitze nicht gleichmäßig im Erdreich ankam und einige Pflanzen somit überlebten.

Die Erde neben der Fahrbahn wird ausgetuscht

Da die Allergiepflanze nun wieder gekommen sei, werden laut Greineder in diesem Bereich mehr Mähgänge durchgeführt. Damit soll die Ambrosia kurz gehalten werden und erst gar nicht zum Blühen kommen. Im nächsten Jahr ist laut Auskunft des staatlichen Bauamtes sogar eine große Maßnahme wegen der Pflanze vorgesehen. Damit diese endlich verschwindet, soll in dem betroffenen Bereich die Erde neben der Fahrbahn ausgetauscht werden. Dafür wird die obere Schicht so weit wie nötig abgegraben und dann eine neue eingebaut. Das ausgebuddelte Material muss laut Greineder auf einer Deponie gelagert oder in einen Lärmschutzwall verbaut werden.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Pflanzen an der B 2 hatte Stefan Nawrath entdeckt. Der Diplombiologe arbeitet im Auftrag des bayerischen Gesundheitsministeriums und beobachtet die Ausbreitung der Ambrosia, die je Pflanze mehrere Tausend Samen produzieren kann.

Wenn Nawrath Vorkommen von Ambrosia am Straßenrand entdeckt, meldet er dies der Obersten Baubehörde. Dass nun im Bereich der B2 im nächsten Jahr sogar die Bankette ausgetauscht werden soll, hält er für eine große aber sehr wirksame Maßnahme.

Ihre Pollen zählen zu den stärksten Allergieauslösern

Das gefährliche an der Ambrosia sind übrigens die Pollen. Wenn die Pflanze Anfang oder Mitte August zu blühen beginnt, kann sie pro Exemplar bis zu einer Milliarde Pollen freisetzen. Diese zählen zu den stärksten Allergieauslösern. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärt, dass als Reaktion darauf besonders häufig Asthma auftritt. Auch Menschen, die bislang keinen Heuschnupfen oder eine Allergie hatten, können darauf reagieren.

Das Gemeine daran: Bei denjenigen, die bereits eine Allergie gegen heimische Pollen haben, kann es zu einer Ausweitung auf Ambrosia kommen. Da diese Pflanze spät blüht, verlängert sich so die saisonale Leidenszeit der Betroffenen um bis zu zwei Monate.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_WYS1998.jpg
Landkreis Augsburg

Verkehrszeichen mit Hakenkreuzen besprüht

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen