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Die Opfer von Gewalttaten brauchen mehr Hilfe

Die Opfer von Gewalttaten brauchen mehr Hilfe
Kommentar Von Maximilian Czysz
04.09.2019

Viele Blicke richten sich im Augenblick auf den 34-jährigen Mann, der vor einer Woche in Nordendorf mit Pfeilen offenbar wahllos auf Menschen geschossen hat.

Warum hat er die beiden Männer schwer verletzt? Was bewegt jemanden, mit einem tödlichen Gerät um sich zu schießen? Eine Antwort wird es vermutlich erst dann geben, wenn der Mann schuldfähig ist, angeklagt wird und es zu einer Gerichtsverhandlung kommt.

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Dann kann er sich erklären und den Opfern gegenübertreten. Die haben die Möglichkeit, als Nebenkläger am Prozess teilzunehmen. Ein Urteil ist für die meisten Opfer von Kriminalität aber nur ein formaler Schlussstrich unter die juristische Aufarbeitung eines Verbrechens. Denn sie leiden oft lange Zeit oder sogar ihr Leben lang unter den Folgen: Erinnerungen kommen hoch, Bilder werden präsent, die Angst steigt auf.

Die Gesellschaft muss sich kümmern

Häufig kommt zu einer posttraumatischen Belastungsstörung. Rat, Hilfe und menschliche Zuwendung sind unabdingbar. Genauso das Gefühl, das sich die Gesellschaft kümmert. Sie muss wieder öfters die Opferperspektive einnehmen. Denn wer nur auf den Täter schaut, verliert die Opfer allzuschnell aus den Augen.t.

Was sich in Nordendorf abgespielt hat und eine Einschätzung der Spezialisten von der Opferhilfe lesen Sie in unserem Artikel: Pfeil-Attacke: Narben, die nur schwer verheilen

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