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Fischach

28.06.2019

Die Post baut einen neuen Stützpunkt in Fischach

Bereits im Frühsommer 2020 soll der neue Postzustell-Stützpunkt in Fischach in Betrieb gehen. Dort werden dann Briefe und Pakete für die Zustellung vorbereitet. 
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Ein Postzustell-Stützpunkt schafft 23 Arbeitsplätze. Der Bürgermeister hält das für ein gutes Zeichen für die Gemeinde

Rund zwei Jahre harte Verhandlungen stecken hinter einem Projekt, das nun in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats in trockene Tücher gepackt wurde: Das Gremium erteilte einstimmig sein gemeindliches Einvernehmen zum Neubau eines Postzustell-Stützpunkts. Damit werde weiter die örtliche Infrastruktur gestärkt, freute sich Bürgermeister Peter Ziegelmeier.

Das Vorhaben der Deutschen Post liegt an der Rudolf-Diesel-Straße im Gewerbegebiet Weite Eiche II. Der Standort wurde unter anderem wegen seiner guten Verkehrsanbindung ausgewählt. Es handelt sich um den Bau eines Satteldachgebäudes mit rund 49 Meter Länge und 17 Meter Breite. Auf der Süd- und Ostseite ist für die Verladetätigkeit ein Vordach von fünf Meter Tiefe geplant.

14 Stellplätze für die Mitarbeiter

Um das Bauwerk zu verwirklichen, stimmten die Marktgemeinderäte drei Befreiungen zu. So darf der Bauherr vier der insgesamt 14 Stellplätze für die Mitarbeiter mit Rasengitter außerhalb der Baugrenze erstellen. Darüber hinaus darf der geplante Dachüberstand von fünf Meter ausgeführt werden. Dieser ist notwendig, damit die Postgüter im trockenen Zustand eingeladen werden können und ein reibungsloser und korrekter Betriebsablauf zustande kommt.

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Weiter kann unter der Voraussetzung der Einhaltung der Lärmwerte auf die Vorlage eines schalltechnischen Gutachtens verzichtet werden. Zu diesem Punkt führte Marktbaumeister Roland Bröll aus, dass auf dem Gelände nur Fahrzeuge der Deutschen Post, Privatautos der Mitarbeiter und vereinzelt Lastwagen verkehren. Ansonsten seien keine nennenswerten Lärmquellen vorhanden. Baubeginn ist bereits im August. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Postzustell-Stützpunkt im Frühsommer 2020 in Betrieb genommen. 23 Mitarbeiter werden dort dann zwischen 5 und 22 Uhr Briefe und Pakete für die Zustellung vorbereiten.

Mit dem Projekt werde einmal mehr der Standort Fischach aufgewertet, betonte der Bürgermeister. Hinzu komme die Schaffung von Arbeitsplätzen. Das alles symbolisiere auch das Vertrauen der Deutschen Post in die Marktgemeinde.

  • Kanalplanung Im Zusammenhang mit der Errichtung des Hochregallagers der Molkerei Müller in Aretsried ist ein Entwässerungskanal entlang der Kreisstraße A2 notwendig. Marktbaumeister Roland Bröll informierte hier unter anderem über den baldigen Baubeginn, ein zu errichtendes Rückhaltebecken und Erwerb von rund 10000 Quadratmeter Grundflächen. Der dortige Baumbestand soll erhalten bleiben.
  • Bitraten-Analyse Über den Status des Breitbandausbaus kann eine Bitraten-Analyse konkrete Antworten liefern. Sie untersucht die Internetversorgung jeder einzelnen Adresse in einer Kommune. Eine sinnvolle Sache, wie der Bürgermeister meinte. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, für die Analyse im Markt Fischach einen Antrag im Rahmen des Bundesförderprogramms zu stellen.
  • Bevölkerungsprognose Das Landratsamt Augsburg prognostiziert für Fischach zum Jahresende 2022 eine Einwohnerzahl von über 5000. Derzeit weist die Kommune 4858 Bewohner auf. Für 2030 veranschlagt die Behörde 5243, bei weiteren hohen Zuzug gar 5476 Einwohner. Bei Fortgang der jetzigen Entwicklung liege die Zahl 2030 wohl in etwa im Mittel dieser beiden Prognosen, meinte Ziegelmeier. Gleichzeitig erinnerte er an eine dann dringend notwendige Anpassung der örtlichen Infrastruktur in den Bereichen Schule, Straßen, Kanäle und Gemeindeverwaltung.
  • Kinderbetreuung Bei der Kindertagesstätte St. Vitus in Willmatshofen wird heuer voraussichtlich aufgrund der Erweiterung um eine Kindergartengruppe, gestiegener Personalkosten und einiger Neuanschaffungen ein größeres Defizit entstehen. Die Kindergartenverwaltung beantragte daher, auf den 2018 entstandenen Überschuss von rund 29400 Euro zu verzichten sowie einen Vorschuss auf das heurige Defizit in Höhe von 30000 Euro zu leisten. Das Gremium kam dem Antrag ohne Gegenstimme nach.
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