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Region Augsburg

19.08.2019

Die B17 ist seit heute wieder eine Staufalle

Zwischen Stadtbergen-Leitershofen und Kobelweg gibt es eine veränderte Verkehrsführung auf der B17. In den nächsten Wochen soll hier der Fahrbahnbelag erneuert werden.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Bei Stadtbergen wird es ab Montag wieder eng auf der B17. Zwei Wochen lang wird der Asphalt auf der Bundesstraße erneuert.

Ab dem heutigen Montag, 19. August, wird die B17 bei Stadtbergen wieder zur Staufalle. Dann wird das Staatliche Bauamt zwei Wochen lang den Asphalt erneuern. Dem Verkehr steht zwischen der Anschlussstelle Leitershofer Straße und der Anschlussstelle Kobelweg je Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.

Witterungsbedingt muss die Verkehrsführung bereits ab Samstagabend eingerichtet werden, weil für die Nacht auf Montag Regen vorhergesagt ist und dann das Aufbringen der erforderlichen Gelbmarkierung nicht möglich wäre. Die Arbeiten sind aufgrund von Spurrinnenbildung, Rissen und Griffigkeitsproblemen erforderlich. Neben der Erneuerung der Fahrbahn werden zudem die Auf- und Abfahrtsrampen der Anschlussstelle Nestackerweg erneuert.

Baumaßnahme auf B17 ist in zwei Bauphasen aufgeteilt

  • In der ersten Woche wird die Fahrbahn in Fahrtrichtung Donauwörth für die Fräs- und Asphaltarbeiten komplett gesperrt. Währenddessen sind die Anschlussstelle Bgm.-Ackermann-Str. und Anschlussstelle Nestackerweg in Fahrtrichtung Donauwörth nicht nutzbar.
  • Am Wochenende wird die Verkehrsführung umgelegt, damit ab Montag, 26. August, die Erneuerung der Fahrbahn mit Fahrtrichtung Landsberg erfolgen kann. In dieser Bauphase sind die Auf- und Abfahrtsrampen der Anschlussstelle Bgm.-Ackermann-Str. und Anschlussstelle Nestackerweg in die Fahrtrichtung Landsberg gesperrt. Der Verkehr wird während der Baumaßnahme auf die jeweilige Gegenfahrbahn umgeleitet. Während der Sperrung der Anschlussstellen wir eine Umleitung ausgeschildert.

Dass die B17 in den vergangenen Jahren eine Dauerbaustelle war, liegt am Alter und der zunehmenden Verkehrsbelastung. Die vierspurige Nord-Süd-Achse entstand in den 1980er und 1990er Jahren. Sorgen macht - nachdem Asphalt und Brücken weitgehend saniert sind - eine undichte Grundwasserwanne Höhe der Bgm.-Ackermann-Straße. Weil das Rinnsal im Winter auf der Fahrbahn gefriert, wird bei Schnee auf Tempo 30 reguliert.

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Durch die Erschütterungen gibt es neue Risse

Nach jahrelangen Bemühungen wurde die Wanne vor drei Jahren abgedichtet - doch bei den nachfolgenden Asphaltierungsarbeiten gab es durch die Erschütterungen neue Risse. Die Stadt will deshalb jetzt im Zusammenspiel mit neuem Asphalt und einer beheizten Abflussrinne das Problem des gefrierenden Wassers in den Griff kriegen. „Dass das Erfolg hat, ist aber nicht sicher“, so Tiefbauamtsleiter Gunther Höhnberg. Bauarbeiten werden auch in Zukunft anstehen. Auf Höhe Stadtbergen soll die B17 aus Lärmschutzgründen unter einem „Deckel“ verschwinden. Dafür wird eine längere Teilsperrung nötig werden. Wann gebaut wird, steht noch nicht fest.

Und auch an anderer Stelle wird (weiter) gebaut: Jeden Tag rauschen etwa 8000 Fahrzeuge über das Kreuzungsbauwerk von B2, B17 und A8 bei Gersthofen – allein in Richtung Augsburg. Hinzu kommen 6000 Fahrzeuge in die entgegenkommende Richtung. Damit ist die Brücke die am meisten befahrene im Kreis Augsburg. Nun wird die Staufalle saniert.

Die Verkehrsführung an der Baustelle ändert sich am Montag. 
Bild: Marcus Merk

Auch ohne Baustelle herrscht in dem Nadelöhr beinahe jeden Tag Stau. Besonders eng wird es zu den Stoßzeiten morgens und zum Feierabend. Dass derzeit eine Fahrbahn gesperrt ist, macht die Situation nicht einfacher, erklärt Oliver Saga vom Autobahnbetreiber A+. Wichtig ist ihm zu betonen, dass trotz Baustelle alle Anschlussstellen befahren werden können. Aktuell wird auf der Brücke der Straßenbelag abgenommen. Anschließend kann der Beton ausgebessert werden. Anschließend bringen die Bauarbeiter eine neue Abdichtung auf, erneuern die Bordsteine und die Brückenkappe. So heißt der Randstreifen zwischen Fahrbahn und Geländer. Auch das Metallgeländer wird gesandstrahlt und neu beschichtet.

Nach den Sommerferien geht es an der Unterseite der B17 weiter

Auf einer Seite der Fahrbahn sind diese Arbeiten nun abgeschlossen. Jetzt ist die andere Seite dran. Deshalb wird voraussichtlich ab Montag der Verkehr auf die Gegenfahrbahn gelenkt, erklärt Saga. Er sagt: „Wir liegen im Zeitplan“. Nun hoffe man, dass es nicht zu Dauerregen kommt, denn der könnte den Bauprozess verlangsamen. Nach den Sommerferien geht es an der Unterseite der Brücke weiter. In Nachtschichten sollen dann nach Auskunft des Autobahnbetreibers A+ die Dichtgummis an den Auflagern erneuert werden, damit dort kein Wasser mehr durchkommt. In einem Aufwasch sollen außerdem Entwässerungsleitungen erneuert und Risse ausgebessert werden. Dazu wird nachts zeitweise eine Spur auf der Autobahn gesperrt werden müssen, sagt Saga. „Weil das aber nachts geschieht, wird es keine großen Auswirkungen auf den Verkehr haben.“

Läuft alles nach Plan, dann ist Teil eins der Großbaustelle am 4. Oktober beendet – genau ein Jahr nachdem die Planungen für das Projekt begonnen hatten. Im nächsten Jahr kommt dann die Brückenhälfte in Fahrtrichtung Norden unters Messer. (mit AL, skro)

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