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Neusäß

08.07.2020

Die FOS/BOS in Neusäß will Inklusion als Schulprofil haben

Um das Schulprofil Inklusion zu bekommen, ist auch Barrierefreiheit ein Thema.
Bild: Marcus Merk

Es gehe um die besondere Ausrichtung der Schule, sagt der Neusäßer Schulleiter. Um das Schulprofil Inklusion zu bekommen, ist auch Barrierefreiheit ein Thema.

Die Fachober-/Berufsoberschule (FOS/BOS) Neusäß will wieder das Profil Inklusionsschule erlangen. Das Vorhaben hat jetzt Schulleiter Rainer Bartl im Schul- und Kulturausschuss des Landkreises erläutert.

Auch im Kultusministerium war die Schulleitung schon zu Gast, um ihr Anliegen vorzubringen. Dass die Schule den Antrag überhaupt stellen muss, hat einen ungewöhnlichen Hintergrund.

Speziell ausgebildete Förderpädagogen sind in beiden Schulen tätig

Es geht um die Trennung der Beruflichen Schulen von der FOS/BOS vor einem Jahr. Denn als die beiden Schulen noch gemeinsam als Berufliches Schulzentrum Neusäß firmierten, gab es das Schulprofil Inklusion bereits. Unter anderem arbeiten die Berufsschulen seit fast einem Jahrzehnt, zunächst in einem Modellprojekt, mit der Prälat-Schilcher-Förderberufsschule zusammen.

Diese Schule hat ihren Sitz aktuell nur wenige hundert Meter von den Berufsschule Neusäß entfernt ebenfalls im Schulzentrum. Speziell ausgebildete Förderpädagogen sind in beiden Schulen tätig, um möglichst viele Jugendliche, ob mit oder ohne speziellen Förderbedarf, zum Berufsabschluss zu begleiten.

Als die beiden Neusässer Schulen nun vor einem Jahr faktisch getrennt wurden, ging das Schulprofil Inklusion nur auf die Neusässer Berufsschulen über, so Rainer Bartl. „Aber auch für uns an der FOS/BOS war Inklusion immer Teil der Arbeit“, erläuterte er. Im Bereich der Oberschule ginge es dabei vor allem um Beeinträchtigungen auf psycho-sozialer Ebene und um körperliche Einschränkungen.

Mit einer Gegenstimme unterstützte der Ausschuss das Vorhaben

Der Schulleiter gibt ein Beispiel: Seit Beginn der Corona-Krise konnte eine körperlich beeinträchtigte Schülerin nur noch zu Hause unterrichtet werden, auch in absehbarer Zeit könne sie aus Sicherheitsgründen nicht in die Schule kommen. Zwar sei die technische Ausstattung der Schule mit bestimmten Programmen eine große Hilfe. Die intensive Betreuung der Schülerin müsse aber von den Lehrkräften nebenbei geleistet werden.

Das Schulprofil Inklusion beinhalte hingegen zusätzliche Pädagogenstunden, um auf solche Fälle eingehen zu können. Die Kosten für die zusätzlichen Stunden übernehme der Freistaat.

Mit einer Gegenstimme unterstützte der Ausschuss das Vorhaben der FOS/BOS Neusäß. In der Diskussion wurde deutlich, dass es Landrat Martin Sailer ein Anliegen ist, die FOS/BOS und die Berufsschulen in Neusäß wieder in einer Hand vereinen zu können. (jah)

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