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Landkreis Augsburg

09.09.2019

Die Junge Union als politisches Sprungbrett

Ludwig Lenzgeiger wurde zum Vize im Landesvorstand der Jungen Union Bayern gewählt.
Bild: Symbolfoto: dpa

Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried ist Vize im Landesvorstand. Ein Amt, das viel verspricht. Das zeigen viele bekannte Namen.

Ein Amt im Landesvorstand der Jungen Union gilt als Sprungbrett für eine politische Karriere. Prominente Namen lassen sich hier auflisten: Max Streibl, Otto Wiesheu, Theo Waigel, Markus Söder oder Manfred Weber. Sie alle waren JU-Landesvorsitzende und hatten oder haben danach in der Politik ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Ob so eine berufliche Zukunft auch der neue stellvertretende JU-Landesvorsitzende Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried haben wird, ist noch offen. Der 29-Jährige will jetzt erst einmal den Lehrerberuf ergreifen.

Gegründet in der Nachkriegszeit ist die Junge Union in Bayern bis heute ein wichtiger Personalpool für die Mutterpartei CSU. Wer es schafft, in der JU nach vorne zu kommen, wird meistens was in der Politik. Bestes Beispiel aus dem Landkreis Augsburg ist der Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer. Er war von 2001 bis 2005 schwäbischer Bezirksvorsitzender der JU. Der Schwabe Hans Reichart war bis vor kurzem Landesvorsitzender und ist heute Minister für Bauen und Verkehr im Kabinett Söder – der auch Chef der Bayern-JU gewesen ist.

Der Vertreter für Schwaben

Seit der Landesversammlung vertritt Ludwig Lenzgeiger die Schwaben im Landesvorstand. Bei der Wahl der Vize-Posten werde auf ein ausgewogenes Verhältnis der Bezirke geachtet, erklärt er. Die Wahl sei für ihn daher nicht sehr überraschend gekommen. Spannender sei es im Vorfeld gewesen, als es um die Wahl des Kandidaten für den Bezirk Schwaben gegangen ist. Mehrere Bewerber traten an. „Mir ist die Stärke des Kreisverbands Augsburg-Land zugute gekommen“, so Lenzgeiger. Aktuell seien es dort rund 500 Mitglieder.

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Aktuell habe er keine Pläne, ein höheres politisches Amt anzustreben, sagt Lenzgeiger. Er habe gerade seine Doktorarbeit fertig geschrieben und fange nun als Referendar am Gymnasium in Neusäß an. „Ich will da erst einmal Tritt fassen.“ Lenzgeiger ist es wichtig, einen Beruf zu haben, unabhängig von einer politischen Karriere in den nächsten Jahren.

Mit 92 Prozent gewählt

Langweilig wird es ihm auch in seinem Ehrenamt nicht werden. Lenzgeiger ist mit 92 Prozent der Stimmen zum Vize gewählt worden. „Als ich vor zehn Jahren in meinem Heimatort die JU gegründet hatte, dachte ich ganz bestimmt nicht daran“, erinnert sich der Adelsrieder, der auch JU-Kreisvorsitzender ist. Die Wahl in den Landesvorstand motiviere ihn, sagt er. Wichtig seien ihm die Themen Bildung, Kultur und Wissenschaft. „Da sehe ich noch Luft nach oben.“ Die CSU muss seiner Ansicht nach „klare Kante zeigen“ und eine „solide bürgerlich-konservative Bildungspolitik“ betreiben. Lenzgeiger nennt Beispiele, was er darunter versteht: „Leistungsorientierung, das Tandem aus Fördern und Fordern und Digitalisierung mit Sinn und Verstand“. Er spricht sich gegen ein „endloses Experimentieren“ in der Schulpolitik aus.

Auf der JU-Landesversammlung wurde noch eine Vertreterin aus Augsburg-Land gewählt. Ines Dollinger aus Gersthofen ist Deutschlandrätin und wird die JU Bayern auf Bundesebene vertreten. Dollinger ist Mittelschullehrerin und Schriftführerin bei der CSU Augsburg-Land. Sie will „eine starke bayerische Stimme“ in Berlin sein.

Lesen Sie dazu auch: Hans Reichert gibt Vorsitz der Jungen Union in Bayern ab

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