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Diedorf

22.01.2020

Die Dorfstraße gefällt den Biburgern noch nicht

Eine Befürchtung ist, dass die Einmündung von der Willishauser zur Dorfstraße zu einem Nadelöhr wird.
Foto: Google Maps, screenshot

In Diedorf kommen am Donnerstag die Bürger zu Wort. Es gibt viele Fragen und zur Klärung will sich Bürgermeister Peter Högg vor Ort mit den Einwohnern treffen.

Dass die Sanierung der Dorfstraße in Biburg die Anwohner seit Monaten „beschäftigt und belastet“, das ist Bürgermeister Peter Högg klar. Zwei Millionen Euro investiert die Marktgemeinde dort. Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen, doch hatten bereits jetzt einige Anwohner auf der Bürgerversammlung in dem Ortsteil eine ganze Reihe von Fragen zu dem Projekt. Einer von ihnen ist sicher, dass die Einmündung von der Willishauser zur Dorfstraße zu einem Nadelöhr wird, „an dem nicht einmal zwei größere SUV’s aneinander vorbeifahren können.“

Nachbarn glauben, dass die Straße generell für den Verkehr, der dort herrscht, in Zukunft nicht mehr breit genug sei. Ähnliche Probleme sieht Kommandant Dietmar Holzhammer für die Fahrzeuge der Feuerwehr voraus, die dort im Gerätehaus stehen. Und wo denn überhaupt die Stellplätze für ein neues Mehrfamilienhaus umgesetzt würden, wollte eine andere Anwohnerin wissen. Alles Fragen, von denen Bürgermeister Peter Högg zwar sicher ist, dass sie im Zuge der Planung der Straßensanierung allesamt beachtet wurden – zu deren Klärung er sich aber nun mit den Anwohnern vor Ort treffen will.

Eine ganze Woche lang durch die einzelnen Ortsteile unterwegs

Jedes Jahr ist Bürgermeister Peter Högg mit Teilen seiner Verwaltung fast eine ganze Woche lang durch die einzelnen Ortsteile unterwegs, um bei den Bürgerversammlungen einerseits über Entwicklungen in der Gemeinde zu berichten und andererseits sich den Fragen und Wünschen der Bürger zu stellen. Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen lag dabei auf den umgesetzten und geplanten Investitionen in der Marktgemeinde, in der aktuell fast genau 11.000 Einwohner leben. So soll in etwa einem Monat der Anbau des Horts an der Grund- und Mittelschule in Diedorf bezogen werden können, dort werden dann 50 Kinder in neuen Räumen betreut. In diesen Tagen konnten zudem im Ortsteil Hausen die ersten vorgefertigten Holzteile für die neue Kindertagesstätte aufgestellt werden, in vier Wochen soll die Außenhaut des Gebäudes stehen.

Als einen „Vorteil für die Gemeinde“ bezeichnete Högg den Umstand, dass hingegen mit dem neuen Anbau an der Mehrzweckhalle in Anhausen noch nicht begonnen werden konnte. Denn erst bei einem Gespräch bei der Regierung von Schwaben sei klar geworden, dass man für Teile des Umbaus zusätzliche Fördergelder beantragen könnte, was schließlich nachgearbeitet werden konnte. Lieber warte man etwas länger und zahle dann weniger, so der Bürgermeister. Ein langfristiges Projekt ist die Umstellung der Beleuchtung in allen Ortsteilen auf LED-Technik. In acht Jahren sollen dann alle dunklen Flecken verschwunden sein.

Schulden könnten bis auf knapp 17 Millionen Euro anwachsen

Verändert haben sich die Finanzen der Gemeinde. Den Investitionen geschuldet, stieg der Schuldenstand von 480.000 Euro im Jahr 2018 auf 1,3 Millionen Euro Ende 2019 und könnte mit Ablauf des aktuellen Jahres bis auf knapp 17 Millionen Euro anwachsen – falls alle geplanten Projekte auch umgesetzt werden können, so der Bürgermeister.

Ein wichtiger Punkt aus Sicht des Bürgermeisters war im vergangenen Jahr die Entscheidung des Marktgemeinderats, sich hinter die Umfahrungsvariante für die B300 mit der 800 Meter langen Tunnellösung zwischen Gymnasium und Oggenhofstraße zu stellen. „Dieser Tunnel findet die größte Akzeptanz“, ist der Bürgermeister überzeugt. Zwar sei die Lösung auch die teuerste und man dürfe sicher mit seinen Forderungen nicht überziehen. Als Kompromiss sei die Tunnellösung aber sicherlich nachhaltig, ist er überzeugt.

Die letzte reguläre diesjährige Bürgersammlung findet am Donnerstag, 23. Januar, um 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Diedorf statt.

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