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Gersthofen

04.12.2019

Die Mittelschule in Gersthofen wird weiter wachsen

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Anna-Pröll-Mittelschule Gersthofen haben begonnen.
Bild: Marcus Merk

Wenn Gersthofen bis zum Jahr 2030 27.000 Einwohner hat, wirkt sich das auch auf die Zahl der Kinder aus. Deswegen soll rechtzeitig eine Erweiterung von heute 33 auf dann 41 Klassen vorbereitet werden.

Bereits bei ihrem Bezug war die neue Anna-Pröll-Mittelschule in Gersthofen zu klein. Momentan entsteht ein Anbau, um die derzeitige Raumnot zu beheben. Doch wenn die Stadt bis zum Jahr 2030 von heute 22500 auf dann 27.000 Einwohner wächst, braucht die Schule elf weitere Klassenzimmer.

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Die Schule war schon bei der Eröffnung 2018 zu klein

Die Anna-Pröll-Mittelschule hat knapp 650 Schüler in 33 Klassen. Der 34 Millionen Euro teure Neubau, der den über 40 Jahre alten Altbau ersetzt, war schon bei der Eröffnung im Januar 2018 zu klein. Grund dafür war, dass das Raumprogramm der Regierung von Schwaben eingehalten werden musste und die für die Zahl der Schüler zugrunde liegende Prognose bereits zu Beginn der jahrelangen Planungen für den Neubau aufgestellt worden war.

Der Neubau bietet 24 Klassenzimmer. Im 3,2 Millionen Euro teure Anbau sollen dann ab September 2020 sechs weitere Klassenzimmer und Nebenräume zur Verfügung stehen sollen. Doch das wird nicht der letzte Anbau sein.

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Prognose: Bis 2030 hat Gersthofen 5838 neue Einwohner

Denn auf bis zu 27.000 Einwohner soll die Stadt wachsen, das hat der Stadtrat vor einiger Zeit ins Auge gefasst. Um die Auswirkungen auf die Mittelschule zu ermitteln, hat die Stadt sich vom SAGS-Institut eine eigene Prognose erstellen lassen, die durch Nadja Kinzel von der Schulverwaltung im Sozial- und Ordnungsausschuss vorgestellt wurde.

Diese Prognose bezieht das derzeit in Planung befindliche Wohngebiet „Nördlich der Thyssenstraße mit im Endausbau 2400 Einwohnern ein. Hinzu kommt eine Bebauung im Bereich „Stiftersiedlung Nord“ mit bis zu 750 Einwohnern. Eine Nachverdichtung im gesamten Stadtgebiet könnte noch weitere 2688 Einwohner bringen. Insgesamt kommt die Prognose damit auf 5838 neue Einwohner.

Alternativ untersuchte die Prognose noch den Stand im Jahr 2030 – also vor dem Endausbau von Thyssenstraße und Stiftersiedlung. In diesem Fall kamen die Statistiker aus 4326 zusätzliche Einwohner im Vergleich zu heute.

Was bedeutet das für die Anna-Pröll-Mittelschule?

Doch wie wirkt sich das auf die künftigen Schülerzahlen in der Mittelschule aus? „Die Statistiker haben eine Geburtenrate von 1,64 Kindern je Frau angesetzt – das entspricht einem Dreijahresmittel“, so Nadja Kinzel.

Bei der Variante ohne Endausbau steigen den Schülerzahlen demzufolge bis 2030 von heute knapp 650 auf dann 801. Das heißt, die Anna-Pröll-Mittelschule umfasst dann statt aktuell 33 bis dahin 41 Klassen – eine Zahl, die voraussichtlich bis 2035 konstant bleiben wird.

Setzt man den Endausbau, die komplette Stiftersiedlung-Nord sowie die Nachverdichtung mit an, dann steigt die Schülerzahl sogar auf 854 im Jahr 2030 und 861 im Jahr 2035. Das bedeutet, es werden in diesem Fall sogar 44 Klassen gebraucht. „In der Prognose wurden die verschiedenen Schulformen und der wachsende Migrationsanteil berücksichtigt“, sagte Nadja Kinzel. Für alle Berechnungen wurde die aktuelle Durchschnittszahl von 19,6 Schülern je Klasse verwendet.

Ausschuss stimmte Erweiterungsmöglichkeit auf 44 Klassen zu

Dieses heißt aber, dass bis zum Jahr 2030 41 Klassen beschult werden müssen, also sieben mehr als heute. Der Ausschuss stimmte zu, die weiteren Planungen für die Mittelschule auf diese Zahl auszulegen, aber bei den Planungen eine Erweiterungsmöglichkeit auf 44 Klassen zu berücksichtigen.

Bürgermeister Michael Wörle betonte in diesem Zusammenhang: „Damit ist aber noch nicht festgelegt, was und wie letztendlich gebaut werden wird.“

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