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Dinkelscherben/Welden

13.07.2010

Die Mittelschule kann starten

Die drei Mittel-Schulleiter (von links): Manfred Hörmann, Roland Hoyer und Martin Dumberger. Foto: Angela David
Bild: Angela David

Im Verbund Augsburg Land-West stehen die Schülerzahlen und Klassen fest. Die Mittelschule kann also starten. Von Jana Tallevi

Im Anfangsjahr der Mittelschule Augsburg Land-West ab September sollen möglichst wenig Schülerinnen und Schüler bewegt werden. Das war bei den Vorbesprechungen zum Beginn des Gemeinschaftsprojekts für die beteiligten Schulleiter Martin Dumberger ( Welden), Manfred Hörmann ( Dinkelscherben) und Roland Hoyer ( Zusmarshausen) ganz wichtig. Inzwischen nimmt die Mittelschule planerisch Gestalt an, denn die Schülerzahlen für das kommende Jahr 2010/11 liegen nun vor.

Dinkelscherben Vor Ort werde sich recht wenig ändern, so Manfred Hörmann. 183 Schülerinnen und Schüler werden in der Mittelschule Dinkelscherben im kommenden Schuljahr unterrichtet. Bis auf eine große neunte Klasse ist die Schule durchgehend zweizügig, "und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben", so Hörmann, denn die Übertrittszahlen an höhere Schulen seien hier recht gering. Alle drei Mittelschulzweige Technik, Sozialwesen und Wirtschaft können mit Schwerpunkt ab der siebten Klasse in Dinkelscherben belegt werden. Manfred Hörmann hofft, in ein bis zwei Jahren auch einen M-Zweig anbieten zu können.

Dafür spreche auch, was inzwischen ein offenes Geheimnis sei, nämlich dass die Zugangsbedingungen zu den M-Klassen erleichtert werden. So soll in Zukunft nach der sechsten Klasse ein Notendurchschnitt von 2,6 (bislang: 2,3) und von 2,3 (bislang: 2,0) nach der siebten Klasse für die Aufnahme in den M-Zweig genügen. Aufrecht erhalten möchte die Schule die Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft, ausgebaut werden sollen noch die Kooperationen mit der Berufsschule und der Arge.

Die Mittelschule kann starten

Welden Möglichst kleine Klassen anzubieten, auch zulasten eines großen Zusatzangebots, das war für Martin Dumberger bei den Vorarbeiten zur Mittelschule besonders wichtig. 171 Kinder werden im kommenden Schuljahr in Welden unterrichtet. Dazu gehören auch die drei fünften Klassen, die in Altenmünster ihren Unterricht erhalten. Eine dieser Klassen ist eine gebundene Ganztagesklasse mit 24 Schülerinnen und Schülern, die beiden anderen sind Regelklassen.

Die Ganztagesklasse in Altenmünster ist die einzige Möglichkeit für alle Kinder aus dem Mittelschulverbund, an dieser Art Unterricht teilzunehmen. Welden wird die beiden Zweige Technik und Wirtschaft anbieten.

Zusmarshausen Die Hauptschule in Zusmarshausen ist das größte Lehrinstitut im Verbund mit 314 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2010/11. Hier werden im kommenden Schuljahr alle drei Zweige Technik, Sozialwesen und Wirtschaft angeboten. Der M-Zweig bleibt wie gehabt in Zusmarshausen, auch die neue M-Klasse in der Stufe 7 wird hier eingerichtet. Der Vertrag zum Mittelschulverbund sieht vor, dass Ganztagesklassen, sollten sie über die fünfte Stufe hinaus erhalten bleiben, zukünftig in Zusmarshausen unterrichtet werden. Hier wird es im kommenden Jahr zwei gebundene Ganztagsklassen in den Stufen 6 und 7 geben.

Zusmarshausen übertragt Stunden auf andere Schule

Um den Mittelschulverbund mit seinem jetzigen Angebot zu ermöglichen, hat Zusmarshausen zwölf Unterrichtsstunden abgegeben, die jetzt an einer der beiden anderen Schulen unterrichtet werden. "Da sieht man, dass wir wirklich die Schüler in den Mittelpunkt stellen", so Manfred Hörmann.

Allen drei Schulleitern ist jedoch klar, dass wohl schon ab dem folgenden Schuljahr 2011/12 weitaus mehr Schülerinnen und Schüler unterwegs sein müssen, zumindest an den Praxistagen. Ob die Mittelschule letztendlich ein Erfolg werde, dass hänge ganz wesentlich von der Annahme des neuen Angebots durch die Kinder und die Eltern ab, ist sich Roland Hoyer sicher. Von Jana Tallevi

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