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Fußball-Nachlese

16.09.2019

Die Rückkehr der Torjäger im Augsburger Land

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2 Bilder
Zum ersten Mal wieder dabei war Westheims Torjäger Marco Spengler (links). Zum ersten Saisonsieg gegen den TSV Zusmarshausen (Jonas Watzal) steuerte er einen Treffer bei.
Bild: Marcus Merk

Plus Fußball-Nachlese: Marco Spengler von der SpVgg Westheim und René Heugel vom TSV Meitingen können mit ihren Mannschaften Sieg feiern. Alle Tops & Flops aus dem Augsburger Land.

Am nächsten Wochenende ist bereits ein Drittel der Saison in den Bezirksligen vorüber. Der SV Cosmos Aystetten hat dabei die große Chance verpasst, sich an die Fersen von Spitzenreiter TV Erkheim zu heften. Im Landkreisderby beim TSV Bobingen verlor der Landesliga-Absteiger ohne seinen Cheftrainer Marco Löring und seinen Betreuer Michael de Bur mit 0:2. Während Löring nach einem dreitägigen Kurzurlaub diese Woche wieder auf den Trainingsplatz zurückkehrt, hat der Kult-Betreuer, der beim damaligen Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern schon unter Otto Rehagel gearbeitet hat, seine Zelte in Aystetten abgebrochen. „Ich will keine schmutzige Wäsche waschen“, hüllt sich der 52-Jährige, der den Trainer-B-Schein besitzt, über die Beweggründe in Schweigen.

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Eine Übermannschaft haben die Experten in der Bezirksliga Nord bisher noch nicht gesehen. Selbst der SC Bubesheim und der TSV Meitingen haben schon geschwächelt. Nach einer Serie von drei nicht gewonnen Spielen ist der TSV Meitingen wieder so richtig durstig nach Erfolg. Beim 3:1-Heimsieg gegen den VfL Ecknach musste man allerdings auf zwei sicher verwandelte Elfmeter von Routinier Arthur Fichtner verlassen. Den dritten Treffer steuerte Denis Buja bei, der mit acht Toren die Torschützenliste der Bezirksliga Nord vor dem Ex-Thierhauptener Maximilian Schacherl (FC Affing/7) anführt. Gut möglich, dass Buja bald wieder Konkurrenz bekommt. Rene Heugel, Goalgetter der abgelaufenen Saison, kam nach seinem Schlüsselbeinbruch erstmals wieder zum Einsatz.

Zum zweiten Mal unter Flutlicht ohne Torerfolg

Ein Stürmer mit Durchschlagskraft – das ist genau das, was dem TSV Gersthofen zu einer Spitzenmannschaft fehlt. Zum zweiten Mal hintereinander blieben die Schwarz-Gelben im Spitzenspiel gegen den SC Bubesheim unter Flutlicht ohne Torerfolg. Nach der 0:2-Heimpleite ist der Zug nach oben für den TSV zunächst einmal abgefahren. Dem TSV Neusäß ist am Freitagabend unter Flutlicht ein Licht aufgegangen. Dazu benötigte es im Kellerduell gegen Schlusslicht SV Stöttwang aber zunächst einmal einen 1:2-Rückstand. In der Pause scheint der wiedergenesene Cheftrainer Charly Pecher dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Schützlinge gewannen noch mit 4:2. Damit stehen die Lohwaldkicker zwar immer noch auf einem Abstiegsplatz, doch für die Moral war dieser Dreier vor dem nächsten Kellerderby gegen den TG Viktoria Augsburg unbezahlbar.

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Der SC Altenmünster hat beim 0:1 gegen den TSV Aindling gleich im doppelten Sinne eins auf die Nase bekommen. Aufgrund der erspielten Torchancen war nicht nur das Ergebnis bitter für den SCA, Spielertrainer Peter Ferme zog sich, wie sich bei einer Untersuchung am späten Sonntagabend noch herausstellte, im Zweikampf mit Simon Knauer einen Nasenbeinbruch zu und droht nun einige Wochen auszufallen. Ex-Zweitligatrainer Janos Radoki (ehemals SpVgg Greuther Fürth), dessen Sohn Mark in der 45. Minute in Co-Produktion mit Altenmünsters Thomas Lauter das Tor des Tages erzielte, hatte für den unglücklichen Verlierer dennoch ein Kompliment parat: „Altenmünster ist eine richtig giftige Mannschaft, die schwer zu bespielen ist.“ Das bestätigte auch Aindlings Trainer Roland Bahl: „Ich bin froh über die drei Punkte.“ Das ist so selbstverständlich nicht: „Es war ein Spiel, wo viel über die Moral, über die Einstellung und den Willen entschieden wurde. Altenmünster hat einige hochkarätige Chancen vergeben.“

Durststrecke nach sieben erfolgreichen Jahren

Ausgelassen haben die Kicker der SpVgg Westheim nach dem 4:2 gegen den TSV Zusmarshausen auf den Neusässer Stadtfest den ersten Saisonsieg gefeiert. „Die Erleichterung war sehr, sehr groß“, gibt Trainer Oliver Haberkorn zu, dass er in den letzten Wochen schon sehr enttäuscht war. „Natürlich wurde viel von außen geredet, aber ich hatte nach einem Gespräch mit der Vorstandschaft nie ein schlechtes Gefühl. Nach sieben erfolgreichen Jahren kommt ganz einfach mal eine Phase, wo es nicht so läuft.“ Auch bei einer Versammlung mit der Mannschaft wurde die Lage angesprochen.

„Wir hatten vorne wenig Durchschlagskraft, die Unsicherheit ist immer mehr gewachsen, es haben sich Undiszipliniertheiten eingeschlichen und auch der Kampf hat gefehlt“, analysiert Haberkorn. „Aber ich habe gemerkt, dass jeder wieder on Fire ist.“ Gegen Zusmarshausen war dann auch erstmals Torjäger Marco Spengler wieder dabei. „Damit hatten wir natürlich mehr Torgefahr“, freut sich Haberkorn. Am kommenden Sonntag in Dinkelscherben ist die SpVgg erstmals wieder komplett. „Aber das ist jetzt kein Selbstläufer. Wir müssen weiter Gas geben.“

„Wir haben in Meitingen leider zwei Zähler liegen lassen“, klagt Emersackers Coach Manfred Müller. Meitingen II, bis dato Tabellenletzter der Kreisklasse Augsburg Nordwest, feierte mit dem 1:1 gegen die Laugnataler den ersten Saisonpunkt. Überheblichkeit will der FCE-Trainer dennoch nicht gelten lassen. Schmerzlich vermisst wird Angreifer Florian Kempter, der sich im Spiel gegen Foret einen Kreuzbandriss zuzog. Manfred Müller will aber nicht klagen. Immerhin hat man sich mit Florian Bauer und Moritz Förg absolute Verstärkungen angeln können. Zweifellos mit ein Verdienst des Sportlichen Leiters Rainer Förg. „Was er in den letzten Jahren hier aufgebaut hat, das hat schon Hand und Fuß“, lobt Müller den Funktionär. (mit her/dirg)

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