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Gersthofen

24.01.2020

Die Narren lassen’s bald wieder krachen

Gesang, verblüffende Einfalle und immer neue Kostüme – jedes Jahr übertreffen sich die Aktiven der Gersthofer Kol-La-Faschingssitzungen von Neuem wieder selbst. Insgesamt rund 350 engagieren sich dafür, dass die Besucher in der Stadthalle gut fünf Stunden klang Spaß haben können.
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Gesang, verblüffende Einfalle und immer neue Kostüme – jedes Jahr übertreffen sich die Aktiven der Gersthofer Kol-La-Faschingssitzungen von Neuem wieder selbst. Insgesamt rund 350 engagieren sich dafür, dass die Besucher in der Stadthalle gut fünf Stunden klang Spaß haben können.

  350 Aktive bereiten sich auf die Gersthofer Kol-La-Sitzungen vor. Zum 50. Jubiläum können sich die Fans   auch auf ihre langjährigen Publikumslieblinge freuen.  

Vor knapp einer Woche haben sie ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festakt groß gefeiert. Doch die zahlreichen Akteure der Gersthofer Kol-La-Faschingssitzungen halten nicht inne, sondern sind mitten im Endspurt der Probenarbeiten. Wie es Tradition geworden ist, sind zahlreiche Gersthofer Familien wieder mit Vertretern mehrerer Generationen aktiv. Am Freitag, 7. Februar, um 19.30 Uhr hebt sich der Vorhang für die Jubiläumsausgabe.

Nur für den Nachwuchs gibt‘s noch Karten

Eines schon mal Vorweg: „Die sieben Vorstellungen sind bereits seit Wochen restlos ausverkauft“, sagt Heidi Fuchs, die gemeinsam mit Doris Zettl den Vorverkauf organisiert. Doch für diejenigen, die heuer den Kürzeren gezogen haben, gibt’s noch eine andere Möglichkeit: Denn für die beiden Kinder-Kol-La- Sitzungen an den Sonntagen, 9. und 16. Februar, ab 13.30 Uhr gibt’s noch Restkarten. Und auch der närrische Nachwuchs Gersthofens bietet eine abwechslungsreiche Show mit Wort, Musik, Gesangs- und Tanzbeiträgen sowie einem Schuss Akrobatik.

„Die Premiere ist unsere insgesamt 274. Sitzung“, erklärt Kol-La-Vorsitzender Philipp Rogg. „In den letzten fünf Jahrzehnten haben 157000 Menschen unsere Vorstellungen gesehen, rechnet man die bisher 61 Kinder-Kol-La-Sitzungen hinzu, kommen wir sogar auf 181000 Zuschauer.“

Seit 30 Jahren Gersthofer „Pressesprecher“

Doch das ist nicht das einzige Jubiläum: Spielleiter Manfred Lamprecht fühlt diese Funktion heuer bereits zum 30. Mal aus. Sogar drei Jahre länger steht er als „Pressesprecher“ in der Bütt. Auch wenn er über Programminhalte nichts verraten will – „den Pressesprecher wird’s heuer selbstverständlich wieder geben.“

In der vergangenen Saison musste Lamprecht eine Auszeit nehmen, nachdem er sich bei einem Unfall mehrere Brüche geholt hatte. Lisa Hallmen, selbst eine langjährige Akteurin, sprang damals in die Bresche. Ebenfalls ein Jubiläum feiern kann sein Spielleiter-Kollege Herbert Lenz: „In 50 Jahren Kol-La bin ich vom Bühnendienst zum Spielleiter aufgestiegen – und vielleicht auch wieder zurück“, sagt er launig. Auch er wird wieder auf der Bühne stehen.

Rund 20 Nummern werden die rund 350 Aktiven, die sich vor, auf und hinter der Bühne für das Gelingen der Aufführungen einsetzen, den Zuschauern anbieten, kündigt Lamprecht an. Eine spezielle große Jubiläumsnummer sei nicht geplant, versichert Lamprecht. „Aber die Zahl 50 zieht sich irgendwie schon durchs ganze Programm.“ Eines wird nicht nur die langjährigen Fans der Gersthofer Faschingssitzungen freuen: „Die Paradenummern sind alle wieder dabei, also zum Beispiel, Engel und Teufel, Delicious, die Golden Petticoats, Stadtretter oder Auguste und Gerfriedchen.“ Daneben ist im Kol-La-Programm heuer auch wieder Platz für Neues: „Nicht zuletzt bei den Aufführungen des Brandner Kaspers zum Gersthofer Stadtjubiläum haben sich neue gute Kontakte zum Theaterverein ergeben“, so Lamprecht weiter.

Eigener Orden zum Gersthofer Jubiläum

Etwas größer als sonst wird der eigens von Annette Richert entworfene Orden sein, den jeder der Akteure, sowie die Ehrengäste während der Sitzung erhalten. Im Foyer der Stadthalle wird an einigen Tafeln die Erfolgsgeschichte der Kol-La in einer Fotoausstellung wieder erlebbar. Gestartet ist die Kol-La vor 50 Jahre mit einem Eintrittspreis von vier Mark. Heuer mussten die Ticketpreise um drei auf 29 Euro erhöht werden. „Das liegt an der Gema, die wir für die aufgeführte Musik zahlen müssen, aber auch die Verpflegung der Akteure wird teurer“, sagt Kol-La-Vorsitzender Philipp Rogg. Seit den Anfängen sind alle Akteure rein ehrenamtlich dabei, es gibt lediglich eine Brotzeit und Getränke.

Eifrig proben auch die Spielleiter der Kinder-Kol-La, Gabi Niggl und Oliver Reiser mit dem närrischen Nachwuchs. Um auch Kinder in die Bütt zu bringen, wurden erstmals 1988 Kinder-Kol-La-Sitzungen veranstaltet. Heuer sind schon die Aufführungen 62 und 63 geplant.

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