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Diedorf

22.03.2015

Die Container sind schon verplant

Sind bereits wieder verplant: die Container, in denen derzeit große Teile des Diedorfer Schmuttertalgymnasiums untergebracht sind. Die Schule soll in den Sommerferien ihren Neubau beziehen.
Bild: Marcus Merk

Im Sommer zieht das Gymnasium in Diedorf aus. Dann kommt der Kindergarten. Und auch Gersthofen profitiert

Wie wird aus einem Gymnasiums-Klassenzimmer ein Kindergarten? Nicht allein durchs Ausräumen der Schreibtische und Stühle, weiß Pfarrer Hans Fischer aus Diedorf. Er ist gerade dabei, eine Art „Masterplan“ für den Umzug der Kindertagesstätte Herz Mariä in die Container des Schmuttertalgymnasiums vorzubereiten. Denn die Gymnasiasten werden darin nur noch bis zu den Sommerferien unterrichtet. In fünf Jahren ist auf dem ehemaligen Sportplatz der Grund- und Mittelschule Diedorf eine Schule aus 164 Containern auf zwei Stockwerken gewachsen. Auf passende Weise verknüpft, sind aus ihnen 27 Klassenzimmer, Fach- und Gruppenräume, Lehrerzimmer, Treppen und Sanitärräume geworden. Ein Klassenzimmer besteht dabei durchschnittlich aus vier Wohncontainern, so die Sprecherin des Landratsamtes, Heidemarie Heuchler. Den Großteil der Container hat der Landkreis für die Schule neu angeschafft, nämlich knapp 130. Wenn das Gymnasium Ende Juli oder Anfang August zusammenpackt und in die neue Schule im Schmuttertal umzieht, dann werden die angemieteten Container zurückgegeben, so die Sprecherin.

Die Landkreis-Container sind zum Großteil fest verplant. Ein Teil sei für den Bedarf des Paul-Klee-Gymnasiums in Gersthofen vorgesehen, heißt es aus dem Landratsamt. Die Schule soll frühestens ab 2018 saniert werden, braucht aber dringend zusätzlichen Platz. Und die restlichen Container werden erst einmal in Diedorf bleiben. Ab September soll dort die Kindertagesstätte Herz Mariä saniert werden. Für August sind die Umbauarbeiten im Erdgeschoss der Containeranlage geplant, so Pfarrer Fischer. Unter anderem müssen neue Wände eingezogen und eine Küche eingebaut werden.

Von der zweiten Augustwoche bis Ende jenes Monats bleibt die Kita geschlossen, dann wird gepackt und Möbel sowie Spielzeug werden in die nur wenige Meter entfernten Behelfsräume gebracht. Der Vorteil: „Wir können den Garten weiter benutzen. Die Baustelle am Haus wird mit einem Bauzaun gesichert, sodass nichts passieren kann“, erklärt Hans Fischer. Nicht einmal eine Straße trennt die Kinder aus den drei Kindergarten- und der Krippengruppe von ihrem Spielplatz, lediglich einen Fußweg gilt es zu überwinden.

Apropos Krippengruppe: Die ist schon jetzt nicht mehr im alten Kindergartengebäude untergebracht. Ein Wasserrohrbruch vor wenigen Wochen hatte ihre Räume im Keller verwüstet. Jetzt sind sie bis zum Umzug in die Wohncontainer im Pfarrheim zu Hause – so könne die Sanierung des Kellers aber immerhin bis zum Herbst warten, so der Pfarrer. Freilich muss die Grund- und Mittelschule nun noch ein weiteres Jahr auf ihren Sportplatz verzichten. Dennoch hätten die Vorteile des Übergangsquartiers für den Kindergarten überwogen. „Jetzt muss die Schule eben noch ein Jahr warten“, so der Bürgermeister. Vergessen sei ihre Sportmöglichkeit aber nicht.

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