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Feuerwehren im Landkreis

19.03.2012

Die Frauen sollen den Feuerwehrmännern helfen

Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister wünscht sich mehr Frauen in den Feuerwehren.
Bild: Marcus Merk

Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister hofft auf mehr weiblichen Nachwuchs in den Wehren. Speziell bei manchen Arbeiten wünscht er sich mehr Frauen im Team.

Von Frauen erhofft sich Zinsmeister aber nicht nur, dass sie den reinen Mitgliederschwund in manchen Ortsverbänden auffangen könnten, erklärt Zinsmeister. „Bei einem Verkehrsunfall würde sich eine Frau wahrscheinlich auch besser dafür eignen, sich zum Beispiel um beteiligte Kinder zu kümmern.“ Auch wenn es keine formale Unterteilung in Frauen- und Männertätigkeiten gebe, könne ein Ortsverband auf vielfältige Weise davon profitieren, eine Frau als Mitglied zu haben. Den leichten Beginn eines Wandels könne man schon jetzt feststellen. „In Deuringen und in Hainhofen wurde heuer jeweils eine Frau zur stellvertretenden Kommandantin gewählt. Und in Diedorf wurde dieses Jahr eine Frau zur Vereinsvorsitzenden gewählt.“

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Für Frauen wie für Männer gilt gleichermaßen dieselbe Voraussetzung, um sich bei der Feuerwehr zu engagieren, sagt Zinsmeister: „Man muss wissen, was einen erwartet.“ Der 49-Jährige, der seit 15 Jahren als Kommandant, Kreisbrandmeister und Kreisbrandrat im Einsatz ist, gibt zu, dass die Arbeit in der Feuerwehr selten einfach ist – weder körperlich gesehen noch was den Freizeitanteil angeht. Zinsmeister selbst weiß ein Lied davon zu singen: Er wird als Kreisbrandrat zu jedem Brand gerufen, bei dem Menschen gefährdet sein könnten.

„Wenn man da jedes Mal aufstöhnt, ist man falsch dran“, sagt Zinsmeister. Das gilt übrigens auch für die Familie. Nicht nur einmal sei es vorgekommen, dass Zinsmeister wegen eines Einsatzes seine Frau mitten während des Abendessens sitzen lassen musste. „Wenn meine Frau ihr Veto gegen meine Feuerwehrarbeit eingelegt hätte, hätte ich mich mit Sicherheit nicht für den Posten als Kreisbrandrat aufstellen lassen.“ Einen Rückhalt in der Familie zu haben, sei für alle wichtig, die sich bei der Feuerwehr engagieren. Und wieder einmal kommt es auf die Frauen an.

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