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Neusäß

01.12.2020

Die Neusässer Tafel hat eine neue Heimat gefunden

Die Neusässer Tafel zieht demnächst in neue Räume. Das Bild zeigt Knut Bickmannn und Sabine Zimmermann von dem engagierten Helferkreis.
Bild: Marcus Merk

Plus Schon vor Ausbruch der Pandemie suchte das Team der Tafel in Neusäß nach neuen Räumlichkeiten. Ab Januar ist die Lebensmittelausgabe in einer Kirche zu finden.

Bisher gibt die Tafel im Seniorenzentrum Notburga Lebensmittel an die Bedürftigen der Stadt aus. „In den Räumen vom Seniorenheim waren wir immer gut aufgehoben“, meint Sabine Zimmermann, Vorsitzende des Vereins der Neusässer Tafel. „Aber der Platz reicht einfach nicht mehr aus, auch das Lager ist zu klein.“ Jetzt ist es coronabedingt noch enger geworden. Wegen der Abstandsregeln können die Kunden der Tafel nicht drinnen im Warmen warten, sondern müssen sich draußen anstellen. Nach langer Suche hat die Tafel jetzt ab Januar ein neues Zuhause gefunden.

Die neue Bleibe wird in der evangelischen Philippuskirche in Westheim sein. Sabine Zimmermann freut sich sehr über die neuen Räumlichkeiten. Der Kirchenvorstand und Pfarrerin Heiß hatten der Tafel die momentan ungenutzten Räume angeboten. Auch über die Unterstützung von Bürgermeister Greiner und der Stadt Neusäß bei der Suche nach einer neuen Bleibe für die Ausgabestelle ist Zimmermann froh.

Im ersten Lockdown hatte die Neusässer Tafel geschlossen

In Bayern gibt es insgesamt 169 Tafeln, die mit gespendeten Lebensmitteln etwa 200.000 bedürftige Menschen gegen einen nur geringen Betrag unterstützen. Wie berichtet, hatten die Schließungen infolge der Corona-Krise im März auch die Tafel in Neusäß hart getroffen. Schon kurz darauf konnte der Verein aber, auch mithilfe des Neusässer Jugendbeirats, fertig befüllte Lebensmitteltüten an Bedürftige ausliefern. Später kam dann ein Übergangsquartier in der Hauptstraße dazu, das im Sommer aber schon nach kurzer Zeit wieder mit einem Wiedereinzug ins Notburgaheim verlassen wurde. Auch hier wurden fertig befüllte Tüten abgegeben. Ein Angebot, das aber nicht immer die Bedürfnisse der Kunden trifft.

Lebensmittel bekommen Bedürftige in den Tafeln.
Bild: Marcus Merk

Etwa 100 Besucher habe die Neusässer Tafel pro Ausgabetag, darunter auch viele Familien, so Sabine Zimmermann. Dass das Notburgaheim keine Dauerlösung sein kann, war dem Verein klar. Doch die Suche nach einem passenden Haus gestaltete sich schwierig. Auch die Aktionsgemeinschaft Neusäß hatte unter ihren Mitgliedern herumgefragt, ob jemand ein passendes Objekt wüsste.

Ansteckungsrisiko soll geringer sein

Die neuen Räume senkten das Ansteckungsrisiko für alle Beteiligten, erklärt Sabine Zimmermann. Die Kunden könnten wieder drinnen warten, weil mehr Platz zur Verfügung stehe. Außerdem sei die Parkplatzsituation deutlich besser als beim Notburgaheim. „Wir haben dann sogar Platz für eine eigene Kühlzelle und Küche“, freut sich Zimmermann. Die Küche habe sie schon bestellt, genauso wie neue Kühlschränke. „Da kommen noch einige Kosten auf uns zu“, meint die Helferin der Tafel.

Spendenboxen im Kaufland in Neusäß

In diesem Jahr gibt es noch eine Neuheit. Normalerweise sammeln die Helfer der Tafel Neusäß im Dezember Lebensmittelspenden im Kaufland. Dieses Jahr kann diese Aktion jedoch nicht stattfinden: „Wir können unsere Helfer nicht dem Risiko aussetzen, mehrere Stunden im Supermarkt zu stehen. Stattdessen werden aber Spendenboxen an den Kassen stehen“, sagt Sabine Zimmermann.

Der Umzug soll bereits am 16. Dezember beginnen, damit pünktlich zum Jahreswechsel alles in der Philippuskirche bereit ist für die Kunden der Neusässer Tafel.

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